Umfrage von Coinbase: Große Wissenslücken bei der Krypto-Besteuerung

On März 30, 2026 at 3:54 pm UTC by · 2 Min. read

Eine aktuelle Studie von Coinbase und CoinTracker, der „2026 Crypto Tax Readiness Report“, offenbart erhebliche Unsicherheiten unter US-amerikanischen Krypto-Nutzern. Obwohl die Untersuchung an 3.000 Teilnehmern eine hohe Bereitschaft zur Steuerehrlichkeit zeigt – 74 Prozent sind sich der Steuerpflicht bewusst –, versteht weniger als die Hälfte der Befragten die grundlegenden steuerlichen Auslöser. Nur 49 Prozent identifizierten […]

Eine aktuelle Studie von Coinbase und CoinTracker, der „2026 Crypto Tax Readiness Report“, offenbart erhebliche Unsicherheiten unter US-amerikanischen Krypto-Nutzern. Obwohl die Untersuchung an 3.000 Teilnehmern eine hohe Bereitschaft zur Steuerehrlichkeit zeigt – 74 Prozent sind sich der Steuerpflicht bewusst –, versteht weniger als die Hälfte der Befragten die grundlegenden steuerlichen Auslöser. Nur 49 Prozent identifizierten den Verkauf von Kryptowährungen korrekt als steuerpflichtiges Ereignis, während fast ein Viertel fälschlicherweise glaubt, dass bereits einfache Übertragungen zwischen eigenen Wallets Steuern auslösen könnten.

Herausforderungen durch fragmentierte Bestände und neue IRS-Regeln

Ein Hauptproblem bei der korrekten Berichterstattung ist die Verteilung der digitalen Vermögenswerte über verschiedene Plattformen. Im Durchschnitt nutzen Anleger 2,5 verschiedene Wallets oder Börsen, wobei 83 Prozent auf Self-Custody-Lösungen setzen. Diese Fragmentierung erschwert die Nachverfolgung der Anschaffungskosten (Cost Basis), die für die Berechnung von Gewinnen und Verlusten unerlässlich ist. Erschwerend kommen neue Anforderungen der US-Steuerbehörde IRS für das Steuerjahr 2025 hinzu: Broker müssen zwar das Formular 1099-DA ausstellen, dieses wird jedoch oft keine Anschaffungskosten enthalten, was die Nutzer dazu zwingt, ihre Transaktionsdaten mühsam selbst über verschiedene Plattformen hinweg abzugleichen.

Vertrauen in traditionelle Tools und wachsendes Interesse an KI

Bei der Steuererklärung setzen die meisten Nutzer weiterhin auf bewährte Methoden. Rund 78 Prozent nutzen allgemeine Steuersoftware, während 52 Prozent die Hilfe von Steuerberatern in Anspruch nehmen. Spezielle Krypto-Steuerdienste werden hingegen nur von acht Prozent der Befragten genutzt. Interessanterweise wächst das Vertrauen in neue Technologien: Fast die Hälfte der Teilnehmer gab an, künstliche Intelligenz zur Berechnung ihrer Steuern nutzen zu wollen, und 30 Prozent wären sogar bereit, den gesamten Prozess einer KI anzuvertrauen.

IRS forciert digitale Zustellung von Steuerformularen

Zusätzliche Veränderungen ergeben sich durch neue Vorschläge der IRS, die eine rein elektronische Übermittlung von Steuerformularen durch Krypto-Börsen vorsehen. Die Option für Papierkopien soll demnach entfallen. Broker könnten laut dem Entwurf sogar die Geschäftsbeziehung zu Nutzern beenden, die der digitalen Zustellung widersprechen. Während die Börsen weiterhin verpflichtet bleiben, Transaktionserlöse über das Formular 1099-DA zu melden, bleibt die Verantwortung für die lückenlose Dokumentation der Anschaffungskosten und Haltefristen weiterhin allein bei den Investoren.

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