Krypto-Gesetz im US-Senat: Nächster Schritt für den CLARITY Act

On Apr. 8, 2026 at 3:19 pm UTC by · 2 Min. read

 Im US-Senat rückt das Krypto-Gesetz näher. Bill Hagerty erwartet im April den nächsten Ausschussschritt für den CLARITY Act.

Im US-Senat kommt wieder Bewegung in die Krypto-Regulierung. Senator Bill Hagerty sieht für April den nächsten Anlauf im Bankenausschuss – doch der politische Widerstand ist noch nicht ausgeräumt.

April wird zur Nagelprobe

Hagerty sagte laut einem Bericht von Cointelegraph am 6. April 2026 auf dem Digital Assets and Emerging Tech Policy Summit an der Vanderbilt University, republikanische Senatoren wollten den Entwurf ab kommender Woche durch den Bankenausschuss bewegen und möglichst noch im April aus dem Gremium bringen. Dass dieses Treffen tatsächlich stattfand, belegen sowohl die Vanderbilt Law School als auch die SEC, deren Vorsitzender Paul Atkins dort ebenfalls auftrat.

Für Anleger ist das deshalb relevant, weil die Regulierung in den USA bislang zwischen SEC, CFTC und Gerichten zersplittert ist. Genau hier setzt der CLARITY Act an: Er soll Zuständigkeiten klarer trennen, Offenlegungspflichten definieren und digitale Rohstoffe stärker unter die Aufsicht der CFTC bringen.

Wer die Debatte vertiefen will, findet bei Coinspeaker bereits den passenden Hintergrund in Krypto-Regeln vor Schub: Beim CLARITY Act wird es jetzt ernst.

Der Weg ins Plenum bleibt heikel

Ganz so geradlinig, wie es der neue Zeitplan klingt, ist der Prozess allerdings nicht. Hintergrund: Bereits am 9. Januar 2026 hatte Banking-Chef Tim Scott ein Markup für den 15. Januar angekündigt. Nur fünf Tage später wurde dieser Schritt wieder verschoben, weil die Verhandlungen weiterliefen. Parallel dazu brachte der Senatsausschuss für Landwirtschaft seine eigene Vorlage am 29. Januar zwar voran, jedoch nur entlang der Parteilinien. Damit war klar: Ohne zusätzliche demokratische Stimmen wird das Gesetz im Senat nicht durchs Ziel kommen. Reuters berichtete Ende Januar, dass dafür mindestens sieben Demokraten nötig wären.

Der Knackpunkt bleibt die Frage, wie weit Stablecoin-Vergütungen und andere Anreize für Nutzer gehen dürfen. Die Banken fürchten Abflüsse klassischer Einlagen, die Kryptobranche hält Belohnungsmodelle dagegen für wettbewerbsentscheidend. Das erklärt, warum selbst ein neuer Ausschussschritt noch keine sichere Verabschiedung bedeutet.

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