Boris Johnson attackiert Bitcoin: „Ponzi-System ohne inneren Wert“

März 14, 2026 by · 2 Min. read

Der britische Ex-Premierminister Boris Johnson hat mit einer scharfen Kolumne in der Daily Mail am 14. März 2026 eine hitzige Debatte im Finanzsektor ausgelöst. Johnson, bekannt für seine pointierten und oft kontroversen Meinungen, stufte die größte Kryptowährung der Welt als betrügerisches Schneeballsystem ein und stellte die wirtschaftliche Existenzberechtigung von digitalen Assets grundsätzlich infrage. Die Argumente […]

Der britische Ex-Premierminister Boris Johnson hat mit einer scharfen Kolumne in der Daily Mail am 14. März 2026 eine hitzige Debatte im Finanzsektor ausgelöst. Johnson, bekannt für seine pointierten und oft kontroversen Meinungen, stufte die größte Kryptowährung der Welt als betrügerisches Schneeballsystem ein und stellte die wirtschaftliche Existenzberechtigung von digitalen Assets grundsätzlich infrage.


Die Argumente von Boris Johnson: Fehlende staatliche Autorität

In seinem Artikel vergleicht Johnson Bitcoin mit historischen Währungen und Sammlerobjekten, um seine Skepsis zu untermauern:

  • Kein intrinsischer Wert: Während er Gold eine physische Bedeutung und sogar Pokémon-Karten einen Sammlerwert zuspricht, sieht er in Bitcoin lediglich „Zahlenfolgen auf Computern“.

  • Fehlende Rechenschaft: Die dezentrale Natur von Bitcoin ist für Johnson kein Vorteil, sondern ein Risiko. Er kritisiert, dass es keine zentrale Institution gibt, die im Krisenfall Verantwortung übernimmt oder zur Rechenschaft gezogen werden kann.

  • Das Denar-Argument: Johnson verweist auf den römischen Denar und argumentiert, dass die Stabilität von Geld historisch immer an staatliche Macht und Kontrolle gebunden war. Ohne diesen „Souverän“ sei Bitcoin zum Scheitern verurteilt, sobald keine neuen Käufer mehr nachrücken.


Heftige Gegenreaktion: „Rationalität vermisst“

Die Antwort prominenter Krypto-Vertreter fiel gewohnt direkt und fachlich fundiert aus. Insbesondere die Definition eines Ponzi-Systems (Schneeballsystems) stand dabei im Mittelpunkt der Richtigstellung:

  • Michael Saylor: Der MicroStrategy-Gründer wies darauf hin, dass ein Ponzi-Schema zwingend einen zentralen Betreiber benötigt, der Gelder veruntreut und Renditen fingiert. Bitcoin hingegen sei ein transparentes, Open-Source-basiertes Protokoll ohne zentralen „Mastermind“.

  • Mert Mumtaz (Helius CEO): Er bezeichnete Johnsons Ausführungen als „eines der dümmsten Dinge“, die er je gelesen habe, und warf dem Politiker vor, die technologischen und ökonomischen Grundlagen der Blockchain-Technologie nicht im Ansatz verstanden zu haben.


Marktreaktion: Bitcoin unbeeindruckt von politischer Rhetorik

Trotz der prominenten Kritik notiert Bitcoin weiterhin stabil im Bereich der 70.600-Dollar-Marke. Marktbeobachter werten Johnsons Aussagen eher als populistische Rhetorik, die wenig Einfluss auf die institutionelle Adaption hat, welche derzeit durch Spot-ETFs und die bevorstehende US-Gesetzgebung (CLARITY Act) vorangetrieben wird.

Interessanterweise fällt Johnsons Kritik in eine Zeit, in der das Vereinigte Königreich unter der aktuellen Regierung eigentlich bestrebt ist, sich als globaler „Krypto-Hub“ zu positionieren. Die Aussagen des Ex-Premiers verdeutlichen jedoch die tiefe Kluft, die in der britischen Politik hinsichtlich digitaler Innovationen weiterhin besteht.

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