Hyperliquid zählt aktuell zu den stärksten Projekten im Kryptomarkt und konnte trotz der jüngsten Marktkorrektur weiter zulegen. Mit einer Bewertung in den Top 10 der größten Kryptowährungen wächst auch das Interesse institutioneller Investoren. Besonders Bitwise und sogar führende Vertreter traditioneller Börsenbetreiber sehen inzwischen erhebliches Potenzial in Hyperliquid.
99 Prozent aller Gebühren fließen in HYPE-Rückkäufe und Burnings.
Bitwise sieht Hyperliquid als neue Generation profitabler Krypto-Assets.
NYSE-Betreiber ICE beobachtet Hyperliquid und spricht mit dem Team.
Hyperliquid zeigt in einem schwachen Marktumfeld erneut bemerkenswerte Stärke. Während Bitcoin auf Wochensicht deutlich unter Druck steht und viele Altcoins weiter korrigieren, legt HYPE erneut zu und gehört inzwischen fest zu den zehn größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung. Der Token notiert aktuell bei über 61 US-Dollar und konnte in den vergangenen sieben Tagen rund sechs Prozent zulegen. Besonders auffällig: Die Kursentwicklung erfolgt trotz eines insgesamt schwachen Sentiments am Kryptomarkt. Immer mehr institutionelle Investoren beschäftigen sich inzwischen mit Hyperliquid. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt das Projekt zuletzt durch Aussagen von Bitwise, die HYPE als eines der spannendsten Krypto-Assets im aktuellen Marktumfeld bezeichnen. Genau diese Einschätzung sorgt nun für neue Diskussionen über das langfristige Potenzial des Projekts.
Bitwise sieht in den Tokenomics den entscheidenden Faktor
Für Bitwise liegt die besondere Stärke von Hyperliquid nicht allein im Wachstum der Handelsplattform, sondern vor allem in der Struktur des HYPE-Tokens. Im Mittelpunkt steht dabei ein Mechanismus, der laut Bitwise besonders leicht verständlich ist: Rund 99 Prozent der auf Hyperliquid generierten Gebühren werden genutzt, um HYPE-Token am Markt zurückzukaufen und anschließend zu verbrennen. Dadurch wird das Angebot kontinuierlich reduziert. Bitwise vergleicht dieses Modell mit klassischen Aktienrückkäufen großer Unternehmen.
Matt Hougan, CIO von Bitwise, bezeichnet HYPE deshalb sogar als einen „Gen-2-Token“. Gemeint ist damit eine neue Generation von Krypto-Assets, bei denen die wirtschaftliche Aktivität einer Plattform direkt mit dem Wert des Tokens verknüpft wird. Die Logik sei für Anleger einfach nachvollziehbar: Mehr Handelsvolumen führt zu höheren Gebühren, höhere Gebühren führen zu stärkeren Rückkäufen und stärkere Rückkäufe können langfristig den Wert des Tokens unterstützen.
“99% of fees generated on this platform are used to buy and burn HYPE tokens just like a traditional buyback.”@RasterlyRock of @Bitwise tells @jennsanasie why they’re bullish on Hyperliquid and how HYPE’s tokenomics are creating an easy narrative for investors to understand, on… pic.twitter.com/jUfYnFG8O3
Hinzu kommt, dass Bitwise seine Überzeugung inzwischen selbst mit Kapital unterstreicht. Das Unternehmen kündigte an, zehn Prozent der Managementgebühren seines neuen Hyperliquid-ETFs BHYP zu verwenden, um HYPE-Token für die eigene Bilanz zu kaufen und zu staken. Damit entsteht zusätzlicher Kaufdruck, während Bitwise gleichzeitig direkt am Erfolg des Netzwerks partizipiert.
Noch wichtiger ist jedoch die langfristige Vision. Bitwise bewertet Hyperliquid nicht mehr nur als Krypto-Perpetual-Börse. Vielmehr sieht das Unternehmen die Chance, dass sich Hyperliquid zu einer globalen Handelsplattform für unterschiedlichste Vermögenswerte entwickelt. Bereits heute werden dort neben Kryptowährungen zunehmend Märkte für Rohstoffe, Aktien, Pre-IPO-Anteile und Prediction Markets gehandelt. Genau deshalb argumentiert Bitwise, dass der Markt das langfristige Potenzial von Hyperliquid möglicherweise noch immer unterschätzt.
TradFi beobachtet Hyperliquid genau
Ein weiterer Aspekt, der die zunehmende Bedeutung von Hyperliquid unterstreicht, kommt aus dem traditionellen Finanzsektor. In einem vielbeachteten Gespräch äußerte sich Jeff Sprecher, Gründer und CEO der Intercontinental Exchange (ICE), zu Hyperliquid. ICE betreibt unter anderem die New York Stock Exchange (NYSE) und zählt damit zu den wichtigsten Börsenunternehmen der Welt. Besonders bemerkenswert: Sprecher erklärte, Hyperliquid sei inzwischen größer als die NASDAQ im Bereich des Derivatehandels und werde mit lediglich rund elf Mitarbeitern betrieben.
Seine Aussagen zeigen vor allem eines: Die etablierten Börsenbetreiber nehmen Hyperliquid inzwischen ernst. Laut Sprecher habe ICE mehrfach Gespräche mit dem Hyperliquid-Team geführt, um besser zu verstehen, weshalb die Plattform so schnell wächst und welche Nachfrage sie bedient. Besonders hervorgehoben wurde dabei die Tatsache, dass Hyperliquid Märkte rund um die Uhr geöffnet hält. Während klassische Börsen am Wochenende schließen, können Nutzer auf Hyperliquid durchgehend handeln.
Jeff Sprecher, founder and CEO of $ICE (owns the NYSE) on Hyperliquid: "This Hyperliquid that we're talking — if you haven't heard about it, it's bigger than NASDAQ, okay? It's 11 people. You look at it, you're like, wow, that's pretty something."
Auch Bernstein griff diesen Punkt jüngst auf. Die Analysten argumentieren, dass Hyperliquid eine Nachfrage bedient, die traditionelle Börsen bislang nicht vollständig abdecken können. Anleger wollen zunehmend globale, jederzeit verfügbare Märkte mit sofortiger Abwicklung und hoher Liquidität. Genau hier positioniert sich Hyperliquid als Alternative zu klassischen Handelsplätzen.
Interessant ist zudem, dass Sprecher keine unmittelbare Bedrohung für ICE sieht. Stattdessen erklärte er, dass die etablierten Finanzhäuser derzeit versuchen zu verstehen, welche Elemente dieses Modells künftig in regulierte Märkte integriert werden könnten. Damit verändert sich die Wahrnehmung von Hyperliquid grundlegend: Das Projekt wird nicht mehr nur als erfolgreiche Kryptobörse betrachtet, sondern zunehmend als potenzieller Innovationstreiber für die gesamte Finanzindustrie. Allein die Tatsache, dass die Betreiber der NYSE öffentlich über Hyperliquid sprechen und den Austausch mit dem Team suchen, verdeutlicht, wie stark die Plattform mittlerweile auch außerhalb der Kryptobranche wahrgenommen wird.
Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt.
Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.
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