XRP Asia verbindet Trainings, Hackathons und Startup-Hilfe, um den XRPL in Asien zu fördern – konkrete Nutzungszahlen gibt es bislang nicht.
XRP Asia ist mit Unterstützung von Ripple und der XRP Ledger Foundation gestartet. Die in Singapur ansässige Organisation soll Entwickler, Startups und regionale Communities zusammenbringen, um die Nutzung des XRP Ledger (XRPL) in Asien-Pazifik auszubauen, wie Bitcoin.com am Samstag, 3. Oktober, berichtete.
Im Zentrum steht nicht nur die technische Entwicklung auf dem Ledger, sondern auch der Weg von der Idee zur Anwendung im Markt. Dafür kombiniert XRP Asia Bildungsangebote, praktische Unterstützung und Kontakte zu Partnern sowie Förderprogrammen.
Aufbau auf bestehenden XRPL-Strukturen in der Region
Die Initiative will an XRPL Korea und XRPL Japan anknüpfen und zugleich Communities in weiteren asiatischen Städten etablieren. XRP Asia begründet den regionalen Fokus mit wichtigen Märkten für digitale Vermögenswerte und bestehenden Zentren für Entwickler und Builder.
Die Meldung verweist auf eine bedeutende Entwicklerbasis und eine wachsende institutionelle Adoption in der Region, nennt dafür jedoch keine konkreten Zahlen. Auch der Singapur-Bezug ist für die XRPL-Nutzung relevant: Der Markt ermöglicht etwa XRP-Ledger-Transfers bei Gemini in Singapur.
Die neue Organisation reiht sich in bestehende Förderstrukturen ein. Der im Juni 2024 eingeführte Japan and Korea Fund entstand im Rahmen von Ripples übergreifender Zusage von einer Milliarde XRP für die Entwicklerförderung; laut der Meldung umfasst er Grants, Startup-Investitionen, Unternehmenspartnerschaften und Community-Aktivitäten.
Training und Startup-Hilfe sollen Anwendungen voranbringen
Die Entwicklerförderung soll skalierbare Lernmaterialien mit praktischer Anwendungsentwicklung und technischer Unterstützung verbinden. Geplant sind Hackathons, anschließende Sprechstunden und sogenannte Ship-it Clinics, also Entwicklungssitzungen, die auf die Zeitzonen in Asien-Pazifik abgestimmt werden.
Ein neues SI Partnership Program richtet sich zudem an Systemintegratoren und Softwareentwicklungsfirmen. Systemintegratoren verbinden unterschiedliche Technologien zu funktionierenden Lösungen; ihre Einbindung soll Teams helfen, XRPL-Anwendungen in bestehende Systeme einzupassen.
Auch Startups sollen über die reine Technik hinaus Unterstützung erhalten. XRP Asia will Gründer mit Infrastruktur-Anbietern und potenziellen Partnern verbinden sowie Zugänge zu Grants und Inkubatorprogrammen vermitteln; gemeinsame Veranstaltungen und die Vorstellung von Gründer-Geschichten sollen die regionale Vernetzung ergänzen.
Solche Angebote knüpfen an frühere Aktivitäten in Japan an. Ripple kooperierte 2024 mit Hashkey DX und SBI Ripple Asia, um XRPL-basierte Lösungen für Supply-Chain-Finanzierung einzuführen. Im Juni 2025 bot Ripple gemeinsam mit Web3 Salon japanischen XRPL-Startups für den folgenden Zeitraum bis zu 200.000 US-Dollar je Projekt sowie Mentoring und Zugang zu Investoren an. Auch die praktische Nutzung von XRPL-Zahlungen ist ein relevanter Maßstab für die weitere Einordnung.
Der Launch ist noch kein Nutzungsnachweis
Die angekündigten Programme zeigen, wie XRP Asia die regionale Adoption fördern will, belegen aber noch keine tatsächliche Zunahme der Nutzung. Die Meldung nennt weder Teilnehmerzahlen noch konkrete Anwendungen, die bereits gestartet wurden, oder realisiertes Transaktionsvolumen.
Entscheidend wird daher die Umsetzung: ob Trainings und technische Hilfe Teams tatsächlich bis zum Produktstart bringen und ob Startup-Verbindungen zu dauerhaft genutzten Anwendungen führen. XRP Asia will weitere Communities aufbauen und seine regionalen Programme fortführen; aus dem Launch allein lässt sich jedoch nicht ableiten, ob der XRPL zur bevorzugten Blockchain für Builder in der Region wird.
Risikohinweis: Kryptowährungen sind pseudonym, nicht anonym. Je nach Nutzung und Dienst können KYC-Pflichten gelten. Die Nutzung des XRPL belegt für sich genommen keine Anlageperspektive für XRP.
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