Führende Ethereum-L2 mit Mega-Upgrade: Was plant Base diese Woche?

On Mai 11, 2026 at 6:15 am UTC by · 4 Min. read

Eine der bekanntesten Ethereum-Layer-2 erwartet ein Mega-Upgrade. Doch was passiert bei der von Coinbase entwickelten L2 Base?

Ethereum-L2s bleiben für die Skalierung des Netzwerks zentral. Schon früh setzte Ethereum darauf, nicht jede Transaktion direkt auf der Hauptchain abzuwickeln, sondern Rechenlast und Nutzeraktivität auf Layer-2-Netzwerke auszulagern.

Base, die von Coinbase unterstützte L2, zählt dabei zu den wichtigsten Wachstumstreibern im Ethereum-Ökosystem. Nun steht mit Azul ein bedeutendes Upgrade bevor: Es soll Base sicherer, leistungsfähiger und entwicklerfreundlicher machen – und markiert zugleich den ersten großen unabhängigen Netzwerkschritt der L2.

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Base Azul: Erstes unabhängiges Upgrade soll Base schneller und sicherer machen

Base Azul soll am 13. Mai 2026 im Mainnet aktiviert werden und ist bereits auf dem Testnet live. Besonders wichtig: Es handelt sich laut Base um das erste unabhängige Netzwerk-Upgrade der Ethereum-L2. Damit zeigt Base, dass die Chain nach der Konsolidierung ihres eigenen technischen Stacks schneller eigenständige Protokollverbesserungen ausrollen kann. Das ist nicht nur ein technisches Detail, sondern auch ein Reifezeichen für eine der wichtigsten L2s im Ethereum-Ökosystem.

Kern des Upgrades sind drei Bereiche: Sicherheit, Performance und Developer Experience. Auf der Sicherheitsseite führt Azul ein Multiproof-System ein, das Trusted Execution Environment Proofs und Zero-Knowledge-Proofs kombiniert. Dadurch soll Base einen weiteren Schritt Richtung Stage-2-Dezentralisierung machen. Besonders relevant ist dies für die Vertrauensminimierung: Je mehr unabhängige Proof-Systeme eine L2 absichern, desto schwieriger wird es, das System über einen einzelnen Schwachpunkt zu kompromittieren.

Zudem können Auszahlungen Richtung Ethereum laut Berichten künftig im Idealfall deutlich schneller erfolgen, teils in nur rund einem Tag.

Auch bei der Performance setzt Azul an. Base verweist darauf, dass die Zahl leerer Blöcke in den vergangenen Monaten um rund 99 Prozent gesunken sei – von etwa 200 pro Tag auf rund zwei. Zudem habe das Netzwerk mehrfach Bursts von 5.000 Transaktionen pro Sekunde verarbeitet. Dafür konsolidiert Base den Client-Stack unter anderem rund um base-reth-node und base-consensus. Langfristig zahlt dies auf das Ziel ein, Base Richtung 1 Gigagas pro Sekunde zu skalieren.

Für Entwickler ist zudem die engere Ausrichtung an Ethereums Osaka-Spezifikation wichtig. Anwendungen auf Base sollen dadurch stabiler, kompatibler und einfacher weiterentwickelbar bleiben. Für Nutzer dürfte das Upgrade zunächst unspektakulär wirken, da keine aktive Handlung erforderlich ist.

Strategisch ist Azul jedoch bedeutsam: Base will nicht nur eine weitere Ethereum-L2 sein, sondern eine eigenständig optimierte Infrastruktur für Payments, DeFi, SocialFi und Onchain-Apps. Gerade weil Base bereits durch Coinbase-Vertrieb, hohe Entwickleraktivität und wachsende App-Nutzung profitiert, könnte ein erfolgreicher Azul-Rollout das Momentum der Chain weiter stärken.

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Base verliert Momentum – bleibt aber eine der größten Ethereum-L2s

Trotz wachsender Konkurrenz zählt Base weiterhin zu den wichtigsten Netzwerken im Ethereum-L2-Sektor. Daten von GrowThePie zeigen, dass Base aktuell noch immer rund ein Fünftel aller aktiven Adressen großer Smart-Contract-Chains stellt. Zuletzt lag Base bei mehr als 410.000 täglich aktiven Wallets und damit hinter Polygon PoS, Ethereum Mainnet und Celo, aber weiterhin klar vor vielen anderen L2s wie Arbitrum, Starknet oder Linea. Gleichzeitig zeigt sich jedoch auch: Im Jahresvergleich ist die Aktivität auf Base deutlich zurückgegangen. Die Zahl aktiver Adressen liegt laut den Daten rund 77 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das deutet darauf hin, dass der enorme Hype rund um den Start von Base zunächst abgeflaut ist.

Dennoch bleibt Base für Ethereum strategisch enorm relevant. Besonders stark ist das Netzwerk weiterhin bei Consumer-Apps, SocialFi und kleineren Retail-Anwendungen positioniert. Während viele andere L2s primär auf DeFi setzen, versucht Base gezielt neue Nutzergruppen über einfachere Anwendungen und Coinbase-Integration zu gewinnen. Zu den aktivsten Anwendungen zählen aktuell unter anderem Limitless Exchange im Finanzbereich, Blazing, IceCreamSwap sowie verschiedene Social- und Utility-Protokolle. Auch Chainlink gehört weiterhin zu den größten Infrastrukturprojekten innerhalb des Ökosystems.

Auffällig ist zudem die breite Aktivität kleinerer Anwendungen. Anders als bei Ethereum Mainnet oder Solana konzentriert sich die Nutzung auf Base nicht ausschließlich auf wenige dominante Protokolle. Vielmehr entsteht ein fragmentiertes App-Ökosystem mit zahlreichen kleineren Anwendungen, die teils starkes Wachstum bei aktiven Wallets zeigen.

Genau hier könnte das neue Azul-Upgrade wichtig werden: Base versucht die technische Grundlage zu verbessern, damit künftig mehr Apps mit höherem Durchsatz und niedrigeren Kosten betrieben werden können. Sollte sich der Kryptomarkt erneut dynamischer entwickeln, könnte Base damit weiterhin eine wichtige Rolle im Ethereum-L2-Wettbewerb spielen.

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