Clarity Act durch Senatsausschuss: Das kommt als Nächstes

On Mai 15, 2026 at 11:59 am UTC by · 3 Min. read

Der CLARITY Act hat im US-Senat eine wichtige Hürde genommen. Dennoch ist das Krypto-Gesetz noch nicht final verabschiedet. Polymarket zeigt deshalb weiter spürbare Unsicherheit trotz wachsender Chancen.

Der CLARITY Act ist einer der wichtigsten US-Gesetzesentwürfe für den Kryptomarkt. Er soll festlegen, wann digitale Assets eher als Wertpapiere oder Rohstoffe gelten und welche Zuständigkeiten SEC und CFTC künftig haben.

Damit würde der US-Markt erstmals klarere Regeln für Börsen, Broker, Token-Emittenten und Teile des DeFi-Sektors bekommen. Für die Kryptoindustrie wäre das ein großer Schritt, weil viele Unternehmen seit Jahren unter regulatorischer Unsicherheit leiden.

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Nun hat der Entwurf eine wichtige Hürde genommen: Der Bankenausschuss des US-Senats stimmte mit 15 zu 9 Stimmen für die Weiterleitung. Dennoch ist das Gesetz noch nicht beschlossen. Die Abstimmung zeigt Momentum, aber auch politische Konflikte bleiben sichtbar.

Meilenstein bei Clarity Act: Was im Senatsausschuss passierte

Im Senate Banking Committee kam es am 14. Mai 2026 zur entscheidenden Markup-Sitzung. Der Ausschuss stimmte mit 15 zu 9 Stimmen dafür, den CLARITY Act voranzubringen. Unterstützt wurde die Vorlage von allen republikanischen Ausschussmitgliedern sowie von zwei Demokraten: Ruben Gallego und Angela Alsobrooks. Genau diese beiden Stimmen sind politisch wichtig, weil sie zeigen, dass der Gesetzentwurf nicht nur ein rein republikanisches Projekt ist.

Gleichzeitig war die Sitzung kontrovers. Demokratische Senatoren kritisierten vor allem offene Fragen bei Anti-Geldwäsche-Regeln, Sanktionen, DeFi-Aufsicht und möglichen Interessenkonflikten rund um Politiker und deren Krypto-Geschäfte. Mehrere Änderungsanträge scheiterten.

Auch der Streit zwischen Banken und Krypto-Unternehmen über Stablecoin-Rewards spielte weiter eine Rolle. Banken warnen, dass solche Programme traditionelle Einlagen unter Druck setzen könnten. Damit ist der Ausschuss-Erfolg zwar ein klarer Etappensieg für die Kryptoindustrie, aber noch kein politischer Durchmarsch.

Warum der CLARITY Act noch nicht Realität ist

Mit der Annahme im Bankenausschuss ist der CLARITY Act nicht verabschiedet. Vielmehr beginnt jetzt die nächste, schwierigere Phase. Zunächst muss die Banking-Version mit der Arbeit des Senate Agriculture Committee zusammengeführt werden. Dieser Ausschuss hatte bereits im Januar 2026 den Digital Commodity Intermediaries Act vorangebracht, der vor allem die Rolle der CFTC bei digitalen Rohstoffmärkten betrifft. Beide Stränge müssen politisch und juristisch zusammenpassen.

Danach braucht die zusammengeführte Senatsfassung eine Mehrheit im gesamten Senat. Praktisch entscheidend ist dabei die 60-Stimmen-Hürde, um ein mögliches Filibuster zu überwinden. Dafür reichen republikanische Stimmen allein nicht aus.

Weitere Demokraten müssten den Entwurf unterstützen. Genau hier liegt das Risiko: Gallego und Alsobrooks stimmten zwar im Ausschuss zu, warnten aber zugleich, dass ihre spätere Unterstützung von Nachbesserungen bei Ethik- und Finanzkriminalitätsregeln abhängen könnte.

Selbst nach einer erfolgreichen Senatsabstimmung wäre der Prozess nicht beendet. Dann müsste die Senatsfassung mit der House-Version abgestimmt werden. Erst wenn beide Kammern denselben Text verabschieden, könnte der Entwurf an Präsident Donald Trump zur Unterschrift gehen. Der Zeitdruck ist hoch, da die Midterms im November 2026 näher rücken und das politische Fenster enger wird.

Polymarket sieht 68 Prozent: Momentum ja, Sicherheit nein

Auf Polymarket wird die Wahrscheinlichkeit, dass der CLARITY Act 2026 Gesetz wird, aktuell mit rund 68 Prozent angezeigt. Das passt zum politischen Bild: Der Ausschuss-Erfolg war ein wichtiger Katalysator, aber der Markt preist weiterhin Unsicherheit ein. Eine Wahrscheinlichkeit von 68 Prozent bedeutet eben nicht, dass die Verabschiedung sicher ist. Vielmehr bleibt rund ein Drittel Restrisiko bestehen.

Dieses Risiko ergibt sich aus mehreren Faktoren. Erstens muss der Text noch durch den gesamten Senat. Zweitens sind ethische Regeln, Finanzkriminalitätsvorschriften und Stablecoin-Fragen weiterhin umkämpft. Drittens muss am Ende auch die Abstimmung zwischen Senat und Repräsentantenhaus gelingen.

Besonders sensibel bleibt die Frage, ob genügend Demokraten den finalen Text unterstützen. Die Ausschussabstimmung zeigt zwar parteiübergreifendes Momentum, aber noch keine stabile Mehrheit für den finalen Weg. Deshalb wirkt die Polymarket-Wahrscheinlichkeit plausibel: Der CLARITY Act ist näher an der Realität als zuvor, aber noch lange nicht durch.

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