Bitget integriert Sygnum Protect für institutionelle Sicherheiten

On Sep. 26, 2026 at 3:12 p.m. UTC by · 2 Min. read

Bitget integriert Sygnum Protect: Die Off-Exchange-Verwahrung hält Sicherheiten außerhalb der Börsenbilanz, aber für den Handel verfügbar.

Die Krypto-Börse Bitget hat die Off-Exchange-Verwahrungsplattform der Schweizer Digital-Asset-Bank Sygnum integriert. Damit macht der Anteil des globalen Spot- und Derivatehandels, der gegen bei Banken gehaltene Sicherheiten abgewickelt wird, nach Angaben von Sygnum nun mehr als die Hälfte des weltweiten Volumens aus.

Bitget integriert Sygnum Protect für institutionelle Sicherheiten

Im Rahmen der Partnerschaft können institutionelle Bitget-Kunden weiterhin an der Börse mit Spot-Produkten und Derivaten handeln, während ihre Sicherheiten außerhalb der Bitget-Bilanz in der regulierten Verwahrung von Sygnum in der Schweiz liegen. Dort werden sie nach Schweizer Bankenrecht getrennt verwahrt und sind vor einer Zahlungsunfähigkeit der Börse geschützt. Das hinterlegte Guthaben wird auf Bitget gespiegelt und steht dort unmittelbar für den Handel zur Verfügung.

Bitget betreut nach eigenen Angaben mehr als 125 Millionen Nutzer in über 150 Ländern und zählt gemessen am Derivatevolumen zu den größten Handelsplätzen weltweit. Die Kooperation fällt in eine Phase, in der Bitget laut einem separaten Bericht über einen Auszahlungsstopp mit Sicherheitsfragen konfrontiert ist – ein Umstand, der die Rolle ausgelagerter, bankregulierter Verwahrung für institutionelle Kunden zusätzlich in den Fokus rückt.

Warum Off-Exchange-Verwahrung zur institutionellen Infrastruktur wird

Sygnum beschreibt die Entwicklung als Wandel von einer Nischenlösung für besonders vorsichtige Handelshäuser hin zu institutioneller Standardinfrastruktur. Die im April 2024 gestartete Plattform Protect steigerte die verwalteten Vermögen im Jahr 2025 um mehr als 900 Prozent auf über 1 Milliarde US-Dollar und gilt damit als größte bankbetriebene Off-Exchange-Verwahrungsplattform ihrer Art.

Protect akzeptiert als Sicherheiten unter anderem Bitcoin, Ether, Stablecoins und US-Staatsanleihen, deren Rendite zur Kostendeckung beiträgt – ein Unterscheidungsmerkmal gegenüber Plattformen, die nicht von Banken betrieben werden. Wie sich dieser Ansatz in den regulatorischen Rahmen für institutionelle Krypto-Verwahrung einfügt, zeigt sich auch daran, dass die bei Sygnum hinterlegten Sicherheiten dem direkten Kontrahentenrisiko der Börse entzogen sind – ein Effekt, der ausschließlich für Guthaben innerhalb dieser Struktur gilt und nicht automatisch auf sämtliche Kundenbestände einer Börse übertragbar ist. Wie Banken parallel eigene Verwahrangebote für Bitcoin und Stablecoins aufbauen, unterstreicht den branchenweiten Trend zu regulierten Lösungen.

Stimmen von Sygnum und Bitget

Thomas Eichenberger, Deputy Group Chief Executive der Sygnum Bank, erklärte, die Off-Exchange-Verwahrung sei zum Rückgrat der Abwicklung im institutionellen Handel mit digitalen Vermögenswerten geworden.

Bitget-Chefin Gracy Chen erklärte, dass sich die Verwahrung auf Bankenniveau schnell zu dem Standard entwickle, den Institutionen erwarteten.

Als redaktioneller Hinweis gilt: Die Verwahrlösung für digitale Vermögenswerte von Sygnum Protect sieht vor, dass Sicherheiten außerhalb der Börsenbilanz bei Sygnum verwahrt und auf Bitget für den Handel gespiegelt werden.

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