Krypto-Schock: Grayscale erwartet Scheitern von Clarity Act

Updated on Aug. 9, 2026 at 8:46 a.m. UTC by · 5 Min. read

Der CLARITY Act soll eines der zentralen Probleme des US-Kryptomarkts lösen: die bis heute fragmentierte Regulierung digitaler Vermögenswerte. Das Gesetz soll insbesondere klarer festlegen, wann ein Krypto-Asset als Wertpapier oder als Commodity einzustufen ist und welche Zuständigkeiten damit bei SEC und CFTC liegen. Für Börsen, Token-Projekte und andere Marktteilnehmer würde dadurch ein umfassenderer bundesweiter Rechtsrahmen […]

Der CLARITY Act soll eines der zentralen Probleme des US-Kryptomarkts lösen: die bis heute fragmentierte Regulierung digitaler Vermögenswerte. Das Gesetz soll insbesondere klarer festlegen, wann ein Krypto-Asset als Wertpapier oder als Commodity einzustufen ist und welche Zuständigkeiten damit bei SEC und CFTC liegen.

Für Börsen, Token-Projekte und andere Marktteilnehmer würde dadurch ein umfassenderer bundesweiter Rechtsrahmen entstehen. Genau dieser fehlt der Branche bislang. Doch obwohl der Entwurf bereits weit im Gesetzgebungsverfahren vorangekommen ist, zieht sich der politische Prozess immer weiter hin. Streitpunkte reichen von Stablecoin-Regeln über Bankeninteressen bis zu Ethikvorschriften für Regierungsvertreter. Nach einer weiteren Verzögerung vor der Sommerpause soll nun im September der nächste entscheidende Anlauf erfolgen.

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CLARITY Act: Abstimmung im September soll endlich kommen

Kurz vor Beginn der Sommerpause hat der republikanische Mehrheitsführer im Senat, John Thune, zumindest den formalen nächsten Schritt eingeleitet. Thune reichte eine sogenannte Cloture Motion für den Antrag ein, die Beratung von H.R. 3633 – dem Digital Asset Market Clarity Act – aufzunehmen. Damit kann der Senat versuchen, die Debatte zu begrenzen und das Gesetz tatsächlich auf die Tagesordnung zu bringen. Der offizielle Senatsbericht bestätigt diesen Schritt.

Nach der derzeitigen Planung soll der nächste wichtige Verfahrensschritt nach der Rückkehr des Senats aus der Sommerpause erfolgen. Für den 15. September ist eine Abstimmung vorgesehen. Damit wäre der CLARITY Act erstmals wieder konkret auf dem Floor-Kalender verankert.

Entschieden ist damit allerdings noch nichts. Für das Überwinden einer möglichen Blockade werden 60 Stimmen benötigt. Selbst bei geschlossener Unterstützung der republikanischen Senatoren braucht die Führung deshalb zusätzliche Stimmen aus dem demokratischen Lager beziehungsweise von Unabhängigen. Genau hier liegt weiterhin eines der größten Risiken. Neben regulatorischen Details sorgen vor allem Bankeninteressen und mögliche Ethikregeln rund um Krypto-Aktivitäten von Regierungsvertretern für politischen Streit.

Der September-Termin ist somit ein wichtiger Fortschritt – aber noch lange keine Garantie für die Verabschiedung des Gesetzes.

Grayscale zweifelt an 2026 – Brian Armstrong erhöht den Druck

Deutlich skeptischer fällt mittlerweile die Einschätzung von Grayscale Head of Research Zach Pandl aus. Zwar hält Pandl eine politische Einigung theoretisch weiterhin für möglich. Der immer enger werdende Kalender des Senats und die Dynamik eines Wahljahres würden die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Verabschiedung 2026 jedoch deutlich reduzieren. Grayscale spricht deshalb mittlerweile davon, dass ein erfolgreicher Abschluss in diesem Jahr eher unwahrscheinlich erscheint.

