Ein technischer Fehler ließ den Bitcoin-Preis auf Paradex auf null stürzen. Zahlreiche Liquidationen folgten, aber Nutzerfonds sind laut Börse sicher.
Wie ein Paukenschlag traf es die Krypto-Welt: In den frühen Morgenstunden des 19. Januar 2026 erlebte die dezentrale Perpetual-Exchange Paradex einen der spektakulärsten technischen Zwischenfälle ihrer Geschichte. Binnen Sekunden wurde der Kurs von Bitcoin auf der Plattform auf null Dollar gesetzt, was eine ebenso atemberaubende wie beängstigende Kettenreaktion auslöste. Unzählige Trader und Beobachter konnten ihren Augen kaum trauen, als Social-Media-Kanäle mit Screenshots und Aufzeichnungen der unglaublichen Preisanzeige überflutet wurden.
In kurzer Zeit entwickelte sich aus der Glitch ein beispielloser Sturm aus Liquidationen, Unsicherheit und technischer Notfallmaßnahmen. Wer wissen will, wie es dazu kam, was konkret geschah – und vor allem, was das für Nutzer und den Kryptomarkt bedeutet –, sollte jetzt weiterlesen.
Ein technischer Fehler und seine Ursache
Der vermeintliche Totalabsturz beim BTC-Preis auf Paradex war kein Marktereignis, sondern die Folge eines gravierenden technischen Fehlers: Während einer geplanten Datenbankmigration kam es zu einer fehlerhaften Datenübertragung, die sowohl den Preisfeed des Bitcoin-Perpetuals als auch die Anzeige auf Block Explorer, Bridge und API beeinflusste. Das Resultat: Die Plattform erkannte Bitcoin als wertlos – mit fatalen Konsequenzen für sämtliche aktivierten Stop-Loss- und Liquidationsmechanismen. Der Fehler wurde gegen 12:36 Uhr ET erstmals auf der offiziellen Statusseite von Paradex gemeldet, parallel dazu explodierten die Meldungen in sozialen Netzwerken. Es zeigte sich einmal mehr, wie verwundbar selbst hochmoderne Blockchains und dezentrale Exchanges gegenüber technischen Umstellungen sein können.
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Der Bitcoin Kursabsturz und die Liquidationslawine
Das wahre Ausmaß des Problems zeigte sich, als der Bitcoin-Kurs auf Paradex im Handumdrehen auf null fiel – ein Wert, der außerhalb der Vorstellungskraft selbst der risikofreudigsten Spekulanten liegt. Für Nutzer mit offenen Hebelpositionen bedeutete dies den sofortigen Totalverlust ihrer Sicherheiten, weil automatisierte Liquidationsprozesse einsetzten. Dies löste eine noch nie dagewesene Kaskade aus: In wenigen Minuten wurden auf Paradex Positionen liquidiert, die in der Summe ein bislang unbekanntes Volumen erreichten. Beobachter und Betroffene schilderten in Echtzeit, wie ihre Positionen vernichtet wurden, bevor die Betreiber überhaupt in den Prozess eingreifen konnten. Der Vertrauensschock gegenüber dezentralen Exchanges ist seitdem spürbar.
🩸🚨Okay, when I posted the screenshot, I thought it was a UI bug.
Then I saw on the computer that the price came back after going to $0.
Now there are thousands of liquidations.
This doesn't look good for @paradex ☠️ https://t.co/m4YbnfHkgN pic.twitter.com/QbKd3U432s
— Sniper ₿ (@sniiperrB) January 19, 2026
Roll-back als Notbremse für den Markt
Um die Auswirkungen des technischen Missgeschicks einzudämmen, griff Paradex zu einem drastischen Mittel: Die Blockchain wurde ab Block 1.604.710 auf den letzten als stabil erkannten Zustand zurückgesetzt. Damit wurden sämtliche Transaktionen und Positionen, die nach der fehlerhaften Datenbankwartung ausgelöst wurden, annulliert und rückgängig gemacht. Dieser „Rollback“ verdeutlicht, vor welch schwierigen Entscheidungen dezentrale Systeme im Ausnahmezustand stehen. Zwar wurde damit ein Großteil der gezwungenermaßen liquidierten Positionen gerettet, doch der Schritt eröffnet auch hitzige Debatten zur Unumkehrbarkeit und Glaubwürdigkeit von Blockchain-Transaktionen. Letztendlich teilte Paradex mit, dass alle Nutzerkonten in ihren Stand vor der Datenbankpflege versetzt wurden.
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Wie Paradex und die Bitcoin Community reagierten
Die Kommunikation zwischen Paradex und ihrer Nutzerschaft war in diesen Stunden entscheidend. Schon während der Analyse des Fehlers informierte das Team regelmäßig via Statusseite, Twitter und Discord über aktuelle Entwicklungen. Besonders transparent zeigte sich die Plattform, als sie nicht nur den Rollback-Antrag erläuterte, sondern auch detailreiche Diagnoseberichte nachreichte. In den frühen Morgenstunden wurden – zum Schutz der Community – alle offenen Orders zwangsweise storniert. Parallel bestätigte Paradex, dass die Einlagen aller Nutzer „SAFU“ (Safe And Full Userfunds) geblieben seien.
