Die beliebte Cash App von Block erhält ein neues Feature. Innovative Bluetooth-Zahlungen von Smartphone zu Smartphone werden aktuell getestet.
Cash App ist eine US-Finanz-App von Block, früher Square. Nutzer können darüber Geld senden, Zahlungen empfangen, eine Debitkarte nutzen, Aktien kaufen und auch Bitcoin handeln. Hinter Block steht Jack Dorsey, der frühere Twitter-Mitgründer und langjährige Bitcoin-Befürworter. Dorsey verfolgt mit Cash App und Square zunehmend das Ziel, Bitcoin nicht nur als Anlageobjekt, sondern als alltägliches Zahlungsmittel zu etablieren.
Genau deshalb ist die aktuelle Entwicklung spannend: Block verbindet Cash App, Square-Händler, Bitkey-Wallet und Bitcoin-Zahlungen immer stärker zu einem gemeinsamen Ökosystem. Cash App selbst verweist darauf, dass bereits mehr als 24 Millionen aktive Nutzer Bitcoin über die App gekauft haben.
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Cash App testet Geldversand per Bluetooth zwischen Smartphones
Aktuell sorgt vor allem eine neue Funktion für Aufmerksamkeit: Cash App arbeitet offenbar an einem System, mit dem Nutzer Geld direkt per Bluetooth zwischen Smartphones senden können. Diese Entwicklung wurde erst kürzlich bekannt und könnte einen völlig neuen Ansatz für Peer-to-Peer-Zahlungen darstellen. Anders als bei klassischen Überweisungen oder App-basierten Transfers über das Internet würde hierbei keine aktive Internetverbindung erforderlich sein. Stattdessen kommunizieren zwei Geräte direkt miteinander, sobald sie sich in räumlicher Nähe befinden.
Well done for the entire team! Here are two close-ups for details. We used @v0 early on to move fast and dial in the right feel for the animation. pic.twitter.com/dGaPxSuTXm
— Damjan Stankovic (@DamjanStankovic) May 1, 2026
Technisch basiert ein solcher Ansatz auf sogenannten Offline- oder Near-Field-Transaktionen. Dabei wird über Bluetooth eine sichere Verbindung zwischen zwei Geräten aufgebaut, über die Zahlungsinformationen verschlüsselt übertragen werden. Die eigentliche Verbuchung kann anschließend entweder synchronisiert werden, sobald wieder Internetzugang besteht, oder über ein Zwischensystem abgesichert sein. Der große Vorteil liegt auf der Hand: Zahlungen könnten auch in Situationen funktionieren, in denen kein Netz verfügbar ist – etwa bei Events, in abgelegenen Regionen oder bei temporären Ausfällen.
Für Nutzer würde das den Zahlungsprozess deutlich vereinfachen. Anstatt Kontakte auszuwählen oder QR-Codes zu scannen, könnte ein einfacher „Tap“ oder eine Geräteannäherung ausreichen. Gleichzeitig könnte dies neue Anwendungsfälle eröffnen, etwa spontane Zahlungen unter Freunden oder schnelle Transfers im Alltag. Sollte sich diese Technologie durchsetzen, würde Cash App damit einen weiteren Schritt in Richtung vollständig nahtloser, direkter Geldtransfers gehen.
Welche Rolle Bitcoin in der Cash App spielt
Bitcoin ist für Cash App längst kein Randthema mehr. Die App ermöglicht Kauf, Verkauf, Versand und Empfang von Bitcoin. Zudem ist Lightning integriert, wodurch schnelle und günstige Transfers möglich werden. Block beschreibt Cash App ausdrücklich als Werkzeug, um „auf Bitcoin zu leben“: Nutzer sollen nicht nur BTC kaufen, sondern Zahlungen erhalten, Teile ihres Einkommens automatisch in Bitcoin umwandeln und Bitcoin im Alltag ausgeben können.
Zuletzt kamen neue Anreize hinzu. Cash App bewirbt beispielsweise 5 Prozent Bitcoin-Cashback auf qualifizierte Käufe, bis zu 30 US-Dollar pro Monat. Außerdem gab es Programme, bei denen Nutzer Bitcoin-Boni erhalten konnten, wenn sie bei teilnehmenden Square-Händlern mit Bitcoin zahlen. Ein weiteres „Bounty“-Programm belohnte Nutzer mit 25 US-Dollar in Bitcoin für die erste Bitcoin-Zahlung bei einem Square-Händler, der zuvor noch keine Bitcoin-Zahlung akzeptiert hatte.
أطلقت شركة Square برنامج مكافآت آلي لتشجيع التجار الجدد على قبول #البيتكوين.
يمكن للمستخدمين كسب 25 دولارًا بالبيتكوين عند إجراء أول دفعة بيتكوين لمتجر يستخدم Cash App ولم يستعمل البيتكوين من قبل.
"قم بذلك 10 مرات لتحصل على ما يصل إلى 250 دولارًا بالساتوشي".
التجار لا يتوجب… pic.twitter.com/unw75PlYri
— بيتكوين 21 (@Bitcoin21_ar) March 7, 2026
Dorseys Ziel ist damit klar: Bitcoin soll nicht nur gehortet, sondern genutzt werden. Cash App liefert die Nutzer, Square die Händler-Infrastruktur und Bitkey die Self-Custody-Komponente. Genau diese Verbindung könnte Bitcoin-Zahlungen praktischer machen.
Jack Dorsey setzt auch bei Apps auf Bluetooth-Mesh
Jack Dorsey verfolgt dieses Prinzip nicht nur bei Finanzanwendungen, sondern auch bei Kommunikation. Mit Bitchat veröffentlichte er eine dezentrale Messaging-App, die über Bluetooth-Low-Energy-Mesh-Netzwerke funktioniert. Nutzer brauchen dafür weder Internet noch Mobilfunkempfang, keine Telefonnummer und keinen zentralen Server. Nachrichten werden verschlüsselt von Gerät zu Gerät weitergereicht, wodurch in der Nähe ein lokales Peer-to-Peer-Netz entsteht. Laut Projektbeschreibung kombiniert Bitchat lokale Bluetooth-Kommunikation mit Nostr als Internet-Fallback für größere Reichweite.
The creator of Twitter and Cash App, @Jack Dorsey just released a Bluetooth messaging app called ‘Bitchat’ that doesn't need the internet or cell service.
Within an hour, users have started sending bitcoin using the peer-to-peer encrypted mesh network. pic.twitter.com/KeqznT7ccn
— Documenting ₿itcoin 📄 (@DocumentingBTC) July 7, 2025
Das Konzept passt zu Dorseys Grundidee: weniger Abhängigkeit von zentraler Infrastruktur. Bei Bitchat geht es um resiliente Kommunikation, etwa bei Netzausfällen, Events oder politisch eingeschränktem Internetzugang.
Bei Cash App könnte ein ähnlicher Ansatz für Zahlungen spannend werden: Smartphones kommunizieren direkt miteinander, Zahlungen werden lokal vorbereitet und später synchronisiert.
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