Pi Network bleibt trotz schwacher Kursentwicklung ein bekanntes Krypto-Projekt. Technische Upgrades und der US-Start sorgen nun wieder für Aufmerksamkeit. Zugleich rücken neue Bitcoin-L2-Projekte als nächstes Narrativ stärker in den Fokus.
Pi Network zählt seit Jahren zu den bekanntesten Krypto-Projekten unter Privatanlegern. Der Grund: Nutzer konnten PI über eine Smartphone-App „minen“, ohne teure Hardware oder hohen Energieverbrauch. Gestartet wurde das Projekt 2019 mit dem Ziel, Kryptowährungen massentauglicher zu machen und eine breite Community aufzubauen.
Im Mittelpunkt stand damit nicht Spekulation allein, sondern ein einfach zugängliches Netzwerk, das später Zahlungen, Apps und reale Nutzung ermöglichen soll. Genau diese niedrige Einstiegshürde machte Pi lange populär. Gleichzeitig blieb das Projekt umstritten, weil der echte Nutzen, die Tokenomics und die Marktreife erst mit Mainnet, Listings und Ökosystem-Ausbau belastbarer werden.
Nun rücken zwei neue Entwicklungen in den Fokus: ein großes technisches Upgrade und der Zugang zum US-Markt.
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Pi Network: v23-Upgrade soll technische Basis stärken
Aktuell steht beim Pi Network das Protocol-v23-Upgrade im Mittelpunkt. Nach Angaben des Pi Core Teams haben die meisten großen Mainnet-Node-Betreiber inzwischen auf v23 aktualisiert; der vollständige Wechsel des Protokolls soll zeitnah folgen. Das ist mehr als ein gewöhnliches Software-Update. Laut aktuellen Berichten umfasst die Migration gleich mehrere zentrale Komponenten: den Wechsel von Protocol 22 auf 23, ein Update von Ubuntu 20 auf Ubuntu 24 sowie die Umstellung von PostgreSQL 12 auf PostgreSQL 16.
Big kudos to Mainnet Node operators for upgrading to v23.
Most major Nodes have now been upgraded, and the protocol is expected to move to v23 soon.
This was one of the most challenging upgrades to date, as it involved multiple subsystem upgrades and optimizations that…
— Pi Network (@PiCoreTeam) May 20, 2026
Besonders anspruchsvoll war das Upgrade, weil interne Daten neu verarbeitet und mehrere Subsysteme gleichzeitig optimiert werden mussten. Für Pi ist das wichtig, weil die technische Infrastruktur stabiler, sicherer und leistungsfähiger werden soll. Moderne Betriebssystem- und Datenbankversionen verbessern nicht automatisch den Kurs, schaffen aber eine robustere Grundlage für Skalierung, Node-Betrieb und künftige Anwendungen. Einige Marktberichte verweisen zudem darauf, dass die Nähe zu Stellar-Core-v23-Funktionalitäten langfristig Smart-Contract- und dApp-Perspektiven unterstützen könnte.
Damit wird das Upgrade zu einem wichtigen Zwischenschritt: Pi muss beweisen, dass aus der großen Community auch ein belastbares Netzwerk mit echter Nutzung entsteht.
Pi Network startet in den USA: OKX schafft neuen Zugang
Zusätzlich sorgt eine zweite Nachricht für Aufmerksamkeit: OKX hat Pi erstmals für Millionen Nutzer in den USA verfügbar gemacht. Laut aktuellen Berichten kam die Bestätigung am 21. Mai direkt aus dem Umfeld des Pi Core Teams. Damit erhält das Projekt einen weiteren großen Zugangspunkt in einem der wichtigsten Kryptomärkte weltweit.
Für das Momentum kann das relevant sein. Mehr Verfügbarkeit bedeutet potenziell mehr Liquidität, mehr Sichtbarkeit und eine größere Nutzerbasis. Gerade bei Pi ist das wichtig, weil das Projekt stark von Community, Verbreitung und realer Nutzung lebt. OKX-Daten zeigen PI zuletzt bei rund 0,153 US-Dollar, mit einer Marktkapitalisierung von etwa 1,62 Milliarden US-Dollar.
Pi Network Expands Into US Market
Pi Network (@PiCoreTeam) says OKX (@okx) has made pi-network:native available to millions of users in the United States for the first time.
The move adds another major access point to the Pi ecosystem as the project pushes broader adoption.
Pi… pic.twitter.com/t98V2vKW6u
— BSCN (@BSCNews) May 21, 2026
Dennoch bleibt die Einordnung wichtig: Ein US-Zugang allein löst nicht alle offenen Fragen. Entscheidend wird, ob Pi neben Handelszugang auch mehr echte Anwendungen, Entwickleraktivität und nachhaltige Nachfrage aufbaut. Kurzfristig kann die OKX-Nachricht jedoch neues Interesse wecken – vor allem in Kombination mit dem v23-Upgrade, das die technische Basis des Netzwerks verbessern soll.
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Bitcoin-L2 als neues Narrativ? Darum rücken neue Projekte in den Fokus
Während etablierte Altcoins wie Pi Network weiter an ihrer Infrastruktur arbeiten, suchen viele Anleger bereits nach neuen Narrativen am Kryptomarkt. Genau hier rückt aktuell das Thema Bitcoin-L2 stärker in den Fokus. Die Idee dahinter: Bitcoin soll nicht mehr nur als Wertspeicher dienen, sondern zusätzliche Funktionen für Zahlungen, DeFi, Apps oder Smart Contracts erhalten. Sollte sich diese Entwicklung durchsetzen, könnte das langfristig sogar die Nachfrage nach nativen Bitcoins erhöhen, weil BTC stärker innerhalb neuer Anwendungen genutzt wird.
Ein Projekt, das in diesem Umfeld zuletzt besonders viel Aufmerksamkeit auf sich zog, ist Bitcoin Hyper. Das Konzept kombiniert Elemente aus dem Bitcoin-Ökosystem mit Technologien, die Anleger bislang eher von Solana kennen. Im Mittelpunkt steht eine Layer-2-Infrastruktur, die schnellere und günstigere Transaktionen ermöglichen soll. Gleichzeitig setzt das Projekt laut aktuellen Angaben auf eine zk-Proof-Bridge zwischen Layer 1 und Layer 2, wodurch Vermögenswerte effizient zwischen den Netzwerken übertragen werden können.
Spannend ist dabei vor allem die Positionierung: Bitcoin Hyper möchte die Sicherheit und Bekanntheit von Bitcoin mit der Geschwindigkeit moderner Smart-Contract-Netzwerke verbinden. Genau dieser Ansatz gehört aktuell zu den größeren Zukunftsthemen im Kryptomarkt. Denn viele Entwickler arbeiten daran, Bitcoin zusätzliche Anwendungsfälle zu geben, statt ausschließlich auf Ethereum oder Solana zu setzen.
Auch am Markt zeigt sich zuletzt relative Stärke. Trotz des schwierigen Marktumfelds und anhaltender Schwäche vieler Altcoins konnte Bitcoin Hyper im laufenden Presale bereits rund 32,5 Millionen US-Dollar einsammeln. Das deutet auf weiterhin vorhandenes Interesse spekulativer Anleger hin. Zusätzlich wirbt das Projekt mit Staking-Renditen von bis zu 36 Prozent APY, was kurzfristig weiteres Kapital anziehen könnte.
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