Das Batch V1.1 Upgrade für den XRP Ledger steht kurz vor der 80%-Hürde. Erfahren Sie alles über die neuen Funktionen und Sicherheitsaspekte von Ripple.
Nach den heutigen Ripple-Nachrichten hat das Batch V1.1-Amendment des XRP Ledgers die Unterstützung von 27 der 35 vertrauenswürdigen Validatoren des Netzwerks erhalten, was etwa 77 % entspricht. Damit fehlt dem Upgrade nur noch eine einzige Validator-Stimme, um den Schwellenwert von 80 % zu erreichen, den der XRPL benötigt, um einen 14-tägigen Aktivierungs-Countdown zu starten.
Batch V1.1 würde es Nutzern ermöglichen, bis zu acht verknüpfte Transaktionen in einer einzigen atomaren Transaktionsoperation zu bündeln – eine Änderung, die für jeden relevant ist, der die Zahlungsaktivität auf dem XRPL verfolgt.
Dabei handelt es sich nicht einfach nur um einen Stimmenzähler, der sich einer Zahl nähert. Das Erreichen von 28 Stimmen würde lediglich die Countdown-Uhr in Gang setzen, nicht aber das Feature sofort freischalten. Die Unterstützung muss über die vollen zwei Wochen stabil bei über 80 % bleiben. Da Validatoren ihre Stimme während dieses Fensters jederzeit ändern können, ist der aktuelle Stand eher ein Auslöser als ein bestätigtes Ergebnis.
XRPL Upgrade News: Was das Validator-Votum tatsächlich bewirkt
Der Mechanismus funktioniert wie folgt: Sobald 80 % der 35 vertrauenswürdigen Validatoren Batch V1.1 unterstützen, tritt das Amendment in seine 14-tägige Mehrheitsphase ein. Bleibt die Unterstützung stabil, wird die Änderung aktiviert; fällt sie vor Ablauf des Fensters unter den Schwellenwert, wird der Countdown zurückgesetzt. Das Amendment ist noch nicht im Hauptnetzwerk live, obwohl es in xrpld 3.3.0 ausgeliefert wurde und derzeit zur Abstimmung durch die Validatoren bereitsteht.
In der Praxis würde Batch V1.1 erlauben, bis zu acht Transaktionen als ein Bündel auszuführen: Entweder alle sind erfolgreich oder alle schlagen fehl. Ein Token-Swap zwischen zwei Parteien könnte so sicherstellen, dass beide Übertragungen gemeinsam abgeschlossen werden, anstatt eine Seite einem Risiko auszusetzen. Wallets und Marktplätze könnten in ähnlicher Weise eine Kundenzahlung mit einer Plattformgebühr in einem einzigen Vorgang koppeln – ein Detail, das in der Ripple-Berichterstattung der letzten Wochen zunehmend Aufmerksamkeit erregt hat.
The Batch V1.1 amendment shipped in xrpld 3.3.0 and is now up for voting.
— Mayukha Vadari (@msvadari) September 14, 2026
After the v1.0 signature bug was caught in February (pre-Mainnet, no funds at risk), we rebuilt it: root-cause fix, 4 senior reviewers, a Sherlock attackathon, and audits from Halborn and Common Prefix. We…
RippleX gab an, dass kommerzielle Projekte rund um das Batch-Feature bereits unter Vertrag stehen oder sich in der Entwicklung befinden, nannte jedoch bisher keine Namen der beteiligten Unternehmen.
Ripple News: Das Sicherheits-Rewrite hinter Batch V1.1
Basierend auf den heutigen Ripple-News ersetzt die aktuelle Version einen früheren Batch-Vorschlag, der das Mainnet nie erreichte. Forscher hatten zuvor eine Schwachstelle entdeckt, die es einem Angreifer unter bestimmten Bedingungen hätte ermöglichen können, Transaktionen eines anderen Kontos ohne Genehmigung einzuschließen. Da diese Version vor der Aktivierung zurückgezogen wurde, waren laut dem XRPL-Vulnerability-Disclosure-Bericht niemals Gelder in Gefahr. Die Entwickler ersetzten den Code in der Software-Veröffentlichung 3.3.0 des XRP Ledger vom 6. August.
RippleX detaillierte die anschließende Überprüfung in einem technischen Bericht auf dev.to. Dieser beschrieb Kontrollen durch vier leitende Ingenieure, Audits von Halborn und Common Prefix, einen öffentlichen Sherlock-Sicherheitswettbewerb sowie automatisierte Tests.
Dieser Prozess deckte 11 zusätzliche Probleme auf, die Signaturen, Autorisierungsprüfungen und Fehler betrafen, die Server zum Absturz bringen könnten. Eines dieser Probleme wurde von Common Prefix als kritisch eingestuft, da es einem Angreifer hätte ermöglichen können, eine signierte Erlaubnis wiederzuverwenden, um mehr Transaktionen als beabsichtigt auszuführen.
Branchenweite Auswirkungen: Zahlungsinfrastruktur wartet auf das Votum
Sollte Batch V1.1 die Hürde nehmen und 14 Tage lang Bestand haben, erhielte der XRPL ein natives Werkzeug zur Koordination mehrstufiger Zahlungsströme, ohne auf Smart-Contract-Logik angewiesen zu sein. Dies ist besonders relevant für Settlement-Anwendungsfälle wie agentenbasierte Transaktionsschienen und Stablecoin-Aktivitäten im Zusammenhang mit dem RLUSD-Abwicklungsvolumen.
Die Behauptung von RippleX über vertraglich gebundene kommerzielle Projekte bleibt gegenüber namentlich genannten Partnern bislang unbestätigt. Auch breitere Prognosen darüber, wie Batch die Wettbewerbsposition des XRPL gegenüber Smart-Contract-Chains verändern wird, sind zum jetzigen Zeitpunkt rein spekulativ. Vorerst bleibt die konkrete Faktenlage eng gefasst: Ein Validator, eine Stimme und eine 14-Tage-Uhr, die noch nicht zu ticken begonnen hat.
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