Lohnt sich Bitcoin Mining überhaupt noch?

On März 31, 2026 at 1:04 p.m. UTC by · 2 Min. read

Bitcoin Mining gerät unter Druck: Laut CoinShares arbeiten bis zu 20 Prozent der Hashrate unrentabel – vor allem alte Hardware.

Das Schürfen neuer Bitcoin wird für viele Betreiber zum Drahtseilakt. Ein neuer Report von CoinShares zeigt, wie stark sinkende Erlöse, hohe Difficulty und teure Energie inzwischen auf die Branche drücken.

Hashprice bleibt nahe dem Tief

Die Lage im Bitcoin-Mining spitzt sich weiter zu. In seinem Bitcoin Mining Report Q1 2026 schreibt CoinShares, der sogenannte Hashprice habe im ersten Quartal nur noch bei 28 US-Dollar pro PH/s und Tag gelegen. Selbst nach der jüngsten Erholung sei das Niveau historisch niedrig. Nach Einschätzung des Hauses arbeiten bei diesen Bedingungen bereits 15 bis 20 Prozent der globalen Mining-Kapazität unrentabel. Betroffen sind vor allem Betreiber mit älterer Hardware und höheren Stromkosten.

Auch die aktuellen Netzwerkdaten sprechen nicht für eine echte Entspannung. Der Hashrate Index weist den laufenden Hashprice nur bei gut 30 US-Dollar pro PH/s und Tag aus. Gleichzeitig liegt die Bitcoin-Schwierigkeit laut CoinWarz bei 133,79 Billionen. Bitcoin selbst notiert am heutigen 31. März 2026 bei rund 66.500 US-Dollar. Für moderne Maschinen reicht das vielerorts noch, für ineffizientere Geräte wird die Luft aber dünn.

Alte Hardware gerät ins Abseits

CoinShares nennt die kritische Schwelle ziemlich klar. Bei einem Hashprice von rund 30 US-Dollar pro PH/s und Taggeraten laut Bericht vor allem Geräte unterhalb des S19 XP unter Druck, wenn die Stromkosten bei sechs US-Cent pro kWh oder mehr liegen. Damit verschiebt sich das Kräfteverhältnis in der Branche weiter zugunsten großer und effizient aufgestellter Player. Wer mit älteren Maschinen arbeitet oder keinen günstigen Strom einkauft, rutscht immer schneller aus der Gewinnzone.

Dass der Druck bereits im Netzwerk ankommt, zeigt die Difficulty-Entwicklung. CoinDesk berichtete am 22. März, dass die Bitcoin-Difficulty um 7,76 Prozent auf 133,79 Billionen gefallen ist. Solche Rückgänge entlasten die verbleibenden Miner zwar kurzfristig. Gleichzeitig gelten sie als Signal dafür, dass erste unrentable Betreiber ihre Geräte bereits abschalten.

Auch interessant: Bitcoin-Mining im Wandel: USA will „America First“

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