XRP News: Bullisch! Futures ziehen an, Golden Cross voraus

Die Seitwärtsbewegung bei XRP geht munter weiter. Dennoch mehren sich mögliche Hinweise auf eine bevorstehende Trendwende. Was steckt dahinter?

Raphael Adrian von Raphael Adrian Raphael Adrian Editor Raphael Adrian Updated 4 Min. read
XRP News: Bullisch! Futures ziehen an, Golden Cross voraus

Das Wichtigste in Kürze

  • XRP konsolidiert bei 1,35 US-Dollar, relative Schwäche gegen Bitcoin und Ethereum.
  • Futures-Markt wirkt konstruktiv, neues Interesse an XRP.
  • Charttechnisch spannende Formation - gelingt der Ausbruch bei XRP?.

Der Kryptomarkt zeigt sich heute insgesamt etwas schwächer und tendiert seitwärts. Während sich Bitcoin stabil behauptet, fällt XRP erneut leicht zurück und notiert rund 1 Prozent im Minus. Damit bleibt der Coin weiterhin hinter der Dynamik von Bitcoin und Ethereum zurück und zeigt in den letzten Wochen eine klare relative Schwäche.

Mit einem aktuellen Kurs von etwa 1,35 US-Dollar liegt XRP zudem weiterhin deutlich – über 65 Prozent – unter seinem Allzeithoch. Ein klarer bullischer Trend ist bislang nicht erkennbar, vielmehr dominiert ein mittelfristiger Abwärtstrend das Chartbild.

Dennoch mehren sich aktuell die Signale, dass sich eine mögliche Trendwende anbahnen könnte.

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Steigende Futures-Nachfrage und technisches Setup liefern erste Hoffnung

Ein Blick auf die aktuellen Derivatemärkte zeigt eine deutliche Zunahme des Interesses an XRP. Die Futures-Flows sind innerhalb von 24 Stunden um beeindruckende 294 Prozent auf rund 46 Millionen US-Dollar angestiegen. Diese Entwicklung signalisiert, dass wieder vermehrt Kapital in gehebelte Positionen fließt und Trader verstärkt auf kurzfristige Bewegungen spekulieren. Besonders auffällig ist dabei, dass ein Großteil der Liquidationen auf der Short-Seite stattfand. Allein in den letzten 24 Stunden wurden Short-Positionen im Umfang von rund 1,59 Millionen US-Dollar liquidiert – ein klares Zeichen dafür, dass der jüngste Preisanstieg viele bärische Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischt hat.

Gleichzeitig zeigt sich im Spotmarkt ein interessantes Gegenbild: Trotz steigender Handelsvolumina wurden XRP im Wert von über 10 Millionen US-Dollar netto von den Börsen abgezogen. Solche Abflüsse gelten in der Regel als bullisches Signal, da sie darauf hindeuten, dass Investoren ihre Coins in private Wallets transferieren und nicht kurzfristig verkaufen wollen. Diese Kombination aus wachsendem Derivate-Interesse und sinkendem Verkaufsdruck könnte mittelfristig für Stabilität sorgen.

Allerdings gibt es auch Risiken: Die starke Zunahme an Long-Positionen könnte zu einer Überhitzung führen. Wenn zu viele Marktteilnehmer auf steigende Kurse setzen, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Konsolidierung oder sogar eines kurzfristigen Rücksetzers.

Parallel dazu liefert auch die technische Analyse erste positive Signale. XRP befindet sich aktuell am unteren Rand eines langfristigen steigenden Kanals im Wochenchart. Historisch gesehen führten ähnliche Retests dieser Unterstützung – etwa in den Jahren 2017 und 2024 – zu starken Aufwärtsbewegungen. Besonders spannend ist zudem die Entwicklung des Relative-Stärke-Index (RSI): Dieser nähert sich aktuell einem sogenannten Golden Cross auf Wochenbasis. Ein solches Signal entsteht, wenn kurzfristige Momentum-Linien langfristige Durchschnitte nach oben kreuzen und gilt als potenzieller Frühindikator für eine Trendwende.

Die Kombination aus steigender Nachfrage im Futures-Markt, bullischen On-Chain-Flows und einem technisch interessanten Setup könnte somit die Grundlage für eine Erholung bilden. Dennoch bleibt entscheidend, ob XRP die aktuelle Unterstützung nachhaltig verteidigen kann und neues Momentum aufbaut. Ohne frische Kapitalzuflüsse und klare Stärke gegenüber dem Gesamtmarkt dürfte eine nachhaltige Rallye weiterhin herausfordernd bleiben, so die Ripple Prognose. 

Kurzfristiger Verkaufsdruck durch wieder steigende Börsenzuflüsse

Ein Blick auf die aktuelle On-Chain-Metrik „Exchange Net Position Change“ zeigt eine interessante kurzfristige Entwicklung: In den letzten drei Tagen sind bei XRP wieder Nettozuflüsse auf die Börsen zu beobachten. Das bedeutet, dass mehr Coins auf Handelsplattformen transferiert wurden als abgezogen – ein Signal, das häufig mit steigender Verkaufsbereitschaft einhergeht. Investoren bringen ihre Bestände typischerweise auf Exchanges, um diese zu veräußern oder kurzfristig zu handeln.

Auch wenn das Niveau dieser Zuflüsse aktuell noch vergleichsweise moderat ist, kann dieser Trend kurzfristig Druck auf den Kurs ausüben. Gerade in einer Phase ohne klares Momentum reicht bereits ein leichter Angebotsüberhang, um eine Erholung auszubremsen.

XRP

Für ein bullisches Szenario wäre es daher entscheidend, dass sich dieser Trend wieder umkehrt. Nachhaltige Nettoabflüsse von den Börsen würden darauf hindeuten, dass Investoren XRP akkumulieren und in Cold Wallets verschieben – ein klassisches Signal für Vertrauen und potenziell steigende Kurse.

XRP-ETFs ohne Momentum – Nachfrage bleibt bislang aus

Auch ein Blick auf die US-Spot-ETF-Flows bei XRP zeigt aktuell ein eher verhaltenes Bild. In den letzten beiden Wochen ist kaum nennenswertes Kapital in entsprechende Produkte geflossen, die Nettozuflüsse bewegen sich größtenteils nahe der Nulllinie. Damit fehlt ein entscheidender Impulsgeber, der in anderen Marktphasen häufig als Katalysator für stärkere Kursbewegungen fungiert.

Zwar gab es in der Vergangenheit vereinzelte größere Zuflüsse, doch diese waren nicht nachhaltig genug, um einen klaren Trend zu etablieren. Vielmehr dominieren aktuell kleinere Zu- und Abflüsse, die auf eine gewisse Unsicherheit und Zurückhaltung institutioneller Investoren hindeuten.

Gerade im Vergleich zu Bitcoin oder Ethereum wird deutlich, dass XRP derzeit nicht im Fokus größerer Kapitalströme steht. Für ein konstruktiveres Gesamtbild wäre daher eine spürbare Zunahme der ETF-Zuflüsse wünschenswert. Erst wenn hier wieder Dynamik entsteht, könnte sich auch das mittelfristige Sentiment rund um XRP deutlich aufhellen.

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Raphael Adrian

Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt. Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.

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