Ripple-Showdown: SEC knickt ein – 125 Millionen US-Dollar Strafe bleiben trotzdem

Updated on Aug. 11, 2025 at 9:43 pm UTC by · 3 Min. read

Ripple und SEC beenden endlich den Rechtsstreit. 125 Millionen US-Dollar Strafe und Injunktion bleiben trotzdem. 15. August wird obsolet.

Das fünfjährige Gerichtsdrama zwischen der US-Börsenaufsicht SEC und Ripple ist vorbei. Beide Seiten haben ihre Berufungen zurückgezogen – die Strafe von 125 Mio. US-Dollar und die Unterlassungsverfügung gegen institutionelle XRP-Verkäufe bleiben bestehen. Der viel diskutierte 15. August als Frist verliert damit seine Bedeutung.

Alter Stichtag 15. August ist passé

Am 7./8. August haben die SEC und Ripple beim U.S. Court of Appeals for the Second Circuit übereinstimmend beantragt, ihre jeweiligen Berufungen fallen zu lassen – damit ist der Fall offiziell beendet.

Die Konsequenz ist klar: Die von Richterin Torres bestätigte Zivilstrafe von 125 Mio. US-Dollar bleibt ebenso bestehen wie die dauerhafte Unterlassungsverfügung gegen institutionelle XRP-Verkäufe.

In der Community galt der 15. August als wichtiger Stichtag, an dem beide Seiten dem Berufungsgericht einen gemeinsamen Statusbericht vorlegen sollten. Diese Frist war ein prozessualer Marker – keine Pflicht zur Berufungs-Rücknahme. Nach dem beiderseitigen Rückzug der Rechtsmittel hat sie faktisch keine Bedeutung mehr. Das größere Bild der US-Regulierung und warum die Behörde aktuell den Rahmen neu sortiert, beleuchtet Coinspeaker hier: „Crypto Sprint & Project Crypto: Amerikas großer Krypto-Plan“.

Der australische Anwalt Bill Morgan hatte diese Woche erneut darauf hingewiesen, dass es sich beim 15. August eher um einen Berichtstermin als um eine „Drop-Dead-Deadline“ handelt – seine Einschätzung, dass die Berufungen davor fallen könnten, hat sich nun bestätigt.

 

Ripple vs SEC: Wie es dazu kam

Der juristische Rahmen stammt aus dem richtungsweisenden Teilurteil von Juli 2023: Institutional Sales verstießen gegen das Wertpapiergesetz, Programmatic Sales (Börsenhandel) nicht. Auf dieser Basis verhängte Torres später eine Strafe von 125 Mio. US-Dollar und eine dauerhafte Injunktion für institutionelle Verkäufe. Einen im Frühjahr 2025 von beiden Seiten vorgeschlagenen Deal – Strafe auf 50 Mio. US-Dollar senken, Injunktion aufheben – lehnte die Richterin Ende Juni ab, weil keine “außergewöhnlichen Umstände“ vorlagen.

Nach dieser Abfuhr folgte nun der Befreiungsschlag: Beide Seiten legten die Berufungen nieder. Ripples Chefjurist Stuart Alderoty bezeichnete das in einem X-Post als “Ende” des Falls und Zeit, um “back to business” zu gehen.

 

Was das für XRP und die Branche bedeutet

Rechtlich bleibt der Status quo aus dem Torres-Urteil bestehen: Am Sekundärmarkt handelt es sich beim XRP-Handel nicht um ein Wertpapierangebot, während institutionelle Verkäufe von Ripple selbst weiter den strengen Vorgaben der Injunktion unterliegen. Für Unternehmen schafft das Rechtssicherheit – aber auch nicht jene Freibriefe, die sich manche erhofft hatten.

Kurzfristig hat der Markt die Einigung honoriert: Der XRP-Kurs zog in den Tagen nach der Berufungs-Rücknahme über 3,25 US-Dollar an und fiel seither wieder etwas ab auf zur Zeit des Schreibens 3,16 US-Dollar. Dass der Markt dennoch erleichtert reagiert hat, zeigte sich rund um die Entscheidung mit spürbarer Bewegung bei Altcoins; eine Einordnung findet sich hier: „Diese Entscheidung beflügelt den Krypto-Markt: XRP, ADA & Co. legen zweistellig zu“.

Für Ripple heißt das: operativ planen mit klaren Leitplanken – Wachstum ja, aber ohne institutionelle XRP-Verkäufe, die gegen die Injunktion verstoßen würden. Für die US-Regulierung ist das Verfahren ein Präzedenzfall, der Unterschiede zwischen Emittenten-Verkäufen und Börsenhandel schärft – eine Linie, die auch künftig Verfahren prägen dürfte. Lies hier unsere detaillierte Ripple-Prognose.

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