XRP News: Frische Daten zeigen „extreme Unterbewertung“

XRP bleibt technisch angeschlagen und kämpft weiter mit deutlicher Kursschwäche. Dennoch sehen einige Analysten aktuell auffällige Parallelen zur Situation vor der Rallye Ende 2024. Besonders ein möglicher erfolgreicher Retest einer wichtigen Trendlinie sorgt jetzt wieder für vorsichtigen Optimismus.

Raphael Adrian von Raphael Adrian Raphael Adrian Editor Raphael Adrian Updated 3 Min. read
XRP News: Frische Daten zeigen „extreme Unterbewertung“

Das Wichtigste in Kürze

  • XRP scheitert erneut am Ausbruch und bleibt klar im Abwärtstrend.
  • Analyst erkennt Parallelen zur explosiven XRP-Rallye aus November 2024.
  • Wichtige Trendlinie wurde durchbrochen und wird aktuell erfolgreich retestet.
  • Bullischer Impuls nach Retest könnte massive XRP-Erholung auslösen.

XRP bleibt angeschlagen. Der Kurs fiel zuletzt wieder unter 1,35 US-Dollar, womit der jüngste Ausbruch klar gescheitert ist. Der Abverkauf setzt sich fort, auf Monatssicht steht XRP deutlich im Minus und echte Impulse sind aktuell kaum erkennbar. Vielmehr rückt sogar ein Rückfall unter 1,30 US-Dollar in den Fokus.

Auch 2026 läuft bislang schwach: XRP hat bereits mehr als ein Viertel seines Werts verloren. Dennoch gibt es nun neue Daten, die Hoffnung machen. Denn laut Santiment befindet sich XRP in einer extremen Unterbewertungszone.

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Santiment: XRP-Trader so stark im Minus wie seit 2020 nicht mehr

Die neue Santiment-Analyse liefert ein spannendes Gegengewicht zur schwachen Kursentwicklung. Im Mittelpunkt steht die sogenannte 30-Tage-MVRV, also eine Kennzahl, die misst, wie stark aktive Marktteilnehmer im Durchschnitt im Gewinn oder Verlust liegen. Laut Santiment befindet sich der durchschnittliche XRP-Trader, der in den vergangenen 30 Tagen aktiv war, aktuell rund 47 Prozent im Minus. Das ist ein außergewöhnlich tiefer Wert und zugleich der niedrigste Stand seit Dezember 2020.

Die Interpretation dahinter: Viele kurzfristige Anleger haben XRP offenbar in deutlich höheren Kursregionen gekauft und sitzen nun auf massiven Buchverlusten. Genau solche Phasen entstehen häufig nach längeren Abverkäufen, wenn Momentum-Trader aussteigen, Retail-Anleger kapitulieren und die Stimmung besonders schlecht wird. Santiment spricht deshalb von einer extremen „Opportunity Zone“. Historisch tendieren MVRV-Werte langfristig wieder in Richtung null Prozent, weil übertriebene Gewinne oder Verluste am Markt selten dauerhaft bestehen bleiben.

Wichtig ist jedoch: Ein negativer MVRV-Wert garantiert keine sofortige Trendwende. XRP kann kurzfristig weiter fallen, besonders wenn wichtige Unterstützungen wie 1,30 US-Dollar brechen. Dennoch zeigt die Metrik, dass ein großer Teil des Verkaufsdrucks bereits erfolgt sein könnte. Wenn viele Trader stark unter Wasser sind, nimmt das Risiko panikartiger Verkäufe zwar nicht automatisch ab, doch die Fallhöhe verändert sich. Gleichzeitig können schon kleinere positive Katalysatoren ausreichen, um eine Erholung auszulösen.

Für XRP bleibt damit ein widersprüchliches Bild. Der Chart wirkt schwach, der Abwärtstrend ist intakt und die Marktstruktur liefert kurzfristig wenig Rückenwind. Onchain zeigt Santiment jedoch eine seltene Extremzone, die historisch häufig nahe antizyklischer Chancen auftauchte. Besonders relevant wäre nun, ob XRP diese Unterbewertung mit stabileren Kursen kombiniert. Erst dann würde aus der Hoffnung auf einen Rebound ein belastbareres bullisches Signal.

XRP-Setup macht Hoffnung auf Trendwende

Trotz der anhaltenden Schwäche sehen einige Analysten aktuell Parallelen zur Situation vor der starken XRP-Rallye Ende 2024. Genau darauf verweist nun auch der Analyst Mikybull. Laut seiner Analyse wurden bereits zwei von drei Bedingungen erfüllt, die damals den explosiven Kursanstieg von rund 580 Prozent vorbereitet hatten.

Die erste Bedingung war der Ausbruch über eine langfristige fallende Trendlinie. Genau dieser Ausbruch fand auch diesmal statt. XRP konnte die monatelange Abwärtstrendlinie nach oben durchbrechen und damit erstmals wieder technische Stärke signalisieren. Anschließend folgte jedoch kein direkter Rallye-Schub, sondern ein deutlicher Rücksetzer. Genau das sieht Mikybull allerdings nicht zwingend bearish, sondern vielmehr als zweite Bedingung des Setups.

Denn aktuell retestet XRP diese zuvor durchbrochene Trendlinie von oben. Solche Retests gelten in der technischen Analyse oft als entscheidender Moment. Hält die ehemalige Widerstandszone nun als Unterstützung, könnte daraus ein stabileres Fundament für die nächste Aufwärtsbewegung entstehen. Genau dieses Muster zeigte sich laut dem Analysten bereits vor dem starken November-2024-Anstieg.

Die dritte und bislang noch fehlende Bedingung wäre nun ein klarer bullischer Impuls nach dem erfolgreichen Retest. Erst wenn XRP wieder Dynamik aufbaut und höhere Hochs ausbildet, würde das Setup vollständig bestätigt werden. Dennoch macht genau diese historische Ähnlichkeit einigen Anlegern Hoffnung, dass der aktuelle Rücksetzer nicht das Ende, sondern möglicherweise nur eine Zwischenphase innerhalb eines größeren Bodenbildungsprozesses sein könnte.

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Raphael Adrian

Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt. Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.

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