Ripple-Fans träumen von 20 Dollar, doch Liquidität wird knapp

XRP bleibt zuletzt klar unter Druck und fällt erneut unter wichtige Kursmarken. Der gescheiterte Ausbruch belastet das Sentiment zusätzlich, während neue Impulse bislang fehlen. Dennoch sehen einige Analysten weiterhin erhebliches Potenzial für eine größere Trendwende. Gleichzeitig deutet eine neue CryptoQuant-Analyse darauf hin, dass niedrige Liquidität künftig besonders starke Kursbewegungen ermöglichen könnte.

Raphael Adrian von Raphael Adrian Raphael Adrian Editor Raphael Adrian Updated 3 Min. read
Ripple-Fans träumen von 20 Dollar, doch Liquidität wird knapp

Das Wichtigste in Kürze

  • XRP scheitert am Ausbruch, Analyst sieht dennoch langfristig enormes Potenzial.
  • Technische Indikatoren signalisieren mögliche Trendwende bei XRP laut Analysten.
  • Sinkende Liquidität könnte künftig massive XRP-Kursbewegungen deutlich verstärken.

XRP zeigt sich zuletzt erneut schwach. Der Kurs fiel wieder unter 1,35 US-Dollar zurück, nachdem ein Ausbruch über wichtige Widerstände scheiterte. Damit bleibt der Abwärtstrend zunächst intakt, während XRP auf Monatssicht deutlich im Minus notiert. Neue Impulse fehlen aktuell weitgehend, das Momentum wirkt schwach und Anleger bleiben vorsichtig.

Dennoch gibt es weiterhin bullische Stimmen am Markt. Ein bekannter koreanischer Analyst hält sogar einen langfristigen Anstieg auf 20 US-Dollar für möglich. Gleichzeitig zeigt eine neue CryptoQuant-Analyse, dass die Liquidität bei XRP massiv zurückgeht. Genau das könnte jedoch größere Kursbewegungen in der XRP Prognose begünstigen – in beide Richtungen.

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Analyst sieht XRP langfristig bei 20 US-Dollar

Der koreanische Analyst Ninedex bleibt trotz der jüngsten Schwächephase überraschend optimistisch für XRP. In seiner aktuellen Analyse verweist er auf den langfristigen Wochenchart und argumentiert, dass XRP weiterhin einem strukturellen Wachstumskanal folgt. Besonders wichtig sei dabei die sogenannte „grüne Kanalstruktur“, die XRP bereits seit mehreren Marktzyklen begleite. Laut seiner Einschätzung hat XRP zwischen 2014 und 2016 den Übergang von einem kleinen Altcoin zu einem etablierten Large-Cap-Asset geschafft. Seitdem verlaufe die Entwicklung deutlich stabiler.

Als entscheidenden Support identifiziert der Analyst die Fibonacci-Zone bei 0,382 – die von ihm genannte „blaue Linie“. Diese Unterstützungszone habe zwischen 2022 und 2024 mehrfach gehalten und werde aktuell erneut verteidigt. Technisch verweist Ninedex dabei auf mehrere Indikatoren. Der langfristige Stochastic-Indikator habe sich zuletzt aus stark überverkauften Bereichen erholt. Gleichzeitig bilde der MACD auf Wochenbasis einen sogenannten Golden Cross aus, während der Oszillator wieder in positives Terrain ansteige. Für viele Trader gelten solche Signale als Hinweis auf einen möglichen Trendwechsel.

Kurzfristig sieht der Analyst zunächst 2 US-Dollar als wichtige Hürde. Sollte XRP diese Zone nachhaltig überwinden, hält er einen Anstieg auf rund 5 US-Dollar für realistisch. Die wirklich spektakuläre Prognose betrifft jedoch ein mögliches Overshooting-Szenario ähnlich wie im Jahr 2018. Sollte XRP erneut eine parabolische Phase erleben, seien laut Ninedex sogar Kurse von bis zu 20 US-Dollar denkbar. Noch bleibt das klar spekulativ – doch der Analyst sieht die langfristige Struktur weiterhin intakt.

CryptoQuant-Daten: Sinkende Liquidität könnte explosive Bewegungen auslösen

Während viele Anleger aktuell vor allem auf den schwachen Kursverlauf blicken, zeigt eine neue Analyse von CryptoQuant eine andere Entwicklung im Hintergrund: Die Liquidität bei XRP auf Binance ist auf den niedrigsten Stand seit Januar 2020 gefallen. Konkret basiert die Analyse auf dem sogenannten „30D Liquidity Index“. Dieser misst vereinfacht gesagt, wie viel Marktliquidität und Tiefe aktuell vorhanden sind. Der Wert fiel zuletzt auf nur noch rund 0,043 Punkte und signalisiert damit eine massive Austrocknung des Orderbuchs.

Historisch lagen die Werte zwischen 2022 und 2024 teilweise deutlich über 3 oder sogar 4 Punkten. Damals war das Handelsvolumen wesentlich höher, die Marktteilnehmer aktiver und die Preisdynamik stärker. Der aktuelle Rückgang zeigt dagegen, dass weniger Kapital in XRP fließt und die allgemeine Marktaktivität deutlich abgenommen hat. Genau das ist kurzfristig zunächst kein besonders bullisches Signal.

Allerdings entsteht dadurch ein interessanter Nebeneffekt: Niedrige Liquidität kann größere Kursbewegungen begünstigen. Wenn weniger Orders im Markt liegen, können bereits vergleichsweise kleine Kauf- oder Verkaufswellen stärkere Ausschläge verursachen. Große Marktteilnehmer könnten den Kurs damit wesentlich leichter bewegen als in Phasen hoher Liquidität. CryptoQuant verweist deshalb darauf, dass XRP aktuell besonders sensibel auf neue Nachfrage reagieren könnte.

Das bedeutet nicht automatisch steigende Kurse. Die Volatilität könnte in beide Richtungen zunehmen. Dennoch zeigt die Historie häufig, dass Phasen extrem niedriger Liquidität oft Vorboten größerer Marktbewegungen sind. Sollte also plötzlich wieder Kapital in XRP fließen oder ein neues Narrativ entstehen, könnte sich die Dynamik deutlich schneller beschleunigen als viele Anleger aktuell erwarten.

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Raphael Adrian

Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt. Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.

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