Politischer Stillstand im Senat: Neuer Vorschlag zu Stablecoin-Renditen unter Beschuss

On Apr. 15, 2026 at 5:18 am UTC by · 2 Min. read

Der regulatorische Machtkampf zwischen der traditionellen Bankenwelt und der Krypto-Branche im US-Senat verschärft sich weiter. Senator Thom Tillis hat angekündigt, in dieser Woche einen neuen Entwurf zu veröffentlichen, der den seit Monaten andauernden Streit um Stablecoin-Renditen beilegen soll. Das Vorhaben steht jedoch unter keinem guten Stern: Laut Berichten von Politico signalisieren sowohl Banken-Lobbyisten als auch […]

Der regulatorische Machtkampf zwischen der traditionellen Bankenwelt und der Krypto-Branche im US-Senat verschärft sich weiter. Senator Thom Tillis hat angekündigt, in dieser Woche einen neuen Entwurf zu veröffentlichen, der den seit Monaten andauernden Streit um Stablecoin-Renditen beilegen soll. Das Vorhaben steht jedoch unter keinem guten Stern: Laut Berichten von Politico signalisieren sowohl Banken-Lobbyisten als auch Krypto-Vertreter bereits massiven Widerstand gegen den Kompromissvorschlag.

Die Fronten: Zinswettbewerb gegen Einlagensicherung

Im Kern der Debatte steht die Frage, ob Drittanbieter wie Krypto-Börsen ihren Kunden Renditen auf Stablecoins auszahlen dürfen. Während der Krypto-Sektor dies als essenzielles Geschäftsmodell betrachtet, fordert die Banken-Lobby ein striktes Verbot. Die Befürchtung der Banken: Attraktive Stablecoin-Zinsen könnten eine massive Einlagenflucht auslösen, da Kunden ihr Kapital von traditionellen Sparkonten hin zu digitalen Plattformen umschichten würden. Senator Tillis betonte, dass der Entwurf diese Sorgen zwar ernst nehme, die Skepsis auf beiden Seiten jedoch bestehen bleibe, da viele Akteure den vollständigen Gesetzestext noch nicht gesichtet hätten.

Ein Gesetz in der Warteschleife

Das geplante Marktstrukturgesetz, das unter der Trump-Administration eine klare Zuständigkeitsverteilung zwischen den Aufsichtsbehörden schaffen soll, steckt seit der Verabschiedung des CLARITY Act im Repräsentantenhaus im Juli fest. Trotz dreier vom Weißen Haus vermittelter Krisengipfel konnte bisher kein Konsens gefunden werden. Tillis gab an, dass zwar Fortschritte bei den Anti-Umgehungs-Vorschriften erzielt wurden, die Details zur rechtlichen Durchsetzung jedoch weiterhin der kritische Knackpunkt seien.

Ultimatum des Senators

Sollte der nun veröffentlichte Entwurf keine Einigung herbeiführen, plant Tillis ein viertes Vermittlungstreffen, bei dem er die Entscheidung erzwingen will. Er kündigte an, die verbleibenden Streitpunkte notfalls im direkten Austausch mit den Vertretern beider Lager final festzulegen („call balls and strikes“), um das Gesetzgebungsverfahren voranzutreiben. Das Ziel bleibt eine klare Regulierung, die sowohl die Finanzstabilität wahrt als auch den Forderungen der Krypto-Industrie nach institutioneller Rechtssicherheit gerecht wird.

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