Bitcoin wackelt vor Powell: Kommt heute der nächste Abverkauf?

On Apr. 29, 2026 at 11:36 am UTC by · 2 Min. read

Bitcoin wartet auf den Fed-Zinsentscheid. Powell, Öl-Schock und Dollar-Stärke könnten heute Abend neue Krypto-Volatilität auslösen.

Bitcoin geht angeschlagen in den wichtigsten Makro-Termin der Woche. Die Krypto-Leitwährung handelt laut CoinGecko heute bei rund 77.600 US-Dollar und bleibt damit unter der psychologisch wichtigen Marke von 80.000 US-Dollar, während Ethereum bei rund 2.330 US-Dollar, XRP bei rund 1,40 US-Dollar und Solana bei rund 85 US-Dollar notieren.

Warum die Fed Bitcoin heute gefährlich werden kann

Bereits im März beließ die Fed den Zielkorridor bei 3,50 bis 3,75 Prozent. Damals verwies sie auf eine solide Konjunktur, weiterhin erhöhte Inflation und unsichere Folgen der Entwicklungen im Nahen Osten.

Heute erwartet der Markt erneut keine Zinssenkung. Das Fedwatch-Tool zeigt, dass die Fed ihren Leitzins voraussichtlich unverändert lässt, während sie die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges und der höheren Energiepreise abwägt. Genau hier liegt das Problem für Bitcoin: Bleibt Powell vorsichtig oder klingt sogar hawkisher, könnte der US-Dollar gestützt werden und Risikoanlagen belasten. Zu beachten gilt zudem, dass steigende Ölpreise die Inflationssorgen verschärfen.

Bitcoin Prognose (BTC): Aktuell 2026 & langfristige Entwicklung bis 2030

Zwischen 75.000 und 80.000 US-Dollar entscheidet sich der Abend

Charttechnisch ist die Lage schnell erzählt: Bitcoin hat oben bei 80.000 US-Dollar weiter keinen sauberen Ausbruch geschafft, unten wird die Zone zwischen 76.000 und 77.000 US-Dollar beobachtet. Analysten sähen den Bereich um 78.000 bis 79.500 US-Dollar als zentrale Hürde, während 76.000 bis 77.000 US-Dollar kurzfristig als wichtige Unterstützung gelten. Der Analyst Michaël van de Poppe schrieb auf X, die aktuelle Schwäche sei eine typische Pre-FOMC-Korrektur bei Bitcoin; solange BTC über 73.000 US-Dollar bleibe, sehe er aber keinen Grund zur Panik.

Das ist die bullische Lesart. Die bearishe ist einfacher: Wenn Powell keine Hoffnung auf baldige Lockerung zulässt, könnten kurzfristige Spekulanten Gewinne mitnehmen. Der Markt ist also liquide genug für kräftige Ausschläge, aber nicht stark genug, um Makro-Risiken einfach wegzulächeln.

Die saubere Einordnung lautet deshalb: Heute Abend geht es nicht um eine Zinssenkung. Es geht um die Frage, ob Powell dem Markt die Tür für spätere Senkungen offenlässt oder sie faktisch zuschlägt. Für Bitcoin wäre ersteres Rückenwind. Letzteres könnte den nächsten Test der 75.000-US-Dollar-Zone bringen. Wer zusätzlich die Altcoin-Seite beobachten will, findet hier die aktuelle Ethereum-Prognose.

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