Morgan Stanley will den Bitcoin-ETF MSBT am 8. April starten. Mit 0,14 Prozent Gebühren setzt die Bank auf Angriff im ETF-Markt.
Morgan Stanley will den eigenen Spot-Bitcoin-ETF MSBT am 8. April an die NYSE Arca bringen. Die Gebühren liegen laut SEC-Unterlagen bei nur 0,14 Prozent.
Morgan Stanley eröffnet den nächsten Preiskampf bei Bitcoin-ETFs
Der eigentliche Paukenschlag steckt in den Unterlagen. Im Prospekt des Morgan Stanley Bitcoin Trust ist eine jährliche Delegated Sponsor Fee von 0,14 Prozent ausgewiesen. Damit liegt das Produkt klar unter dem, was Marktführer BlackRock für den iShares Bitcoin Trust ETF (IBIT) aktuell verlangt. Dort nennt die Produktseite eine Management Fee von 0,25 Prozent. Für den Markt ist das mehr als nur Kosmetik. Die Preisfrage entscheidet im ETF-Geschäft oft darüber, welches Produkt in Modellportfolios landet und welches nur mitläuft. Wer tiefer in die ETF-Mechanik einsteigen will, findet bei Coinspeaker den passenden Hintergrund in Bitcoin-ETFs als Anker: Wie institutionelles Kapital den Krypto-Markt neu definiert.
Klar ist auch: Morgan Stanley setzt nicht auf ein exotisches Konstrukt, sondern auf vertraute Marktinfrastruktur. Der Trust soll laut Prospekt auf NYSE Arca handeln und unter dem Ticker MSBT laufen. Als Bitcoin-Custodians nennt der Prospekt BNY und Coinbase Custody Trust Company. Zusätzlich fungiert BNY als Transfer Agent und als Cash Custodian für die Barmittel des Trusts. Das ist bewusst nah an der klassischen ETF-Logik gebaut und dürfte institutionellen Kunden den Einstieg erleichtern.
Morgan Stanley Bitcoin ETF $MBST going effective tomorrow looks like, Wed 4/8, via NYSE listing notice. pic.twitter.com/n95IKdbefU
— Eric Balchunas (@EricBalchunas) April 7, 2026
Die eigentliche Wette heißt Vertrieb
Der größere Hebel liegt ohnehin nicht nur bei den Gebühren, sondern im Vertrieb. Morgan Stanley wirbt auf der eigenen Karriereseite mit 16.000+ Financial Advisors. Genau dort könnte MSBT seinen Vorsprung suchen: nicht über laute Krypto-Erzählungen, sondern über die direkte Einbindung in bestehende Vermögensverwaltungs- und Brokerage-Strukturen. Reuters hatte bereits im Januar den ETF-Antrag als wichtigen Vorstoß einer großen US-Bank in den Markt für Krypto-ETFs eingeordnet. Für die Frage, wie Krypto in klassische Portfolios einsortiert wird, passt bei Coinspeaker auch Kryptowährungen als Rentenvorsorge – Chancen, Risiken & Tipps.
Genau deshalb ist MSBT mehr als nur ein weiterer Fonds. Morgan Stanley unterbietet die Konkurrenz nicht nur beim Preis, sondern koppelt das Produkt an ein gewaltiges Beraternetz. Das dürfte den Konkurrenzdruck auf BlackRock, Fidelity und Co. erhöhen. Sollte der Start am 8. April wie angekündigt erfolgen, beginnt damit nicht nur ein neues Produktkapitel, sondern sehr wahrscheinlich auch die nächste Runde im Gebührenkrieg der Spot-Bitcoin-ETFs.
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