Pandl sieht darin allerdings keinen unmittelbaren Schock für den Kryptomarkt. Bitcoin würde seine Funktion als digitales Wertaufbewahrungsmittel nicht plötzlich verlieren, große Blockchains könnten weiterhin operieren und auch Stablecoin-Zahlungen dürften sich weiterentwickeln. Schließlich sei die Branche über viele Jahre auch ohne einen umfassenden US-Marktstrukturrahmen gewachsen.

Problematischer wären die langfristigen Folgen. Ohne einheitliche Regeln könnten neue Investitionen und Kapitalbildung in den USA gebremst werden. Besonders Bereiche wie tokenisierte Wertpapiere oder neue digitale Finanzinfrastrukturen benötigen verlässlichere regulatorische Rahmenbedingungen. Grayscale hält es deshalb für möglich, dass Entwickler und Unternehmen verstärkt in andere Jurisdiktionen ausweichen. Gleichzeitig dürften SEC und andere Behörden versuchen, bestehende Lücken über einzelne Regeln und Leitlinien zu schließen.

Auch Coinbase-CEO Brian Armstrong reagierte enttäuscht auf die neuerliche Verzögerung. Er begrüßte zwar Thunes Zusage, das Gesetz im September wieder aufzunehmen, fordert vom Kongress jedoch weiterhin einen klaren bundesweiten Marktstrukturrahmen. Armstrong argumentiert, dass regulatorische Klarheit zusätzliche Investitionen, Innovationen und Arbeitsplätze in den USA ermöglichen und zugleich einen besseren Verbraucherschutz schaffen könne.

Trotz der Verzögerung sieht er die technologische Entwicklung nicht gestoppt: Stablecoins, tokenisierte reale Vermögenswerte und Perpetual Futures würden unabhängig vom politischen Kalender weiter wachsen. Sein Appell an den Senat ist deshalb eindeutig: Der Prozess soll im September endlich abgeschlossen werden.

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Bitcoin-L2 mit relativer Stärke: Bitcoin Hyper trotzt dem schwachen Markt

Während der breite Kryptomarkt weiterhin unter dem Bärenmarkt leidet, rücken Projekte mit relativer Stärkezunehmend in den Fokus. Ein Beispiel dafür ist Bitcoin Hyper (HYPER). Das Projekt positioniert sich als Bitcoin-Layer-2 und will eine der größten Schwächen des Bitcoin-Netzwerks adressieren: Bitcoin ist zwar äußerst sicher und liquide, eignet sich in seiner heutigen Form jedoch nur eingeschränkt für schnelle und komplexe Onchain-Anwendungen. Bitcoin Hyper möchte genau hier ansetzen und Bitcoin um eine leistungsfähigere Ausführungsebene erweitern.

Das Konzept verbindet dafür Eigenschaften von Bitcoin und Solana. Bitcoin soll als Basis für Sicherheit und Liquidität dienen, während eine auf Solana-Technologie ausgerichtete Ausführungsumgebung schnelle und kostengünstige Transaktionen ermöglichen soll. Über eine Zero-Knowledge-basierte Bridge sollen BTC zwischen Bitcoin-L1 und der Layer-2-Infrastruktur bewegt werden können. Damit könnten perspektivisch Anwendungen aus Bereichen wie DeFi, Trading oder Payments stärker mit Bitcoin verknüpft werden, ohne sämtliche Aktivitäten direkt auf der vergleichsweise langsamen Hauptchain abzuwickeln.

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Auffällig ist insbesondere das bisherige Momentum im Presale. Trotz des angeschlagenen Gesamtmarkts wurden nach Angaben des Projekts bereits rund 33 Millionen US-Dollar eingesammelt. Eine solche Nachfrage während eines Bärenmarkts kann als Zeichen relativer Stärke interpretiert werden, wenngleich ein erfolgreicher Presale natürlich keine Garantie für eine spätere Kursentwicklung darstellt.

Zusätzlich können HYPER-Token bereits im Presale gestakt werden. Die ausgewiesene Staking-Rendite liegt derzeit bei rund 36 Prozent APY.

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