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Was ist Staking? Der ultimative Guide zu Krypto Rewards und Validatoren

Erstellt von: Author Image Alex Fournier

Geprüft durch: Paul Schröder

4 Min.

Konzeptuelle Darstellung von Krypto-Staking: Digitale Münzen werden in einem Blockchain-Tresor gesperrt, um neue Rewards zu generieren.

Staking ist einer der fundamentalen Bausteine der modernen Krypto-Ökonomie. Für Investoren bietet es die Möglichkeit, ihre gehaltenen Vermögenswerte produktiv zu nutzen, anstatt sie nur in der Wallet liegen zu lassen.

Es ist der Prozess, der Proof-of-Stake (PoS) Blockchains sicher und dezentral hält.

In diesem Academy-Artikel erfahren Sie alles über die Funktionsweise, die verschiedenen Staking-Methoden – von Solo-Staking bis hin zu Liquid Staking – und die damit verbundenen Risiken.

Die Grundlagen: Wie funktioniert Staking technisch?

Um Staking zu verstehen, muss man das Konsensmodell verstehen. Während Bitcoin „Proof of Work“ (Mining) nutzt, verwenden moderne Blockchains wie Ethereum, Solana oder Cardano Proof of Stake (PoS).

Technisches Diagramm des Proof-of-Stake Prozesses: Vom Sperren des Einsatzes (Stake) über die Validierung von Blöcken bis zur Ausschüttung von Rewards.

Beim Staking „sperren“ (lock-up) Teilnehmer ihre Coins in einem Smart Contract, um als Validatoren im Netzwerk zu agieren.

  • Die Rolle des Validators: Validatoren prüfen Transaktionen und fügen neue Blöcke zur Blockchain hinzu.
  • Der Einsatz (Stake): Die gestakten Coins dienen als Sicherheitseinlage. Sie garantieren, dass sich der Validator ehrlich verhält.
  • Der Anreiz (Reward): Für ihre Arbeit erhalten Validatoren Belohnungen in Form von neuen Coins (Block Rewards) und Transaktionsgebühren.

Einfach ausgedrückt: Sie stellen dem Netzwerk Kapital und Infrastruktur zur Verfügung und erhalten dafür eine Rendite („Yield“).

Die 4 Arten des Staking: Ein Vergleich

Vergleichsgrafik der vier Staking-Arten: Solo Staking, SaaS, Exchange Staking und Liquid Staking, eingeordnet nach technischem Aufwand und Liquidität.

Für Anleger gibt es nicht „den einen“ Weg zum Staking. Die Methoden unterscheiden sich stark in Bezug auf Aufwand, technische Hürden und Rendite.

Solo Staking (Der „Native“ Weg)

Dies ist die reinste Form des Staking. Sie betreiben einen eigenen Validator-Node (Server), der direkt mit der Blockchain kommuniziert.

  • Voraussetzung: Hohes technisches Verständnis, stabile Internetverbindung und oft ein hohes Mindestkapital (z.B. 32 ETH im Ethereum-Netzwerk).
  • Vorteil: Volle Kontrolle, keine Mittelsmann-Gebühren, maximale Sicherheit für das Netzwerk.

Staking as a Service (SaaS)

Hierbei besitzen Sie das nötige Kapital (z.B. 32 ETH), möchten sich aber nicht um die Hardware kümmern. Sie delegieren den Betrieb an einen Dienstleister, behalten aber die eigenen Abhebungs-Schlüssel.

Pooled Staking / Exchange Staking

Für die meisten Kleinanleger ist dies der Einstiegspunkt. Da viele Blockchains hohe Mindestsummen fordern, schließen sich Nutzer in Pools zusammen.

  • Börsen (Custodial): Plattformen wie Binance oder Coinbase staken für Sie. Es ist bequem, aber Sie geben die Kontrolle über Ihre Coins ab.
  • Dezentrale Pools: Protokolle, die Einlagen vieler Nutzer bündeln, um Validatoren zu betreiben.

Liquid Staking (Die moderne Lösung)

Ein wesentlicher Nachteil des klassischen Stakings ist die Illiquidität: Ihre Coins sind gesperrt. Liquid Staking löst dieses Problem.

Wenn Sie über Protokolle wie Lido oder Rocket Pool staken, erhalten Sie einen Liquid Staking Token (LST) als Beleg (z.B. stETH).

  • Dieser Token repräsentiert Ihre Einlage plus die auflaufenden Rewards.
  • Der Vorteil: Der LST ist frei handelbar und kann in DeFi-Anwendungen genutzt werden, um zusätzliche Renditen zu erwirtschaften, während die Basis-Coins im Hintergrund weiter gestakt sind.

Fortgeschrittene Konzepte: Restaking

Ein sich schnell entwickelnder Bereich im Krypto-Sektor ist das Restaking. Das Konzept ermöglicht es, bereits gestakte ETH (oder LSTs) wiederzuverwenden („re-hypothecate“), um die Sicherheit auf andere Anwendungen, wie Oracles oder Bridges, auszudehnen.

Dies erhöht die Kapitaleffizienz massiv, da derselbe Vermögenswert mehrere Netzwerke gleichzeitig sichert – bringt jedoch auch komplexere Risikostrukturen mit sich.

Welche Risiken gibt es?

Staking wird oft als „passives Einkommen“ bezeichnet, ist aber nicht risikofrei.

  1. Slashing: Wenn ein Validator offline ist oder versucht, das Netzwerk zu betrügen, wird ein Teil seines Stakes zur Strafe vernichtet. In Pools betrifft dies alle Teilnehmer anteilig.
  2. Lock-up Perioden: Bei vielen Netzwerken (z.B. Polkadot, Cosmos) können Sie nicht sofort auf Ihre Coins zugreifen, wenn Sie das Staking beenden („Unstaking“). Diese Wartezeit kann Tage oder Wochen dauern.
  3. Smart Contract Risiko: Insbesondere bei Liquid Staking vertrauen Sie darauf, dass der Code des Protokolls fehlerfrei ist.
  4. Marktvolatilität: Wenn der Kurs des Coins stärker fällt als die jährliche Rendite (APY), machen Sie in Fiat-Währung gerechnet Verlust, obwohl Sie mehr Coins besitzen.

Steuerliche Aspekte (Deutschland)

Hinweis: Dies stellt keine Steuerberatung dar. In Deutschland ist die steuerliche Behandlung von Staking mittlerweile klarer geregelt.

Nach dem BMF-Schreiben gilt: Die Haltefrist der eingesetzten Coins verlängert sich durch das Staking nicht auf 10 Jahre. Gewinne aus dem Verkauf der Coins bleiben nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei.

Die Rewards (die erhaltenen Zinsen) selbst müssen jedoch bei Zufluss als „sonstige Einkünfte“ versteuert werden.

Alex Fournier

Alex Fournier

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Alexander Fournier ist Blockchain-Projektmanager und seit fast einem Jahrzehnt leidenschaftlicher Investor im Bereich Kryptowährungen. Als täglich aktiver Autor bleibt er stets am Puls der Krypto-Welt, analysiert Trends und teilt fundierte Einblicke. Neben seiner redaktionellen Tätigkeit bietet er Coachings an, unterstützt bei Transaktionen und ist auf zahlreichen sozialen Plattformen präsent, um sich und seine Community immer auf dem neuesten Stand zu halten.

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