Bitcoin Prognose: Beste Chance für Einstieg

Bitcoin bleibt angeschlagen, doch einige Analysten erkennen zunehmend attraktive Chancen. Historische Onchain-Daten und wichtige Supportzonen machen Hoffnung auf eine mögliche Stabilisierung. Vor allem das Chance-Risiko-Verhältnis wird aktuell von mehreren Experten als interessant bewertet.

Raphael Adrian von Raphael Adrian Raphael Adrian Editor Raphael Adrian Updated 4 Min. read
Bitcoin Prognose: Beste Chance für Einstieg

Das Wichtigste in Kürze

  • Bitcoin fällt unter 77.000 Dollar, zentrale Unterstützungszone hält bislang weiterhin stabil.
  • MVRV-Indikator signalisiert laut Analysten zunehmend attraktive langfristige Akkumulationsphase für Anleger.
  • Michaël van de Poppe sieht Aufwärtspotenzial bis 90.000 US-Dollar bei Stabilisierung. .

Die Korrektur am Kryptomarkt nimmt weiter Fahrt auf. Bitcoin verliert auf Wochensicht mehr als fünf Prozent und fällt erneut unter die Marke von 77.000 US-Dollar. Eine kurzfristige Erholung wurde zuletzt direkt wieder abverkauft, was die schwache Dynamik im aktuellen Marktumfeld unterstreicht. Zwar stabilisiert sich der Kurs heute etwas, doch von echtem Momentum fehlt weiterhin jede Spur.

Der übergeordnete Bärenmarkt bleibt damit intakt. Dennoch zeigen historische Daten immer wieder: Gerade in Phasen schwacher Stimmung entstehen oft die besten langfristigen Chancen. Einige Onchain-Indikatoren deuten nun darauf hin, dass Bitcoin zunehmend in eine Zone fällt, in der langfristig orientierte Investoren wieder verstärkt akkumulieren könnten.

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MVRV-Indikator signalisiert mögliche Akkumulationszone bei Bitcoin

Der Analyst Ali Charts verweist aktuell auf eine interessante Entwicklung beim sogenannten MVRV Ratio. Diese Kennzahl gehört zu den wichtigsten Onchain-Metriken im Bitcoin-Markt und wird genutzt, um zu bewerten, ob Bitcoin historisch eher überbewertet oder unterbewertet ist. Vereinfacht gesagt vergleicht die MVRV Ratio den aktuellen Marktwert von Bitcoin mit dem realisierten Wert aller Coins im Netzwerk. Liegt die Kennzahl hoch, sitzen viele Anleger auf deutlichen Gewinnen. Sinkt die Ratio dagegen stark, wird Bitcoin zunehmend günstiger bewertet.

Besonders relevant ist nun der Vergleich mit dem gleitenden 180-Tage-Durchschnitt der MVRV Ratio. Genau unter diese Linie ist der Indikator zuletzt gefallen. Historisch galt das oft als Zeichen dafür, dass übermäßige Euphorie aus dem Markt gespült wurde und sich Bitcoin wieder in einer attraktiveren Bewertungszone befindet.

Die Idee dahinter: Während kurzfristige Trader in Korrekturphasen verkaufen oder aus Unsicherheit Positionen abbauen, beginnen langfristig orientierte Anleger häufig mit schrittweiser Akkumulation. Genau deshalb bezeichnet Ali Charts die aktuelle Phase als „High Conviction Accumulation Zone“. Der Markt preist laut dieser Interpretation bereits viel Unsicherheit und Risiko ein.

Auffällig ist zudem, dass frühere Marktphasen mit ähnlichen Signalen häufig den Grundstein für spätere Erholungen legten. Zwar bedeutet das nicht automatisch ein unmittelbares Comeback für Bitcoin, kurzfristig bleibt das Momentum klar schwach. Solange die MVRV Ratio jedoch unter ihrem 180-Tage-Durchschnitt konsolidiert, könnte sich laut Analysten eine strategisch interessante Aufbauphase entwickeln – insbesondere für Anleger mit langfristigem Zeithorizont.

Analyst sieht attraktive Chance trotz schwachem Bitcoin-Momentum

Auch der bekannte Analyst Michaël van de Poppe sieht aktuell ein interessantes Chance-Risiko-Verhältnis für Bitcoin – trotz des weiterhin schwachen Marktumfelds. Entscheidend sei laut ihm vor allem, dass eine zentrale Unterstützungszone bisher verteidigt werden konnte. Konkret verweist van de Poppe auf den Bereich zwischen 75.000 und 76.000 US-Dollar. Solange Bitcoin darüber bleibt, sieht er keinen unmittelbaren Crash auf neue Tiefs.

Besonders spannend ist dabei die Kombination aus technischer Analyse und makroökonomischen Faktoren. Van de Poppe argumentiert, dass zuletzt vor allem steigende Renditen bei US-Staatsanleihen sowie anziehende Ölpreise Risikoanlagen belastet haben. Genau diese beiden Faktoren müssten sich jedoch abschwächen, damit Aktienmärkte und Kryptowährungen wieder Momentum entwickeln können. Fallen Renditen und Ölpreise zurück, könnte Kapital wieder stärker in risikoreiche Assets wie Bitcoin und Altcoins fließen.

Charttechnisch beobachtet der Analyst vor allem das sogenannte CME Gap bei rund 79.100 US-Dollar. Dabei handelt es sich um eine Kurslücke im Futures-Markt, die Bitcoin historisch häufig wieder anläuft. Ein Ausbruch über diesen Bereich könnte laut van de Poppe eine deutlich stärkere Aufwärtsbewegung auslösen. Als mögliches Ziel nennt er anschließend die Zone zwischen 86.000 und 90.000 US-Dollar.

Gleichzeitig betont der Analyst jedoch, dass kurzfristig wohl zunächst eine Phase niedriger Volatilität bevorsteht. Bitcoin könnte sich also über Wochen seitwärts bewegen und dabei Kraft für den nächsten größeren Impuls sammeln. Genau darin sieht van de Poppe aktuell die Chance: Das Abwärtsrisiko erscheine begrenzt, solange die zentrale Supportzone hält, während auf der Oberseite deutlich größeres Potenzial entstehen könnte. Besonders Altcoins könnten seiner Ansicht nach profitieren, sobald Bitcoin wieder nachhaltig Stärke zeigt und die Marke von 82.000 US-Dollar zurückerobert.

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Raphael Adrian

Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt. Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.

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