Wale kaufen den Dip: El Salvador und MicroStrategy stocken Bitcoin-Bestände massiv auf

On Nov. 19, 2025 at 8:39 pm UTC by · 3 Min. read

El Salvador und MicroStrategy nutzen den Bitcoin-Crash für massive Nachkäufe. Was die „Wale“ verraten.

Während der Bitcoin-Kurs seit seinem Rekordhoch bei 126.000 US-Dollar spürbar korrigiert und die Stimmung vieler Privatanleger kippt, scheinen zwei der prominentesten Bitcoin-Wale am Markt von all dem wenig beeindruckt: El Salvador und MicroStrategy haben die jüngste Schwächephase für die größten Nachkäufe seit Monaten genutzt.

Ausgerechnet in einer Phase, in der der Fear-und-Greed-Index wieder in Richtung „Extreme Angst“ rutscht und in sozialen Netzwerken das Wort „Bärenmarkt“ die Runde macht, setzen Staat und börsennotierte Firma auf Expansion ihrer Bitcoin-Bestände – mit Beträgen im dreistelligen Millionenbereich. Was wissen – oder glauben – diese „Wale“, das viele Kleinanleger gerade ausblenden?

El Salvador: Größte Einzelkauf-Aktion seit Start der Bitcoin-Strategie

Präsident Nayib Bukele hat die aktuelle Kursdelle für die bislang größte Einzelkauf-Aktion seines Landes genutzt. Laut einem Dashboard des offiziellen „Bitcoin Office“ und einem dazugehörigen X-Post mit dem Kommentar „Hooah!“ stieg El Salvadors Bestand innerhalb eines Tages um rund 17 Prozent; El Salvador hat 1.098,19 Bitcoin gekauft im Gegenwert von rund 100 Mio. US-Dollar. Damit hält El Salvador nuzn 7474,37 Bitcoin im Regierungsportfolio.

In jedem Fall handelt es sich um den größten Tageszuwachs seit Start der Bitcoin-Strategie. El Salvador hatte 2021 Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt und 2022 angekündigt, „einen Bitcoin pro Tag“ zu kaufen – eine DCA-Strategie, die nun offenbar bei starken Rücksetzern durch größere Tranchen ergänzt wird.

Politisch bleibt der Kurs umstritten mit gemischten Ergebnissen. Im Rahmen eines Milliarden-US-Dollar-Kredits hatte der Internationale Währungsfonds El Salvador dazu gedrängt, die staatliche Wallet „Chivo“ zurückzufahren und die Pflicht zur Bitcoin-Akzeptanz im Alltag zu lockern.

Der IWF hatte zuletzt mehrfach betont, Teile der on-chain sichtbaren Zuwächse könnten interne Transfers statt echter Neukäufe sein; die Regierung wiederum hält an der Darstellung fest, man baue die strategische Bitcoin-Reserve weiter aktiv aus.

El Salvador positioniert sich damit bewusst gegen den Mainstream: Während Länder wie Deutschland beschlagnahmte Bitcoin immer wieder auf den Markt werfen, nutzt das zentralamerikanische Land Kurspanik zur Aufstockung – und liefert seinen Anhängern damit ein politisches Narrativ von „Bitcoin-Nation“ und „Gegenentwurf zum IWF“.

MicroStrategy: 8.178 BTC Nachkauf – trotz Kursdruck weiter im Plus

Noch größer fallen die Summen bei Strategy aus. Die börsennotierte Firma von Michael Saylor bleibt ihrer Rolle als größter Corporate-Bitcoin-Holder treu – und hat die November-Korrektur für einen weiteren Großkauf genutzt.

Laut offiziellem Strategy-Dashboard erwarb die Firma weitere 8.178 BTC im Gegenwert von rund 836 Mio. US-Dollar;zu einem durchschnittlichen Preis von 102.171 US-Dollar pro Coin. Damit steigen die Gesamtbestände auf 649.870 BTC. Über alle Käufe hinweg liegt der durchschnittliche Einstandspreis von Strategy bei rund 74.433 US-Dollar pro BTC. Selbst nach dem Rückgang vom Allzeithoch notiert Bitcoin damit immer noch deutlich über Saylors historischem Durchschnitts-Kaufpreis.

Strategy kam zuletzt in die Gerüchteküche: So ging man aufrund eines X-Posts von Arkham Intelligence davon aus, dass Strategy Bitcoin verkaufen würde, Coinspeaker berichtete.

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