Experte: Nur Bitcoin kann gegen KI bestehen

Künstliche Intelligenz entwickelt sich aktuell zum wichtigsten Technologietrend an den Finanzmärkten. Auch der Kryptosektor wird dadurch massiv verändert – sowohl positiv als auch negativ. Experten erwarten deshalb, dass AI und Blockchain in den kommenden Jahren immer stärker miteinander verschmelzen und neue Marktstrukturen entstehen.

Raphael Adrian von Raphael Adrian Raphael Adrian Editor Raphael Adrian Updated 3 Min. read
Experte: Nur Bitcoin kann gegen KI bestehen

Das Wichtigste in Kürze

  • KI-Agenten könnten Milliarden autonomer Krypto-Transaktionen künftig eigenständig abwickeln.
  • Quantencomputer bedrohen langfristig bestehende Verschlüsselung großer Blockchains und Wallets.
  • Bitcoin profitiert von digitaler Knappheit in einer KI-getriebenen Überflusswelt massiv.

Die Finanzmärkte werden aktuell vor allem von einem Thema bewegt: Künstliche Intelligenz. Während Nasdaq, Halbleiter-Aktien und Infrastrukturwerte rund um AI neue Rekorde markieren, bleibt Bitcoin bislang deutlich zurück. Der Kurs notiert weiterhin mehr als 30 Prozent unter dem Allzeithoch und viele Anleger zweifeln am Narrativ. Genau das könnte laut Jordi Visser jedoch ein Fehler sein.

Der Makro-Experte sieht Bitcoin nicht als Opfer der KI-Revolution, sondern als einen der größten Profiteure. Seine These: AI zerstört Knappheit – Bitcoin bleibt dagegen das knappste digitale Gut der Welt. Genau daraus könnte nun enormes Potenzial entstehen.

Ist Bitcoin der „reinste AI-Trade“?

Jordi Visser vertritt eine provokante These: Künstliche Intelligenz wird zahlreiche Geschäftsmodelle zerstören, Bitcoin jedoch stärken. Während AI klassische Software-Unternehmen zunehmend unter Druck setzt, weil Wissen und digitale Dienstleistungen immer leichter replizierbar werden, sieht Visser Bitcoin außerhalb dieser Entwicklung. Für ihn ist Bitcoin kein Produkt, das durch bessere Technologie ersetzt werden kann.

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Vielmehr sei Bitcoin das knappste digitale Asset überhaupt – und genau diese Knappheit werde in einer Welt voller künstlicher Intelligenz immer wertvoller.

Im Zentrum seiner Argumentation steht der Gegensatz zwischen Knappheit und Überfluss. AI sorgt laut Visser dafür, dass Intelligenz zunehmend zur Massenware wird. Inhalte, Software, Analysen oder kreative Leistungen können nahezu unbegrenzt erzeugt werden. Dadurch verlieren viele traditionelle Geschäftsmodelle ihren Schutzgraben. Kapital suche in einer solchen Welt automatisch nach Vermögenswerten, die nicht beliebig kopierbar sind. Bitcoin erfülle diese Eigenschaft besser als nahezu jedes andere Asset.

Zudem glaubt Visser, dass Blockchain-Technologie in der AI-Ära massiv an Bedeutung gewinnt. Wenn künstliche Intelligenz digitale Inhalte perfekt imitieren kann, werde Authentizität entscheidend. Genau hier könnten öffentliche Blockchains und Bitcoin als vertrauenswürdige Basis dienen.

Besonders spannend ist auch seine Sicht auf die Finanzmärkte. Visser erwartet, dass künftig Millionen AI-Agenten automatisch handeln und Liquidität steuern werden. Diese agieren emotionslos, kennen weder Angst noch Gier und konzentrieren Kapital auf hochliquide Assets. Davon könnte Bitcoin überproportional profitieren. Gleichzeitig könnten dadurch klassische Marktzyklen verschwinden. Statt langsamer Bewegungen erwartet Visser künftig aggressive Parabeln, schnelle Crashs und extreme Volatilität.

Obwohl Bitcoin laut Visser kaum klassische Fundamentaldaten besitzt, sieht er genau darin eine Stärke. „Belief is harder than fundamentals“, argumentiert er. Fundamentaldaten verändern sich ständig, Glaubenssysteme dagegen überleben oft Jahrzehnte. Kombiniert mit Inflation, der hohen US-Staatsverschuldung und der zunehmenden Rolle autonomer AI-Agenten sieht Visser deshalb enormes Kapitalpotenzial für Bitcoin. Technisch erwartet er sogar den Beginn einer dritten Elliott-Welle – typischerweise die stärkste Phase eines Marktzyklus. Laut seiner Einschätzung könnte Bitcoin deshalb noch vor Jahresende neue Allzeithochs markieren.

Warum KI den Kryptomarkt noch jahrelang beschäftigen wird

Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend zu einem der wichtigsten Trends für den Kryptomarkt. Dabei entstehen gleichzeitig enorme Chancen und neue Risiken. Einerseits wächst die Sorge vor Quantencomputern, die langfristig heutige Verschlüsselungssysteme angreifen könnten. Immer häufiger diskutieren Experten deshalb über den sogenannten „Q-Day“, an dem bestehende Sicherheitsstandards potenziell verwundbar werden. Gerade Bitcoin und große Blockchains müssen sich deshalb langfristig mit quantensicheren Lösungen beschäftigen.

Auf der anderen Seite eröffnet AI völlig neue Anwendungsfälle für Kryptowährungen. Bereits heute wickeln autonome AI-Agenten Transaktionen onchain ab und nutzen Blockchains für Micropayments, die mit klassischen Zahlungsnetzwerken kaum wirtschaftlich wären. Besonders spannend: Viele dieser Transaktionen sind so klein, dass traditionelle Anbieter wie Visa daran kaum verdienen könnten.

Zudem könnten AI-Agenten künftig eigenständig Liquidität verwalten, Märkte handeln oder Smart Contracts nutzen. Genau deshalb dürfte die Verbindung aus künstlicher Intelligenz, Blockchain und digitalen Assets noch über viele Jahre ein zentrales Narrativ im Kryptomarkt bleiben.

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Raphael Adrian

Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt. Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.

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