Ripple vs. SEC: Ende des jahrelangen Rechtsstreits?

On Juli 3, 2025 at 8:30 am UTC by · 4 Min. read

Ripple zieht den Cross-Appeal gegen die SEC zurück – jahrelanger Rechtsstreit steht vor Abschluss. Folgen für XRP-Kurs und Zukunftsaussichten.

Ripple vs SEC: Nach fast fünf Jahren im Clinch mit der US-Börsenaufsicht SEC lässt Ripple den Cross-Appeal fallen. Was bedeutet das für XRP? Was Anleger jetzt wissen müssen.

Ripple laesst Anklage gegen SEC fallen

Am 27. Juni kündigte CEO Brad Garlinghouse auf X an, dass Ripple den Cross-Appeal im jahrelangen Verfahren gegen die US-Börsenaufsicht SEC endgültig zurückziehe, um “das Kapitel endgültig zu schließen und ein Internet of Value zu bauen” und ergänzte, dass wohl auch die SEC die Anklage voraussichtlich Berufung einstellen würde. Erst dann wäre das Urteil endgültig und rechtlich bindend.

Ripple vs SEC: Hintergrund des Verfahrens

Im Dezember 2020 reichte die SEC Klage gegen Ripple ein und beanstandete unregistrierte Verkäufe von XRP im Umfang von 1,3 Milliarden US-Dollar. Richterin Torres entschied Anfang 2023, dass öffentliche XRP-Verkäufe kein Wertpapiergeschäft darstellen, sehr wohl aber jene an institutionelle Investoren (728 Mio. US-Dollar) gegen Bundesrecht verstoßen. Deshalb verhängte sie eine Unterlassungsverfügung und eine Geldstrafe von 125 Mio. US-Dollar. Sowohl Ripple als auch die SEC legten Berufung ein.

Im Mai 2025 einigten sich beide Seiten darauf, die Strafe auf 50 Mio. US-Dollar zu reduzieren und die Unterlassungsverfügung zu kippen. Torres wies den Vorschlag jedoch zurück mit der Begründung, er sei „rechtlich fehlerhaft“ und „nicht im öffentlichen Interesse“, da er die wichtigste Kontrollinstanz gegen Gesetzesverstöße aushöhle.

Ausblick: Was jetzt auf Ripple zukommt

Mit dem Rückzug aus dem Cross-Appeal stehen Ripple nun zwei Wege offen, wie Ripple’s Chief Legal Officer Stuart Alderoty auf X klarstellte: Verzichtet Ripple auf die verbliebene Berufung, wird das bereits 2023 gefällte Urteil rechts­kräftig – inklusive der 125 Mio. US-Dollar-Strafe und der dauerhaften Unterlassungs­verfügung für institutionelle XRP-Verkäufe. Das verschafft Planungssicherheit, zugleich bleibt aber die Beschränkung im Handel bestehen.

Entscheidet sich Ripple, die Appeal-Instanz doch bis zum Schluss auszuschöpfen, zögern sich Prozessdauer und -kosten hinaus. Zugleich bliebe die Hoffnung lebendig, die Unterlassungsverfügung doch noch aufheben zu können.

Beide Optionen bergen Chancen und Risiken: Ein kompletter Rückzug sichert den Rechtsfrieden, zwingt Ripple aber, die 2023 festgelegten Handelsbeschränkungen hinzunehmen. Eine Fortführung der Berufung könnte den Weg für uneingeschränkte institutionelle Verkäufe ebnen – jedoch um den Preis weiterer Monate im Gerichtssaal.

Sofortige Marktreaktion

Kurz vor der Ankündigung entfachte bereits eine alte Ripple-Legende durch Rückkehr nach 14 Jahren Funkstille einen kleinen XRP-Hype, Coinspeaker berichtete. Unmittelbar nach der Ankündigung von Ripple CEO stieg der XRP-Kurs noch weiter an, aktuell notiert der Kurs bei 2,28 US-Dollar. Das Ende des Rechtsstreits wird demnach als positives Zeichen gewertet. Die kurzfristige Volatilität nahm ab und auch On-Chain-Aktivitäten zeigten an diesem Wochenende eine gesteigerte Netzwerkaktivität.

Wohin geht der XRP-Kurs als nächstes?

Bekannter Krypto-Analyst Crypto Beast geht auf X davon aus, dass man mit XRP buchstäblich ”Geld drucken“ könne. In seinem Original-Post nennt er ein Kursziel von mindestens 8 US-Dollar als Basis für seine bullishe Prognose. Diese Einschätzung fußt ganz klar auf der anstehenden finalen Entscheidung im Rechtsstreit mit der SEC und einer technischen Breakout-Formation, die seiner Meinung nach bald ausgelöst wird. Eine detaillierte XRP-Kursprognose bis 2030 findest du hier.

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