Strategy nimmt Bitcoin-Käufe nach drei Wochen wieder auf und finanziert 950 BTC vollständig aus Cash-Reserven – der Bestand steigt auf 846.000 Coins.
Strategy hat nach dreiwöchiger Pause seine Bitcoin-Käufe wieder aufgenommen: Das Unternehmen erwarb 950 BTC für rund 75,7 Millionen US-Dollar und finanzierte den Kauf vollständig aus vorhandenen Cash-Reserven. Es ist die erste Aufstockung seit dem 31. August.
Strategy stockt Bitcoin-Bestand mit 950 BTC auf
Laut einer 8-K-Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC erfolgten die Käufe zwischen dem 14. und 20. September zu einem Durchschnittspreis von 79.670 US-Dollar je Bitcoin. Damit hält Strategy nun insgesamt 846.000 BTC – die Gesamtkosten inklusive Gebühren belaufen sich auf rund 63,8 Milliarden US-Dollar, was einem durchschnittlichen Einstandspreis von 75.416 US-Dollar pro Coin entspricht.
Bei einem Bitcoin-Kurs von etwa 85.000 US-Dollar ist der Bestand rund 71,9 Milliarden US-Dollar wert, ein Aufschlag von circa 8,1 Milliarden US-Dollar auf die Anschaffungskosten. Zum 20. September wies Strategy USD-Reserven von 5,04 Milliarden US-Dollar aus, davon 1,05 Milliarden US-Dollar als reines USD-Cash. In derselben Woche flossen zusätzlich 57,4 Millionen US-Dollar aus der Reserve in Vorzugsdividenden und Schuldzinsen.
Parallel dazu kaufte Strategy rund 1,77 Millionen STRC-Vorzugsaktien für etwa 174 Millionen US-Dollar zurück – mehr als das Doppelte des Betrags, der in den Bitcoin-Kauf floss. Details zu diesem Rückkaufprogramm ordnet der Artikel zu den STRC-Rückkäufen im Umfang von zwei Milliarden Dollar ein.
Cash-Kauf unterstreicht die Treasury- und Kapitalmarktstrategie
Dass Strategy den Kauf komplett aus Cash statt über Aktien- oder Anleiheemissionen finanzierte, weicht vom klassischen Muster des Unternehmens ab, bei dem Kapitalmarktzugang und Bitcoin-Akkumulation eng verzahnt sind. CEO Phong Le hatte im Juli erklärt, weitere Bitcoin-Käufe würden erst wieder aufgenommen, sobald die STRC-Vorzugsaktie ihren Nennwert von 100 US-Dollar erreicht habe – ein Kriterium, das mit dem parallelen Rückkaufprogramm sichtbar adressiert wird.
Strategy bleibt mit Abstand das größte börsennotierte Unternehmen mit Bitcoin-Beständen unter insgesamt 196 gelisteten Firmen; auf Platz zwei folgt das von Tether unterstützte Unternehmen Twenty One mit 43.514 BTC. Die 846.000 Coins von Strategy entsprechen mehr als 4 Prozent der maximalen Bitcoin-Obergrenze von 21 Millionen – ein Konzentrationsgrad, der die Rolle des Unternehmens als zentralen institutionellen Akteur weiter festigt, wie auch die Einordnung zur Dollar-Reserve-Strategie von Strategy zeigt.
Bitcoin und MSTR steigen im Wochenvergleich
Der Kauf fällt in ein Marktumfeld mit spürbarer Aufwärtsbewegung: Bitcoin erreichte am Montag erstmals seit Januar wieder die Marke von 85.000 US-Dollar, ein Plus von 5,3 Prozent gegenüber der Vorwoche. Die MSTR-Aktie legte in derselben Woche um 16,4 Prozent zu und schloss am Freitag bei 153,92 US-Dollar – im Jahresvergleich liegt sie damit dennoch 54,2 Prozent im Minus.
Ob der Kauf die Kursbewegung mit ausgelöst hat oder umgekehrt von ihr begünstigt wurde, lässt sich aus den vorliegenden Daten nicht eindeutig ableiten. Einen zeitlichen Vergleich zu früheren Kaufpausen liefert die Analyse zu Saylors Kaufpause im Kontext des Clarity Act.
Kryptowährungen unterliegen erheblichen Kursschwankungen, und Unternehmensmeldungen wie diese stellen keine Anlageberatung dar. Wer eigene Positionen erwägt, sollte KYC-Anforderungen der jeweiligen Handelsplattform beachten und sich vor einer Entscheidung eigenständig informieren oder fachkundigen Rat einholen – etwa mit Blick auf die Kapitalmarktstrategie rund um die STRC-Rückkäufe.
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