Arthur Hayes sprach am 27 April auf der Bitcoin 2026 in Las Vegas im Slot „21 Weeks Later“.
Sein Jahresendziel für Bitcoin liegt bei rund 125.000 US-Dollar.
Bitcoin konnte zuletzt tatsächlich wieder Momentum gewinnen und kratzt aktuell an der 80.000 US-Dollar-Marke.
Arthur Hayes bleibt seinem Ruf treu: laut, makrofixiert, bullish. Auf der Bitcoin 2026 erklärte der BitMEX-Mitgründer, warum Krieg, Kreditexpansion und Liquidität den BTC-Kurs wieder ans Allzeithoch treiben könnten.
Hayes’ Wette: Krieg frisst Disziplin, Bitcoin frisst Liquidität
Der Kern seiner These ist simpel, aber unbequem: Wenn Staaten in Kriegszeiten mehr ausgeben, müssen sie diese Ausgaben finanzieren. Und wenn Banken gleichzeitig mehr Spielraum für Kreditvergabe bekommen, kann daraus ein Liquiditätsimpuls entstehen, der riskante Assets stützt. Genau hier sieht Hayes Bitcoin wieder in seinem Element. So erwartet er Bitcoin bis Jahresende bei 125.000 US-Dollar, getragen von Verteidigungsausgaben, Kreditwachstum und veränderten US-Bankenregeln.
Für ihn ist nicht der Leitzins allein entscheidend, sondern die Menge an Geld und Kredit, die tatsächlich durch das System läuft. Der regulatorische Baustein dafür: US-Behörden haben die Regeln zur Enhanced Supplementary Leverage Ratio angepasst; laut Federal Reserve tritt die finale Regel am 1. April 2026 in Kraft und soll große Banken weniger von niedrig riskanten Aktivitäten wie der Vermittlung von US-Staatsanleihen abhalten. Die OCC beschreibt denselben Schritt als Anpassung für die größten und systemrelevantesten US-Banken, damit die Leverage-Regel eher als Absicherung und weniger als dauerhafte Bremse wirkt.
125.000 US-Dollar klingen wild – sind aber vor allem eine Liquiditätswette
Hayes formulierte seine Prognose bewusst zugespitzt. So sagte er auf der Bühne, nach etwas Seitwärtsbewegung und Krieg sei es nun Zeit für den Ausbruch; sein Ziel bis Jahresende liege bei etwa 125.000 US-Dollar. Der Satz ist typisch Hayes: markig, leicht überdreht, aber nicht ohne analytischen Unterbau. Bitcoin ist laut CoinGecko inzwischen klar makroempfindlich geworden und reagiert auf Zinspolitik, Inflation, geopolitische Ereignisse und globale Nachrichtenlage.
Trotzdem bleibt Vorsicht Pflicht. Hayes liegt mit seinen großen Calls nicht automatisch richtig, nur weil die Story gut klingt. Bitcoin muss nicht zwingend steigen, weil die Welt kurzfristig stabiler scheint.
Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt.
Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.
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