Der Mechanismus funktioniert wie folgt: Ein Absender außerhalb Kenias nutzt eine Lightning-kompatible Wallet (unterstützt werden unter anderem Phoenix, Blink, Machankura, Strike, Bitkit, Zeus, Breeze und Wallet of Satoshi) und sendet eine Bitcoin-Zahlung an eine bei M-Pesa registrierte kenianische Telefonnummer.
Tando erstellt eine Lightning-Rechnung, nimmt die Zahlung entgegen, konvertiert sie zum aktuellen Wechselkurs in kenianische Schilling und schreibt den Betrag über die API von Safaricom dem M-Pesa-Konto des Empfängers gut.
In den heutigen Bitcoin News sorgt Tando für Aufsehen: Die mobile Zahlungs-App, die sowohl bei Google Play als auch im Apple App Store erhältlich ist, ermöglicht es Nutzern weltweit, Bitcoin über das Lightning Network direkt an kenianische Telefonnummern zu senden. Die Empfänger können dann ohne eigene Krypto-Wallet oder KYC-Verifizierung in kenianischen Schilling über M-Pesa auf das Guthaben zugreifen.
Tando zielt auf Rücküberweisungen (Remittances), Zahlungen für Freelancer und Händlerüberweisungen ab. Dabei zapft das Startup ein mobiles Geldnetzwerk an, das im vergangenen Jahr Transaktionen im Wert von 40,2 Billionen KES (etwa 312 Mrd. USD) verarbeitet hat und über 32 Millionen aktive Nutzer zählt.
We’ve been on a side-quest, and we have good news from the other side! 40 million Kenyans now have a bitcoin Lightning Address! They didn’t need to sign up for one because they had it this entire time, attached to the phone number in their pocket!
Dies ist nicht nur eine weitere Krypto-App; es verdeutlicht, wie das Bitcoin Lightning Network durch die Nutzung etablierter Zahlungsinfrastrukturen an Bedeutung gewinnen kann. Während größere Zahlungsdienstleister noch Stablecoin-Optionen prüfen, versuchen Lightning-native Startups in Kenia, eine starke Marktposition aufzubauen, bevor diese Alternativen den Markt betreten.
Dem Betreiber, dem es gelingt, eine zuverlässige Liquidität auf dem Korridor zwischen Lightning und M-Pesa zu gewährleisten, könnte die Gebührenstandards für Überweisungen in Ostafrika setzen und damit die Kosten senken, die lange Zeit von traditionellen Bankdiensten dominiert wurden.
Bitcoin News heute: Wie die Abrechnung zwischen Tando App, Lightning und M-Pesa funktioniert
Der Mechanismus funktioniert wie folgt: Ein Absender außerhalb Kenias nutzt eine Lightning-kompatible Wallet (unterstützt werden unter anderem Phoenix, Blink, Machankura, Strike, Bitkit, Zeus, Breeze und Wallet of Satoshi) und sendet eine Bitcoin-Zahlung an eine bei M-Pesa registrierte kenianische Telefonnummer. Tando erstellt eine Lightning-Rechnung, nimmt die Zahlung entgegen, konvertiert sie zum aktuellen Wechselkurs in kenianische Schilling und schreibt den Betrag über die API von Safaricom dem M-Pesa-Konto des Empfängers gut.
Der Empfänger interagiert ausschließlich mit M-Pesa und erhält ein Guthaben, das einer gewöhnlichen Inlandsüberweisung gleicht. Tando-Mitbegründer Gitau betont, dass Tando keine Nutzergelder kontrolliert, sondern eher als „Brücke zur Erleichterung des Werttransfers“ fungiert und nicht als Verwahrstelle (Custodial Service).
Unabhängige Berichte über die Beta-Version zeigen, dass für Nutzer außer den Standard-M-Pesa-Tarifen keine zusätzlichen Gebühren anfallen, da Tando die Kosten in der Adoptionsphase übernimmt. Tester bemängelten jedoch zwei Lücken in der Benutzererfahrung (UX): Die App zeigt vor der Bestätigung nicht den Namen des Empfängers an – ein wichtiger Schritt zur Betrugsprävention. Zudem werden derzeit nur kenianische Schilling unterstützt, was die Nutzbarkeit für internationale Absender einschränkt. Die nicht-verwaltende Architektur von Tando unterscheidet sich deutlich von früheren Diensten wie BitPesa, das vor der Umfirmierung zu AZA Finance als verwaltender Intermediär agierte.
Kenias Mobile-Money-Infrastruktur: Was die Lightning-Brücke für den Wettbewerb bedeutet
Kenia gilt als kritischer Testmarkt für die Integration von Lightning und mobilem Geld, da 73 % der Erwachsenen M-Pesa nutzen. Diese Dominanz bedeutet, dass jedes Zahlungsprotokoll, das über M-Pesa abwickelt, die Mehrheit der Kenianer erreichen kann, ohne direkt neue Nutzer akquirieren zu müssen.
In weiteren Bitcoin News zeigt sich ein kompetitives Umfeld: Konkurrierende Dienste wie Machankura, die 2022 starteten, ermöglichen es Nutzern von einfachen Mobiltelefonen (Feature-Phones), Bitcoin via USSD zu senden und zu empfangen. Strike wiederum trat 2023 in den afrikanischen Markt ein und konzentriert sich auf Überweisungen aus den USA nach Afrika, lässt aber die spezifische M-Pesa-Tiefe vermissen, die Tando bietet.
Der Erfolg dieser Integration hängt maßgeblich von der Aufrechterhaltung einer ausreichenden Lightning-Liquidität ab, insbesondere zu Stoßzeiten bei Überweisungen. Sollte Tando diese Spitzen nicht bewältigen können, könnte das Vertrauen der Nutzer, die eine nahezu sofortige M-Pesa-Abwicklung erwarten, schnell schwinden.
Die vorsichtige Haltung der kenianischen Zentralbank gegenüber Kryptowährungen seit 2015 stellt eine weitere Hürde dar, wobei Tandos Architektur möglicherweise anders bewertet wird als der direkte Kryptohandel.
Tando und seine Partner planen, über Kenia hinaus nach Ostafrika zu expandieren. Dies signalisiert, dass Bitcoin Lightning das Potenzial hat, sich über M-Pesa in ein Massenmarkt-Zahlungsnetzwerk zu integrieren.
Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt.
Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.
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