Grayscale-Experten empfehlen sofortigen Einstieg bei diesen Altcoins
Während viele Altcoins weit von ihren Allzeithochs entfernt verharren, sehen führende Experten eine Kaufchance. Die Bewertungen wirken günstig, nun könnte die Zeit für Altcoins kommen.
Die letzte Altcoin-Saison liegt lange zurück, kaum Momentum bei Altcoins.
Grayscale-Analysten sehen attraktive Bewertung, langfristig günstige Zonen für Einstieg.
Das Investieren in Altcoins wird in 2026 selektiver, der Markt ist herausfordernd.
Viele Altcoins sind aktuell weit von ihren Allzeithochs entfernt – ein klarer Hinweis auf den anhaltenden Bärenmarkt. Eine klassische Altcoin-Saison blieb zuletzt aus, was auch der Altcoin Season Index bestätigt. Stattdessen dominierte Bitcoin die Kapitalströme, während Altcoins strukturell unter Druck standen.
Diese Entwicklung zeigt sich besonders in den vergangenen Monaten, in denen Anleger verstärkt Sicherheit suchten. Langfristig scheint diese Präferenz für Bitcoin sogar noch zuzunehmen.
Doch genau in dieser Phase sehen erste institutionelle Stimmen wieder Chancen: Analysten von Grayscale argumentieren nun, dass viele Altcoins aktuell auf einem attraktiven Bewertungsniveau angekommen sein könnten.
Die Analysten von Grayscale, angeführt von Research-Chef Zach Pandl, sehen trotz makroökonomischer Unsicherheiten ein zunehmend attraktives Chance-Risiko-Verhältnis bei Altcoins. Zwar bleibt das Umfeld angespannt – insbesondere durch geopolitische Risiken und eine unklare Geldpolitik – doch genau diese Unsicherheit könnte bereits in den Kursen eingepreist sein. Laut Grayscale haben sich Krypto-Assets zuletzt bemerkenswert robust gezeigt. Während traditionelle Märkte wie der S&P 500 im März rund 5 % verloren, konnte ein breiter Krypto-Sektorindex sogar leicht zulegen.
Diese relative Stärke interpretieren die Analysten als mögliches Zeichen für überverkaufte Zustände. Besonders interessant: Seit dem Start von Krypto-ETPs Anfang 2024 liegt ein Altcoin-Korb rund 59 % unter seinen Hochs, während er sich nur minimal von den Tiefstständen erholen konnte. Historisch betrachtet deutet eine solche Konstellation oft auf attraktive Einstiegsniveaus hin – vorausgesetzt, die fundamentale Entwicklung bleibt intakt.
Zudem betont Grayscale, dass viele führende Altcoins weiterhin starke Netzwerkeffekte und reale Anwendungsfälle bieten. Projekte wie Ethereum, Solana oder Chainlink seien tief in der Infrastruktur des Kryptomarktes verankert und könnten langfristig von wachsender Adoption profitieren. Gleichzeitig sorgen technologische Fortschritte und neue Narrative – etwa rund um KI oder Layer-2-Lösungen – für zusätzliche Fantasie.
Grayscale Research believes that the current levels for leading altcoins like $ETH, $SOL, $LINK, $SUI, and $AVAX, amongst others, offer a potentially compelling entry point.
Dennoch warnen die Analysten vor kurzfristiger Volatilität. Eine nachhaltige Trendwende sei stark von makroökonomischen Faktoren wie Liquidität und Zinspolitik abhängig. Trotzdem bleibt die Kernaussage klar: Wer langfristig denkt, findet im aktuellen Marktumfeld bei ausgewählten Altcoins zunehmend interessante Chancen – gerade weil die Mehrheit der Anleger derzeit noch zurückhaltend agiert.
„Kernaussage: Wir können nicht sicher sein, ob die Kryptobewertungen ihren Tiefpunkt erreicht haben, aber die jüngste Preisentwicklung sieht ermutigend aus, und Altcoins werden nahe dem unteren Ende ihrer Dreijahresspanne gehandelt, was einen potenziell attraktiven Einstiegspunkt darstellt“
Altcoins zwischen strukturellem Wandel und möglichem Superzyklus
Die Einschätzungen unter bekannten Krypto-Analysten könnten derzeit kaum unterschiedlicher ausfallen. Simon Dedic vertritt eine eher nüchterne, fast schon ernüchternde Perspektive: Seiner Ansicht nach befinden wir uns möglicherweise bereits in einem Bullenmarkt – doch dieser fühlt sich nicht mehr so an wie früher. Die Zeiten explosiver Altcoin-Rallyes mit 100x-Gewinnen und massiver Euphorie seien vorbei. Stattdessen erwartet er eine deutlich reifere Marktstruktur, in der Wachstum langsamer, nachhaltiger und fundamental getrieben verläuft. Stablecoins, reale Anwendungen und echte Umsätze von Krypto-Unternehmen könnten künftig im Fokus stehen – nicht mehr kurzfristige Spekulation.
Unpopular opinion:
Most likely we are already in a bull run, but it won't ever feel like a bull run again.
Cycles are dead. There won't be a 3-month mania anymore where everything 100x's and your barber asks you about altcoins.
Ganz anders bewertet Analyst CW die aktuelle Lage. Er sieht klare Anzeichen dafür, dass sich im Hintergrund bereits eine massive Akkumulation von Altcoins abspielt. Besonders spannend: Daten zum CEX-Volumen zeigen, dass Altcoins im Verhältnis zu den größten Assets zunehmend stärker gehandelt werden. Historisch gingen solche Phasen oft einer Altcoin-Saison voraus. Laut CW könnte die nächste Altcoin-Phase daher sogar stärker ausfallen als im letzten Zyklus – auch wenn sie bislang noch nicht voll sichtbar ist.
One thing is clear:
The 2026 alt season will be far more powerful than the last cycle.
The accumulation of altcoins has been incomparably stronger than in the last cycle.
This means that this cycle's alt season will be even stronger than the last cycle. pic.twitter.com/A130bSeXZo
Diese gegensätzlichen Perspektiven spiegeln einen entscheidenden Wendepunkt im Markt wider. Während die eine Seite argumentiert, dass der Markt erwachsener wird und extreme Übertreibungen seltener werden, setzt die andere auf wiederkehrende Zyklen und die Kraft von Liquidität sowie spekulativem Kapital. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit – wie so oft – dazwischen: Der Markt entwickelt sich weiter, bleibt aber zyklisch geprägt.
Gerade deshalb wird Selektion entscheidend. Breite Altcoin-Rallyes wie in früheren Zyklen könnten seltener werden. Stattdessen dürften gezielt Projekte mit starkem Narrativ, echtem Nutzen oder strukturellem Wachstum profitieren, während viele kleinere Coins weiterhin unterperformen.
Die Meinungen gehen weit auseinander. Klar ist jedoch: Der Markt verändert sich. Eine breite Altcoin-Saison wie früher ist keineswegs garantiert. Selektives Vorgehen wird entscheidend. Nur Projekte mit echtem Nutzen, starken Narrativen und nachhaltigem Wachstum dürften langfristig profitieren – während viele Altcoins strukturell zurückbleiben. Damit wird es zunehmend wichtiger die besten Krypto-Geheimtipps frühzeitig zu identifizieren.
Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt.
Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.
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