Ein Bärenmarkt bezeichnet eine längere Phase, in der die Kurse von Vermögenswerten, wie Aktien oder Kryptowährungen, deutlich und ...
11 Min. Kryptowährungen polarisieren, für die einen sind sie die Zukunft des Geldes, für die anderen ein hochriskantes Spekulationsobjekt.
Doch immer häufiger taucht die Frage auf, ob Bitcoin & Co. auch einen Platz in der Altersvorsorge haben können.
Dieser Leitfaden zeigt verständlich, wo Chancen liegen, wo klare Grenzen bestehen und wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Krypto im Rentenportfolio aussehen kann.

Wenn überhaupt, sollten Kryptowährungen daher nur einen kleinen Teil eines breit gestreuten Anlageportfolios ausmachen.
Kryptowährungen gehen mit verschiedenen Chancen einher, die sie auf den ersten Blick auch interessant für die Rentenvorsorge machen könnten.
Hierzu zählen:
Der Bitcoin-Kurs konnte seinen Wert in den vergangenen 10 Jahren von 400 auf knapp 90.000 US-Dollar steigern, was einem Wachstum um den Faktor 225 entspricht.
Wegen dieser historischen Performance erscheint ein Kauf von Bitcoin und anderen Coins für viele Anleger als interessante Alternative zur klassischen Altersvorsorge.
Hier muss man aber zwingend beachten, dass die vergangene Performance kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Entwicklungen ist und Kryptowährungen grundsätzlich mit extremen Risiken einhergehen.
Kryptowährungen wurden ursprünglich als Alternative zum klassischen Finanzsystem entwickelt, was in der Theorie eine Chance darstellt, da man weniger abhängig von diesem System ist.
In der Realität sind Kryptowährungen inzwischen jedoch Teil dieses Finanzsystems geworden, da sie inzwischen in vielen Ländern reguliert sind und über ETFs gehandelt werden können. Somit ist die Unabhängigkeit keinesfalls mehr gegeben.
Kryptowährungen galten lange Zeit als Möglichkeit zur Diversifikation eines Anlageportfolios, da ihre Entwicklung nicht an die Aktien- oder Anleihemärkte gekoppelt war.
Durch die zunehmende Institutionalisierung des Krypto-Handels ist dieser Aspekt jedoch nicht mehr gegeben, da die Kursbewegungen der Coins stark mit dem Aktien- und Anleihenmarkt korrelieren.
In der Vergangenheit galt insbesondere Bitcoin als digitales Gold und sollte damit einen Schutz vor Inflation darstellen.
Während dies für Gold weiterhin gilt, korrelieren BTC und andere Kryptowährungen inzwischen stark mit Aktien- und Anleihemärkten und bieten daher keinen besonderen Inflationsschutz mehr.
Aufgrund verschiedener Risiken stellen Kryptos keine klassische Rentenlösung dar.
Die größten Risiken sind:
Kryptowährungen weisen starke Kursschwankungen und Risiken auf. Aufgrund dieser Eigenschaften sind sie nicht für die Altersvorsorge geeignet, da man für die Altersvorsorge Planbarkeit und Sicherheit benötigt.
Kryptowährungen gehen zudem mit verschiedenen technischen Risiken einher. Hierzu zählen die Risiken des Verlusts der Kryptowährungen bei Verlust der private Keys, fehlerhafte Transaktionen und die Gefahr von Hackerangriffen.
In vielen Ländern der Welt herrscht trotz der Fortschritte der vergangenen Jahre weiterhin ein hohes Maß an regulatorischer Unsicherheit rund um Kryptowährungen.
Auch dieser Aspekt macht Kryptowährungen im Sinne der Altersvorsorge unattraktiv.
Im Gegensatz zu klassischen Anlageformen wie Tages- und Festgeld bieten Kryptowährungen keinen Garantiezins und es gibt zudem keine Einlagensicherung. Auch diese Punkte unterstreichen die Nicht-Eignung von Kryptowährungen zur Rentenvorsorge.
Psychologisches Risiko: Aufgrund der starken Kursschwankungen und der hohen Risiken gehen Kryptowährungen auch mit psychologischen Kosten einher, die man bei der Altersvorsorge nicht gebrauchen kann, da es hierbei vor allem um eine stabile Absicherung geht.
Da die Risiken deutlich größer als die Chancen sind, sollte man Kryptowährung nicht als Basis für die Altersvorsorge nutzen, sondern auf bewährte Lösungen zurückgreifen.

Sollte man sich dafür entscheiden, Kryptowährungen zur Altersvorsorge nutzen zu wollen, sollten diese – wenn überhaupt – nur einen kleinen Teil eines diversifizierten Portfolios ausmachen.
In der Regel bewegt sich der Krypto-Anteil hier im unteren einstelligen Prozentbereich. Die genaue Größe des Krypto-Anteils lässt sich dabei nicht allgemeingültig bestimmen und hängt immer von der individuellen Situation und Risikoneigung eines jeden Anlegers ab.
Bei der konkreten Umsetzung des Aufbaus und der Verwaltung der Krypto-Position sollte man verschiedene Aspekte beachten:

Da Bitcoin die größte Kryptowährung der Welt ist, ist sie für viele wahrscheinlich auch die erste Wahl beim Aufbau einer Krypto-Position für die Altersvorsorge.
Neben der Größe sprechen aber auch die hohe Liquidität, die relativ lange Historie, das hohe Maß an Institutionalisierung und das Narrativ als digitales knappes Asset für Bitcoin.
Alternativ zu Bitcoin stehen aber auch noch viele weitere Kryptowährungen zur Verfügung. Diese Coins besitzen jeweils individuelle Eigenschaften und können daher teilweise mit einem höheren Risiko, aber auch einem höheren Potenzial einhergehen.
Für welche Coins man sich entscheidet, muss daher immer auf individueller Ebene entschieden werden. Im Sinne der Diversifikation könnte man auch hier auf ein Portfolio verschiedener Kryptowährungen setzen, wobei etablierte Projekte hier wahrscheinlich den größten Anteil ausmachen würden.
Kryptowährungen unterscheiden sich aus steuerlicher und regulatorischer Sicht teilweise deutlich von klassischen, regulierten Altersvorsorgeprodukten wie Versicherungen oder geförderten Produkten.
Um bei diesem Aspekt Klarheit zu haben, sollte man daher immer eigenständig die nationalen Regelungen prüfen und/oder sich von einem Steuerberater beraten lassen.
Wichtige Aspekte sind hierbei die Haltedauer, die Realisierung von Gewinnen bzw. Verlusten und Dokumentationspflichten als Nachweis für die Zeitpunkte des Krypto-Kaufs und Verkaufs.

Hat man sich für den Aufbau eines Krypto-Portfolios als langfristige Anlage entschieden, geht es an die konkrete Umsetzung. Hierbei sollte man unter anderem folgende Aspekte beachten:
Bei der Nutzung von Krypto in der Altersvorsorge machen viele Käufer Fehler. Die häufigsten Fehler sehen wir uns im Folgenden an:

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Alex Fournier
, 685 ArtikelAlexander Fournier ist Blockchain-Projektmanager und seit fast einem Jahrzehnt leidenschaftlicher Investor im Bereich Kryptowährungen. Als täglich aktiver Autor bleibt er stets am Puls der Krypto-Welt, analysiert Trends und teilt fundierte Einblicke. Neben seiner redaktionellen Tätigkeit bietet er Coachings an, unterstützt bei Transaktionen und ist auf zahlreichen sozialen Plattformen präsent, um sich und seine Community immer auf dem neuesten Stand zu halten.