JUST IN: NYSE to enable 24/7 trading for U.S. stocks – Reuters
Bitcoin already open 24/7 ⏱️ 🟧 pic.twitter.com/1maQXplOkS
— Bitcoin Archive (@BitcoinArchive) January 19, 2026
Finanzielle Folgen für Nutzer und das Protokoll
Während die genauen Zahlen zu den durch die Preisanomalie ausgelösten Liquidationen noch immer unklar sind, zeigen Daten von DeFiLlama: Auf Paradex waren in den betroffenen Stunden gut 641 Millionen Dollar an offenen Positionen im Spiel, während sich das monatliche Handelsvolumen zuletzt auf stolze 37 Milliarden Dollar belief. In den Stunden nach der Panne summierten sich die Liquidationen aller großen Krypto-Börsen laut CoinGlass auf einen Tageswert von mehr als 875 Millionen Dollar – davon entfielen rund 234 Millionen allein auf Bitcoin-Kontrakte. Paradex selbst betonte zwar, dass sämtliche Konten rückabgewickelt und die Nutzerfonds gesichert seien, doch für viele Trader bleibt ein bitterer Nachgeschmack.
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Vertrauensbruch oder Beweis für Resilienz?
Die Katastrophe auf Paradex wirft zwangsläufig die Frage auf: Wie widerstandsfähig sind dezentrale Finanzprotokolle eigentlich? Einerseits beweist der schnelle Eingriff von Paradex beim Beheben des Fehlers und die Rückabwicklung aller missglückten Trades, dass auch eine junge Kette wie die auf Starknet basierende Paradex Chain in der Lage ist, ihre Nutzer zu schützen. Andererseits demonstriert der Vorfall die potenziellen Gefahren, zu denen menschliche Fehler und technische Störungen führen können, selbst wenn sie in sorgfältig geplante Wartungen eingebettet sind. Der Fall könnte langfristig das Vertrauen vieler Anleger sowohl in die dahinterliegende Technik als auch in das Prinzip der „Unveränderbarkeit“ von Blockchains auf die Probe stellen.
IF ALTSEASON GETS A SPARK, IT WON’T COME FROM HOPE.
Altseason doesn’t start on X.
It starts on the charts.Watch:
– BTC dominance rolling over
– ETH/BTC flipping upThat’s the spark.
Until then:
Patience beats prediction. pic.twitter.com/KInvUDJLji— Merlijn The Trader (@MerlijnTrader) January 19, 2026
Hintergründe zu Paradex und Starknet
Paradex ist eine auf dem Ethereum-Layer-2-Netzwerk Starknet aufbauende dezentrale Perpetuals-Börse, deren Ziel es ist, Nutzern einen schnellen und günstigen Handel mit hoher Liquidität und hohem Hebel bereitzustellen. Starknet selbst gilt als vielversprechende Lösung zur Skalierung des Ethereum-Netzwerks, indem es sogenannte Zero-Knowledge-Rollups nutzt. Die jüngsten Ereignisse zeigen jedoch, dass auch fortschrittlichste Technologien nicht frei von Risiko sind – insbesondere, wenn Datenbankmigrationen oder grundlegende Infrastrukturanpassungen vorgenommen werden. Trotz der Panne bleibt Paradex laut eigenen Angaben operativ und erholt sich schnell – doch das Vertrauen der Community benötigt womöglich länger, um wieder zu alter Stärke zu finden.
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Marktauswirkungen: BTC-Volatilität und Liquidationen im Fokus
Der Paradex-Crash fiel in eine ohnehin bewegte Marktphase: Bitcoin notierte noch wenige Stunden zuvor weit über 95.000 Dollar, ehe eine Abwärtsbewegung auf rund 92.300 Dollar auch andere Börsen erfasste. Weltweit wurden so immer mehr Positionen zwangsweise geschlossen, was insgesamt über 875 Millionen Dollar an Liquidationen täglich verursachte. Auch bei „normalen“ Schwankungen bleibt der Kryptomarkt für Anleger hochriskant – der Vorfall auf Paradex potenzierte dieses Risiko für betroffene Nutzer nochmals um Zehnerpotenzen. Die Preis- und Liquidationszahlen belegen, wie sehr technische Störungen bestehende Volatilität verstärken können und warum viele Investoren stets ein wachsames Auge auf ihre Positionen haben sollten.
🔸 MICHAEL SAYLOR:
"We're buying it to hold it 100 years. That $66K to $16K crash…That shook out the tourists. That shook out the non-believers. When Bitcoin was 16K, we were all ready to ride it to zero. And that's what you'll find with the Bitcoin maximalists." 💪 🔥 pic.twitter.com/DoWR3Lx76L
— Bitcoin Archive (@BitcoinArchive) January 19, 2026
Bitcoin Fazit: Alarmzeichen für die Kryptobranche – und Chancen für Verbesserungen
Der „Preissturz auf Null“ bei Paradex hat die Krypto-Community erschüttert und als Weckruf für bessere Prozesse und robustere Infrastruktur gedient. Der Fall zeigt: Gerade in der rasanten Welt der dezentralen Finanzen bedarf es klarer Notfallpläne – und einer offenen, ehrlichen Kommunikation mit der Nutzerbasis. Trotz der Rückabwicklung und der Zusagement, dass keine Nutzer Verluste erlitten haben, bleibt die Unsicherheit. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie die Branche und Paradex konkret auf die Lehren dieses Einzelfalls reagieren.
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