Morgan Stanley Bitcoin Trust startet stärker als erwartet

On Apr. 9, 2026 at 7:55 p.m. UTC by · 2 Min. read

Der Bitcoin-ETF MSBT von Morgan Stanley startet mit rund 34 Millionen US-Dollar Handelsvolumen und 0,14 Prozent Gebühren stärker als gedacht.

Morgan Stanley erwischt mit dem Bitcoin-ETF MSBT einen überraschend starken Start. Das Handelsvolumen am ersten Tag liegt über der Erwartung von Bloomberg-Analyst Eric Balchunas.

Der erste Tag fällt besser aus als gedacht

Besonders bemerkenswert ist der Vergleich mit den Vorab-Schätzungen. Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas hatte auf X geschrieben, MSBT werde seine ursprüngliche Erwartung von 30 Millionen US-Dollar Tagesvolumen wohl übertreffen, nachdem der Fonds schon zur Halbzeit bei 27 Millionen US-Dollar stand. Genau das ist passiert.

Noch interessanter wird der Blick auf die Zuflüsse. Farside weist für den 8. April beim neuen MSBT 30,6 Millionen US-Dollar aus. Gleichzeitig lag die gesamte Kategorie der US-Spot-Bitcoin-ETFs an diesem Tag jedoch mit 93,9 Millionen US-Dollar im Minus. Heißt konkret: Morgan Stanley hat einen starken Einstand hingelegt, obwohl der Rest des Sektors gleichzeitig netto Kapital verloren hat. Das macht den Auftakt belastbarer, als es eine bloße Schlagzeile über Handelsvolumen vermuten lässt.

Wer den Vorlauf dazu nachlesen will, findet bei Coinspeaker bereits den passenden Beitrag: Morgan Stanley bringt eigenen Bitcoin-ETF an den Start.

Parallel dazu bleibt auch der Bitcoin-Kurs freundlich. Auf CoinGecko notiert BTC heute bei rund 71.962,72 US-Dollar.

Der eigentliche Hebel liegt im Vertrieb

Der größere Hebel von MSBT liegt ohnehin nicht nur im soliden Debüt, sondern in der Struktur dahinter. Morgan Stanley nennt für den Fonds offiziell eine Sponsor Fee von 0,14 Prozent und spricht selbst vom derzeit niedrigsten Bitcoin-ETP-Gebührensatz am Markt. Farside führt zum Vergleich für IBIT von BlackRock 0,25 Prozent und für den Bitcoin Mini Trust von Grayscale 0,15 Prozent auf. Dazu kommen die etablierten Partner: Coinbase Custody übernimmt die Verwahrung digitaler Assets, BNY fungiert unter anderem als Administrator und Transfer Agent.

Genau hier dürfte der eigentliche Wettbewerbsvorteil entstehen. Morgan Stanley wirbt auf der eigenen Karriereseite mit 16.000+ Financial Advisors. Im aktuellen Proxy beziffert der Konzern die gesamten Client Assets seiner Wealth- und Investment-Management-Sparten auf 9,3 Billionen US-Dollar. Nicht jeder dieser Dollar wird in Bitcoin fließen, natürlich nicht. Aber das Produkt sitzt nun direkt in einer Vertriebsmaschine, die kaum ein anderer ETF-Anbieter in dieser Form selbst mitbringt.

Für Leser, die statt des ETF-Mantels lieber den direkten Zugang zum Asset verstehen wollen, bietet sich Bitcoin kaufen 2026: Anleitung für Anfänger, beste Börsen & Gebühren Check an.

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