Strive Bitcoin: Der Kauf von 1.107 BTC für 94,5 Millionen US-Dollar wurde zu 85 Prozent über SATA finanziert; neue 8-K-Meldungen zeigen das Tempo.
Strive kaufte zwischen dem 21. und 25. September 1.107 Bitcoin für rund 94,5 Millionen US-Dollar. Damit stieg der Bestand des Vermögensverwalters aus Dallas auf 27.462 BTC, im Wert von etwa 2,3 Milliarden US-Dollar zum Schlusskurs vom Freitag bei 83.943 US-Dollar. Der Zukauf treibt Strives fortlaufende Erweiterung als Bitcoin-Treasury-Unternehmen weiter voran.
Kauf kostet durchschnittlich 85.396 US-Dollar je Bitcoin
Der durchschnittliche Kaufpreis lag einschließlich Gebühren bei 85.396 US-Dollar pro BTC, wie aus einer am Montag bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Form 8-K hervorgeht. Im Vergleich zur Vorwoche, in der Strive 1.355 BTC zukaufte, fiel der jüngste Zuwachs damit kleiner aus.
Warrant-Ausübungen brachten zusätzlich 12,4 Millionen US-Dollar ein. Einschließlich dieser Erlöse stammten 85 Prozent des in der Woche aufgenommenen Kapitals aus SATA, der variabel verzinsten, unbefristeten Vorzugsaktie des Unternehmens, die Dividenden zahlt und die Verwässerung der Stammaktionäre begrenzen soll. Wie schon bei früheren Zukäufen setzt Strive damit auf ein Finanzierungsmodell, das sich stark von klassischen Bitcoin-Käufen aus Cash-Reserven unterscheidet.
Die Zahl der ausstehenden SATA-Aktien stieg in der Woche um rund 1,009 Millionen auf 12,193 Millionen, während die Class-A-Stammaktien um etwa 649.000 zunahmen. Die Barmittel des Unternehmens wuchsen um 19,2 Millionen auf 248,8 Millionen US-Dollar.
SATA macht die Treasury-Strategie kapitalmarktgetrieben
Strive bleibt damit der fünftgrößte öffentliche Bitcoin-Halter, hinter Strategy, Twenty One Capital, Metaplanet und MARA. Twenty One hält aktuell 43.514 BTC; um bis Jahresende gleichzuziehen, müsste Strive rechnerisch rund 16.050 weitere Coins erwerben, also etwa 1.235 BTC pro Woche.
Frühere Käufe zeigen, wie variabel die Finanzierungsmischung ausfällt: Ein Zukauf von 469 BTC wurde vollständig über SATA gestemmt, ein Kauf über 109 Millionen US-Dollar dagegen zu 70 Prozent über SATA und zu 30 Prozent über Stammaktien. Diese Abhängigkeit von institutioneller Kapitalaufnahme bedeutet zugleich, dass künftige Käufe stark von der Nachfrage nach Strives Vorzugsaktie abhängen.
Bitcoin notiert zeitgleich unter Druck
Am 28. September lag Bitcoin bei rund 83.895 US-Dollar, ein Minus von 2,99 Prozent auf 24-Stunden-Basis. Ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dieser Kursbewegung und Strives Kauf lässt sich aus den verfügbaren Daten nicht ableiten, beide Ereignisse fielen lediglich in denselben Zeitraum.
Cole verweist auf Rolle von SATA
CEO Matt Cole ordnete die Finanzierung öffentlich ein: Die zusätzlichen 12,4 Millionen US-Dollar aus Warrant-Ausübungen führten dazu, dass insgesamt 85 Prozent des aufgenommenen Kapitals über SATA kamen. Eine wörtliche Aussage dazu liegt nicht in verifizierter Form vor, die Kernzahlen sind jedoch durch die SEC-Meldung gedeckt.
Nächste 8-K-Meldungen im Blick behalten
Strive meldet seine Bitcoin-Aktivität wöchentlich per Form 8-K, sodass kommende Einreichungen zeigen dürften, ob sich das Kauftempo Richtung Jahresende noch einmal verändert. Ob das Unternehmen seinen Rückstand auf Twenty One tatsächlich verkürzt, bleibt damit eine Frage der kommenden wöchentlichen Treasury-Updates.
Kryptowährungen bleiben trotz wachsender institutioneller Beteiligung ein volatiler und teils pseudonymer Markt; Börsen und Emittenten unterliegen zunehmend KYC-Pflichten. Die genannten Unternehmens- und Kursdaten sind keine Anlageberatung und unterliegen Markt- sowie Finanzierungsrisiken.
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