Dienstpause bei NEAR Intents nach Verlust von 3,8 Mio. Dollar

On Okt. 2, 2026 at 9:00 a.m. UTC by · 3 Min. read

Nach einem NEAR Intents Hack fehlen 3,8 Millionen US-Dollar. Ein 48-Stunden-Ultimatum steht, doch Rückzahlung und Identität bleiben unbestätigt.

NEAR Intents meldete den Verlust von 3,8 Millionen US-Dollar an Nutzergeldern und erklärte, den mutmaßlichen Verantwortlichen identifiziert zu haben. Der Angreifer soll die Gelder innerhalb von 48 Stunden im Rahmen einer verantwortungsvollen Offenlegung zurückgeben, wie Cointelegraph am 2. Oktober berichtete.

Eine unabhängige Bestätigung der Identität oder eine bereits erfolgte Rückzahlung liegt in der vorliegenden Berichterstattung nicht vor. Damit ist das Ultimatum zunächst ein Versuch, die Rückführung der Gelder zu erreichen – nicht der Nachweis, dass der Schaden bereits behoben wird.

Ein Fehler in der Omni-Schnittstelle führte zur Dienstpause

NEAR Intents pausierte seine Dienste am Donnerstag, dem 1. Oktober, nachdem ein Fehler in der Interaktion zwischen der Omni-Ein- und Auszahlungsinfrastruktur und dem Smart Contract von NEAR Intents festgestellt worden war. Eine vorläufige Untersuchung bezifferte den Verlust auf 3,8 Millionen US-Dollar an Nutzergeldern.

Die Plattform sagte zu, betroffene Nutzer vollständig zu entschädigen. Angaben dazu, wann die Dienste wieder verfügbar sein sollen oder wie die technische Störung im Detail ablief, enthält die Primärquelle nicht. Der Vorfall reiht sich in eine größere Debatte über Sicherheitsrisiken bei Cross-Chain-Diensten ein, bei denen mehrere Infrastrukturebenen zusammenspielen; auch verdächtige Cross-Chain-Geldflüsse nach einem Krypto-Hack zeigen, wie komplex die Nachverfolgung solcher Transaktionen sein kann.

Ultimatum und Geldfluss bestimmen den weiteren Verlauf

Alex Shevchenko, General Manager von NEAR Intents, veröffentlichte das Ultimatum am Freitag, dem 2. Oktober, auf X. Dabei nannte er drei Empfangsadressen für Bitcoin, BNB und Solana. Nach Darstellung des Protokolls endet das Zeitfenster nach 48 Stunden; ob der mutmaßliche Angreifer auf die Aufforderung reagiert, ist bislang offen.

Der Blockchain-Ermittler ZachXBT erklärte laut Cointelegraph, die Gelder seien zunächst an die Kryptobörse KuCoin transferiert und anschließend zu Bitcoin überbrückt worden. Diese Spur ist nicht mit einer erfolgreichen Wiederherstellung gleichzusetzen: Die Primärquelle bestätigt weder eine Rückgabe noch, dass die betroffenen Nutzer bereits entschädigt wurden. Bei früheren Vorfällen verliefen Rückzahlungen unterschiedlich, wie die Wiederherstellung von Geldern nach einem Exploit veranschaulicht.

Identifizierung ist noch kein Beweis für eine Rückholung

Die Behauptung, den Verantwortlichen identifiziert zu haben, stammt von NEAR Intents; eine unabhängige Bestätigung der Person nennt die Quelle nicht. Auch der von ZachXBT beschriebene Weg über KuCoin und eine Bitcoin-Bridge belegt für sich genommen nicht, dass die Mittel zurückgeholt werden können.

Für Nutzer und Marktbeobachter sind deshalb mehrere nächste Schritte entscheidend: der Ablauf des 48-Stunden-Fensters, eine mögliche Rückgabe und weitere Informationen zur Untersuchung. Das Versprechen einer vollständigen Entschädigung bleibt bestehen, doch die Primärquelle macht keine Angaben zum Umsetzungsstand oder zu einem Termin für die Wiederaufnahme der Dienste.

Krypto-Transaktionen sind häufig pseudonym, aber nicht anonym; zudem können für Dienste und Nutzer geltende KYC-Pflichten greifen. Die Schadenssummen und Rückzahlungen bei Krypto-Hacks unterstreichen, warum Anleger Wiederherstellungszusagen von bestätigten Rückflüssen unterscheiden sollten.

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