CoinShares richtet seinen strategischen Fokus zunehmend auf den europäischen Markt und möchte dort verstärkt institutionelle Investoren erreichen. Mit einer neuen UCITS-Plattform und einem regulierten Bitcoin-Mining-ETF schafft der Vermögensverwalter einen indirekten Zugang zum Bitcoin-Ökosystem. Gleichzeitig gewinnen technologische Entwicklungen wie Bitcoin-Layer-2-Lösungen an Bedeutung, da sie zusätzliche Anwendungen auf Basis des Netzwerks ermöglichen könnten. Bitcoin Hyper verbindet dieses Narrativ mit einer schnellen Infrastruktur, hohen Staking-Renditen und einem Presale, der trotz des Bärenmarktes bereits deutliches Anlegerinteresse verzeichnet.
CoinShares zählt zu den bekanntesten Vermögensverwaltern für digitale Assets. Das Unternehmen entwickelt regulierte Anlageprodukte, über die private und institutionelle Investoren Zugang zu Bitcoin, Ethereum und weiteren Bereichen des Kryptomarktes erhalten. Bislang galt vor allem der US-Markt als entscheidender Wachstumstreiber für Anbieter von Krypto-ETFs und verwandten Finanzprodukten. Dort ist die institutionelle Nachfrage besonders hoch und der Wettbewerb entsprechend intensiv. CoinShares richtet den Blick nun jedoch verstärkt auf Europa. Mit einer neuen UCITS-Plattform möchte der Anbieter künftig auch Pensionsfonds, Versicherungen und Privatbanken erreichen, deren Anlagerichtlinien klassische europäische Fondsstrukturen bevorzugen.
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CoinShares startet europäischen Bitcoin-Mining-ETF
CoinShares hat eine eigene UCITS-Plattform aufgebaut und erschließt damit einen europäischen Fondsmarkt mit einem verwalteten Vermögen von rund 26,3 Billionen Euro. UCITS-Produkte unterliegen einem etablierten europäischen Regulierungsrahmen und können deshalb leichter von institutionellen Anlegern wie Versicherungen, Pensionsfonds oder Privatbanken gehalten werden. Viele dieser Investoren dürfen klassische Krypto-ETPs aufgrund ihrer rechtlichen Struktur bislang nur eingeschränkt oder überhaupt nicht erwerben. Die neue Plattform soll diese Hürde reduzieren und künftig als Grundlage für weitere regulierte Themenfonds dienen.
THE BLOCK: CoinShares is expanding into Europe's $30 trillion UCITS ecosystem with the launch of a new platform and the CoinShares Bitcoin Mining UCITS ETF.
The move positions CoinShares to target major institutional investors across Europe, including pension funds, insurers,… pic.twitter.com/6O6ptauhsG
— The Block (@TheBlockCo) July 21, 2026
Das erste Produkt ist der CoinShares Bitcoin Mining UCITS ETF. Der Fonds wurde am 16. Juli 2026 aufgelegt und wird unter dem Ticker MINE an der Deutschen Börse Xetra gehandelt. Er investiert nicht direkt in Bitcoin, sondern bildet den CoinShares Bitcoin Mining Index nach. Dieser enthält weltweit börsennotierte Unternehmen, die Bitcoin-Mining-Hardware betreiben und damit Transaktionen validieren sowie das Netzwerk absichern. Zu den größten Positionen gehören derzeit CleanSpark, MARA Holdings, IREN, Bitdeer, Hut 8 und Riot Platforms.
Die Auswahl erfolgt nicht ausschließlich nach Marktkapitalisierung. CoinShares bewertet die Unternehmen anhand von fünf Faktoren: Hashrate, Profitabilität, finanzielle Widerstandsfähigkeit, Energieeffizienz und Unternehmensführung. Dadurch soll ein qualitativ stärker gefiltertes Portfolio entstehen. Der physisch replizierende und in Irland domizilierte ETF besitzt eine jährliche Gesamtkostenquote von 0,65 Prozent und wird vierteljährlich neu gewichtet.
Für Anleger bietet das Produkt eine indirekte Möglichkeit, auf das Wachstum des Bitcoin-Ökosystems zu setzen. Mining-Aktien reagieren häufig überproportional auf Veränderungen des Bitcoin-Kurses. Zugleich entstehen zusätzliche Risiken durch Strompreise, steigende Mining-Schwierigkeit, neue Hardware, regulatorische Vorgaben und die regelmäßige Halbierung der Blockbelohnung. Der ETF ist daher kein Ersatz für ein direktes Bitcoin-Investment, sondern eine volatile Aktienwette auf die Infrastruktur hinter dem Netzwerk.
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Bitcoin-L2 als nächster Wachstumstreiber: Bitcoin Hyper zeigt relative Stärke
Während CoinShares mit regulierten Anlageprodukten institutionelles Kapital erschließen möchte, entstehen zugleich auf technologischer Ebene neue Wachstumsfelder rund um Bitcoin. Besonders Bitcoin-Layer-2-Lösungen könnten künftig eine wichtige Rolle spielen. Sie sollen die Sicherheit und Liquidität des Bitcoin-Netzwerks mit schnelleren Transaktionen, niedrigeren Gebühren und programmierbaren Anwendungen verbinden. Genau an diesem Punkt setzt Bitcoin Hyper an. Das Projekt entwickelt eine Layer-2-Infrastruktur, die Eigenschaften von Bitcoin und Solana miteinander kombinieren soll.
Bitcoin bildet dabei die sichere und etablierte Basis, während eine an Solana angelehnte Ausführungsumgebung für höhere Geschwindigkeit und bessere Skalierbarkeit sorgen soll. Nutzer sollen Bitcoin über eine dezentrale Canonical Bridge auf die zweite Netzwerkschicht übertragen können. Mithilfe von Zero-Knowledge-Proofs lassen sich Transaktionen und Zustandsänderungen anschließend überprüfen, bevor relevante Informationen auf der Bitcoin-Layer-1 verankert werden. Dadurch könnten Anwendungen entstehen, die auf dem ursprünglichen Bitcoin-Netzwerk aufgrund begrenzter Geschwindigkeit und fehlender Smart-Contract-Funktionalität bislang kaum umsetzbar sind.
Perspektivisch richtet sich Bitcoin Hyper damit auf Bereiche wie dezentrale Finanzanwendungen, Tokenisierung, Zahlungen, Staking und weitere Web3-Dienste aus. Bitcoin würde in diesem Modell nicht mehr ausschließlich als digitales Wertaufbewahrungsmittel dienen, sondern könnte produktiv innerhalb eines größeren Ökosystems eingesetzt werden. Ob die technische Umsetzung und die spätere Adoption gelingen, bleibt bei einem jungen Presale-Projekt allerdings offen.
Dennoch zeigt Bitcoin Hyper derzeit eine auffällige relative Stärke. Trotz des schwachen Marktumfelds wurden im Presale bereits rund 33 Millionen US-Dollar eingesammelt.
Dies deutet darauf hin, dass Anleger weiterhin gezielt nach neuen Bitcoin-Anwendungsfällen suchen. Zusätzliche Aufmerksamkeit erzeugt das Staking-Angebot, das aktuell eine variable Rendite von rund 36 Prozent APY ausweist. Das starke Presale-Momentum zeigt jedoch, dass Bitcoin-Layer-2-Lösungen auch während eines Bärenmarktes Kapital anziehen können.
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