Bitcoin steht Anfang Juni 2026 erneut unter Druck. Nach einem schwachen Wochenstart fällt der Kurs unter wichtige Unterstützungen und schürt neue Sorgen vor einer tieferen Korrektur. Während einige Analysten nun Kurse von 65.000 US-Dollar oder sogar darunter für möglich halten, sehen andere genau darin eine interessante Trading-Chance. Die kommenden Tage könnten deshalb entscheidend für die kurzfristige Richtung des Kryptomarkts werden.
Bitcoin ist im Jahr 2026 trotz des laufenden Bärenmarkts etablierter denn je. Institutionelle Investoren, ETFs und die zunehmende globale Adoption sorgen langfristig für Rückenwind. Kurzfristig zeigt sich jedoch ein völlig anderes Bild. Zum Wochenstart verliert Bitcoin rund 4 Prozent, fällt unter die Marke von 70.000 US-Dollar und gibt damit wichtige Unterstützungen auf.
Viele Altcoins stehen bereits massiv unter Druck, während das Marktumfeld von Unsicherheit und Angst geprägt bleibt. Nach dem jüngsten Rückfall mehren sich nun die Warnungen vor einer weiteren Abwärtswelle. Ein bekannter Analyst sieht aktuell deutliche Schwächesignale und hält sogar deutlich tiefere Kurse für möglich.
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Experte warnt: 65.000 US-Dollar könnten das nächste Ziel sein
Der bekannte Trader Ansem sieht die aktuelle Kursstruktur von Bitcoin ausgesprochen kritisch. Seiner Einschätzung nach befindet sich Bitcoin derzeit in einer Phase ungewöhnlicher Schwäche. Besonders auffällig sei, dass zahlreiche andere Krypto-Assets zuletzt neue Hochs markierten oder sich zumindest deutlich robuster entwickelten, während Bitcoin kontinuierlich an Boden verliert.
Aus charttechnischer Sicht ist vor allem der Verlust mehrerer wichtiger Unterstützungszonen problematisch. Bitcoin konnte die Region um 73.000 US-Dollar nicht zurückerobern und scheiterte mehrfach an entsprechenden Widerständen. Genau diese Marke bezeichnet Ansem als entscheidenden Bereich für eine mögliche Stabilisierung. Solange Bitcoin darunter notiert, bleibt das Risiko weiterer Verkäufe hoch.
65k & then 60k if bitcoin cant get back above ~73k imo
have never seen $BTC trade this weak while other crypto assets are in price discovery in ~9 years of being here pic.twitter.com/vEpK4GZgrt
— Ansem (@blknoiz06) June 1, 2026
Besonders kritisch ist zudem der Bruch der Mai-Tiefs. Diese Zone hatte zuvor als wichtige Unterstützung fungiert. Mit dem jüngsten Rücksetzer wurde dieser Bereich nun unterschritten. Dadurch entsteht aus Sicht vieler Trader ein klassisches Fortsetzungssignal innerhalb eines bestehenden Abwärtstrends.
Ansem sieht deshalb zunächst einen Rückgang auf rund 65.000 US-Dollar als realistisches Szenario. Sollte auch diese Unterstützung nicht halten, könnte anschließend sogar die Zone um 60.000 US-Dollar in den Fokus rücken. Auf seinem Chart verweist er dabei auf die April-Tiefs als nächste größere Unterstützungsregion.
Hinzu kommt die auffällige relative Schwäche gegenüber anderen Marktsegmenten. Während verschiedene Krypto-Projekte weiterhin in der Nähe ihrer Höchststände handeln oder sogar neue Rekorde markieren, bleibt Bitcoin klar unter Druck. Genau diese Divergenz wertet der Analyst als Warnsignal. Erst eine Rückkehr über die Region von 73.000 US-Dollar würde das aktuelle bärische Szenario deutlich entschärfen. Bis dahin spricht die Chartstruktur jedoch weiterhin für Vorsicht und die Möglichkeit eines erneuten Tests der Jahrestiefs.
Bitcoin-Rücksetzer als beste Chance in 2026?
Während viele Marktteilnehmer den jüngsten Bitcoin-Abverkauf als klares Warnsignal interpretieren, sieht Michaël van de Poppe darin vor allem eine potenzielle Trading-Chance. Der Analyst erwartet zunächst einen sogenannten „Liquidity Sweep“. Dabei fallen die Kurse noch einmal unter wichtige Tiefs, lösen zahlreiche Stop-Loss-Orders aus und spülen schwache Marktteilnehmer aus dem Markt. Genau solche Bewegungen sind an den Kryptomärkten häufig zu beobachten, bevor eine stärkere Gegenbewegung einsetzt.
Aus seiner Sicht wäre ein kurzfristiger Rückgang unter die aktuellen Tiefs deshalb nicht automatisch bärisch. Entscheidend sei vielmehr, ob Bitcoin anschließend die verlorene Unterstützungszone rasch zurückerobern kann. Gelingt ein solcher Reclaim, könnte dies ein attraktives Long-Setup für Daytrader liefern. Auf seinem Chart skizziert van de Poppe genau dieses Szenario: zunächst ein letzter Ausverkauf, anschließend eine Stabilisierung und danach eine Erholung in Richtung der Zone um 70.000 US-Dollar.
#Bitcoin is going for my main scenario for entries from a day-trading perspective.
A sweep of the lows and a reversal back upwards would be great to look for an entry when it flips the level back.
I don't think we'll continue to fall, so this remains my primary scenario to… pic.twitter.com/243QC4s3MR
— Michaël van de Poppe (@CryptoMichNL) June 1, 2026
Bemerkenswert ist zudem seine Einschätzung zum Gesamtmarkt. Trotz der Schwäche bei Bitcoin sieht er aktuell keinen klassischen flächendeckenden Bärenmarkt. Viele Altcoins zeigen weiterhin relative Stärke, einige befinden sich sogar in klaren Aufwärtstrends oder nahe wichtiger Ausbruchszonen. Dadurch lösen sich die Korrelationen innerhalb des Kryptomarktes zunehmend auf.
Für Trader bedeutet das: Die aktuelle Korrektur könnte kurzfristig zwar noch schmerzhaft werden, gleichzeitig entsteht dadurch aber möglicherweise genau die Gelegenheit, auf eine technische Gegenbewegung zu setzen. Voraussetzung bleibt allerdings, dass Bitcoin nach dem Ausspülen der Tiefs schnell wieder Stärke zeigt und wichtige Unterstützungen zurückerobert. Bis dahin bleibt das Risiko weiterer Volatilität hoch.
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