Bitcoin News: Liquid Network erhält 3.400 BTC von Hackern zurück
Nach dem Exploit beim Liquid Network wurden 3.400 BTC zurückgegeben. 598,5 BTC bleiben verschollen, während die Peg-Services weiterhin ausgesetzt sind.
Nach dem Exploit beim Liquid Network wurden 3400 BTC zurückgegeben.
598,5 BTC bleiben verschollen, während die Peg-Services weiterhin ausgesetzt sind.
In den aktuellen Bitcoin-News haben die White-Hat-Hacker, die für die Abhebung von rund 4.000 BTC aus dem Liquid Network verantwortlich waren, 3.400 BTC im Wert von etwa 269,2 Millionen US-Dollar an die Federation-Wallet der Sidechain zurückgegeben. Damit wurden rund 85 % der Gelder wiederhergestellt.
Ungefähr 598,5 BTC im Wert von rund 47 Millionen US-Dollar verbleiben jedoch auf einer Adresse, die mit der Abhebung in Verbindung steht. Liquid hat bisher nicht mitgeteilt, wann die Peg-Services wieder aufgenommen werden oder wie mit dem verbleibenden Fehlbetrag umgegangen wird.
Dies ist nicht einfach nur ein aufgeklärter Exploit. Es handelt sich um eine Teil-Lösung, bei der die Deckung der Sidechain, der Verwahrungsstatus und der Zeitplan für die Wiederaufnahme des Betriebs gleichzeitig ungeklärt bleiben.
Die verbleibenden 598,5 BTC befinden sich auf einer Adresse, die dem Vorfall zugeordnet ist, und nicht in einer Wallet, deren Verlust bestätigt wurde. Liquid hat bisher keine Ankündigung dazu gemacht, ob diese Bitcoin zurückgegeben werden, wie eine etwaige Lücke in der L-BTC-Deckung geschlossen wird oder wann der normale Betrieb der Sidechain und der Peg-Dienste fortgesetzt werden kann.
Update: 3,400 BTC of the roughly 4,000 BTC withdrawn on September 6 has been returned to the @Liquid_BTC Federation wallet. The return followed confirmation from @Blockstream that the affected bridge nodes have been patched. Approximately 598 BTC remains outstanding, and…
Liquid Bitcoin Hack: Der Ablauf von Abhebung und Rückgabe
Der Vorfall begann am Sonntag, als ein Kunde 4.000 L-BTC an den Peg-Out-Service von SideSwap sendete, was die abnormale Abhebung aus der Federation-Reserve auslöste. Liquid reagierte umgehend mit der Deaktivierung seiner Bridge-Nodes und forderte die Börsen auf, Ein- und Auszahlungen von L-BTC auszusetzen, während der Schaden bewertet wurde. Dieser Schritt zur Eindämmung ähnelt den Reaktionen bei anderen jüngsten Exploits, bei denen Netzwerke den Betrieb mitten im Geschehen einfroren.
Die Akteure identifizierten sich in einer On-Chain-Nachricht als „Whitehats“ und erklärten, dass die Chain gefährdet bleibe, bis jeder Node gepatcht sei. Die Rückgabe erfolgte nach einem anschließenden Nachrichtenaustausch via Bitcoin-Transaktionen zwischen den Akteuren und Blockstream, dem Entwickler der Liquid-Sidechain. Dies gipfelte in einer signierten Nachricht von Blockstream, die bestätigte, dass die Bridge-Nodes gepatcht und sicher seien.
Daraufhin transferierten die Akteure 3.400 BTC an die Adresse der Liquid Federation, nachdem sie zuvor angeboten hatten, den „Großteil“ der Bitcoin zurückzugeben, ohne zu erklären, warum sie den Rest einbehielten.
Bitcoin News heute: Die 47-Millionen-Dollar-Frage – Gelder gerettet, Vertrauen erschüttert
Diese jüngsten Bitcoin-Nachrichten werfen erneut Sicherheitsbedenken im Krypto-Sektor auf. Liquid fungiert als Sidechain, die durch eine Federation-Wallet und eine Reihe von Bridge-Nodes gesichert ist, welche beide nach Entdeckung der abnormalen Abhebung offline genommen wurden. Da L-BTC-Ein- und Auszahlungen weiterhin ausgesetzt sind und das Netzwerk keinen öffentlichen Zeitplan für die Wiederherstellung des normalen Dienstes genannt hat, können Nutzer ihre Assets vorerst nicht über den Peg bewegen. Dies verdeutlicht, wie schwierig eine vollständige Abrechnung nach einem großen Bitcoin-Hack ist, der eine aktive Settlement-Ebene stört.
Charles Guillemet, Chief Technology Officer bei Ledger, stellte die Bezeichnung als „White-Hat“-Aktion öffentlich infrage, nachdem der Großteil der Gelder zurückgegeben worden war. Er charakterisierte das Einbehalten von rund 600 BTC als unvereinbar mit einer echten Bug-Bounty-Vereinbarung und bezeichnete es eher als Erpressung denn als White-Hat-Hacking. Seine Skepsis spiegelt das allgemeine Unbehagen in der Branche wider, wie von Angreifern kontrollierte Gelder nachträglich deklariert werden – ein Muster, das auch bei früheren Vorfällen zu beobachten war, bei denen hohe Bitcoin-Summen von zahlreichen Adressen gestohlen wurden, bevor eine Lösung in Sicht war.
Liquid hat sich bisher nicht dazu geäußert, ob die verbleibenden Coins zurückgegeben werden, wie die Deckungslücke bei L-BTC geschlossen werden soll oder wann die Sidechain und ihre Peg-Services den normalen Betrieb wieder aufnehmen.
Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt.
Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.
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