AI Agents übernehmen Internet: Bullisch für Coinbase & Bitcoin?

AI Agents bleiben eines der spannenden Themen am Kryptomarkt. Die Synergie aus Krypto und AI bietet viel Potenzial. Coinbase und Bitcoin könnten massiv profitieren.

Raphael Adrian von Raphael Adrian Raphael Adrian Editor Raphael Adrian Updated 5 Min. read
AI Agents übernehmen Internet: Bullisch für Coinbase & Bitcoin?

Das Wichtigste in Kürze

  • AI Agents übernehmen sukzessive das Internet, einige Unternehmen berichten von AI Agents in der Überzahl.
  • Artemis sieht Coinbase als spannende AI-Wette, mehr als eine Krypto-Börse.
  • Bitcoin könnte ebenfalls massiv vom AI-Hype profitieren, dank Layer-2 wie Bitcoin Hyper.

Die Künstliche Intelligenz bleibt eines der dominierenden Themen an den globalen Finanzmärkten. Nachdem zunächst vor allem KI-Modelle und Chips im Fokus standen, rückt nun die nächste Entwicklungsstufe immer stärker in den Mittelpunkt: AI Agents. Gemeint sind autonome Software-Agenten, die eigenständig Aufgaben erledigen, Entscheidungen treffen und sogar Transaktionen durchführen können.

Viele Analysten sehen darin einen fundamentalen Umbruch für das Internet und die digitale Wirtschaft. Unternehmen wie Microsoft, Nvidia oder Cloudflare erwarten bereits in wenigen Jahren massive Verschiebungen hin zu agentenbasierten Plattformen. Genau daraus könnte nun auch ein völlig neuer Bull-Case für Krypto-Unternehmen entstehen – insbesondere für Coinbase.

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AI Agents übernehmen zunehmend das Internet

Immer mehr große Technologieunternehmen gehen davon aus, dass AI Agents künftig einen erheblichen Teil der digitalen Aktivitäten übernehmen werden. Laut Cloudflare könnte der Traffic von KI-Bots bereits bis 2027 den menschlichen Internetverkehr übersteigen. Slack erwartet wiederum, dass innerhalb von zwei Jahren mehr AI Agents als Menschen auf der eigenen Plattform aktiv sein könnten.

Microsoft spricht bereits offen davon, dass Software künftig primär nicht mehr für Menschen, sondern für autonome Agenten entwickelt wird. Nvidia-CEO Jensen Huang skizzierte sogar eine Vision von 7,5 Millionen AI Agents für lediglich 75.000 Mitarbeiter.

Der Hintergrund: AI Agents sollen künftig eigenständig APIs nutzen, Daten einkaufen, Rechenleistung buchen oder Dienstleistungen abrufen. Damit entstehen vollkommen neue digitale Wirtschaftsprozesse. Anders als Menschen agieren Agents rund um die Uhr, automatisiert und in enorm hoher Frequenz. Klassische Zahlungssysteme stoßen dabei schnell an ihre Grenzen. Kreditkartengebühren oder fixe Transaktionskosten machen Mikrozahlungen wirtschaftlich unattraktiv. Stablecoins und Blockchain-Netzwerke gelten deshalb als mögliche Lösung, da sie Transaktionen nahezu in Echtzeit und für Bruchteile eines Cents ermöglichen können.

Genau deshalb sehen viele Analysten AI Agents mittlerweile nicht nur als technologische Entwicklung, sondern als neue Klasse wirtschaftlicher Akteure. Diese Akteure benötigen eine eigene Finanzinfrastruktur – und genau hier kommt die Kryptoindustrie zunehmend ins Spiel.

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Warum Artemis nun bullisch für Coinbase ist

Das Research-Unternehmen Artemis sieht genau in dieser Entwicklung einen potenziell massiven Kurstreiber für Coinbase. Die zentrale These: Wenn AI Agents künftig eigenständig wirtschaftliche Aktivitäten durchführen, benötigen sie programmierbares Geld, günstige Zahlungsnetzwerke und Infrastruktur zur automatisierten Verwaltung von Transaktionen. Genau diese Komponenten habe Coinbase bereits aufgebaut.

Artemis verweist dabei insbesondere auf drei Bausteine: den Stablecoin USDC als digitalen Dollar, die Ethereum-L2 Base als günstige Settlement-Schicht sowie Coinbase-Produkte wie CDP, AgentKit und das Zahlungsprotokoll x402.

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Zusammengenommen könnten diese Dienste laut Artemis die Grundlage für eine neue „Agent Economy“ bilden.

Besonders spannend: Coinbase konnte zuletzt bereits erste reale Fortschritte im Bereich agentischer Zahlungen erzielen. Laut Artemis wurden seit Oktober 2025 über das x402-Protokoll bereits 178,7 Millionen AI-Agent-Zahlungen abgewickelt. Insgesamt flossen dabei 42,4 Millionen US-Dollar über mehr als 5.000 Händler. Bemerkenswert ist zudem, dass 82,1 Prozent des Volumens über Base liefen und 99,8 Prozent in USDC abgewickelt wurden.

Hinzu kommt eine wichtige Partnerschaft mit Amazon Web Services. Coinbase integriert x402 und Wallet-Infrastruktur inzwischen in Amazon Bedrock AgentCore Payments. Entwickler können dadurch AI Agents direkt Zahlungen in USDC durchführen lassen – inklusive Budgetkontrolle und Compliance-Funktionen. Artemis wertet dies als bedeutendes Signal für institutionelle Akzeptanz.

Der eigentliche Bull-Case geht laut Artemis jedoch noch deutlich weiter. Sollte agentischer Handel bis 2031 tatsächlich ein Marktvolumen von mehreren Billionen Dollar erreichen, könnte Coinbase langfristig nicht mehr nur als klassische Kryptobörse bewertet werden. Stattdessen könnte sich das Unternehmen zu einer zentralen Finanzinfrastruktur für die AI-native Wirtschaft entwickeln.

„Wenn Stablecoins die monetäre Schicht des Internet-nativen Finanzwesens darstellen, ist der Agentenhandel einer der klarsten Gründe für die Verbindung dieser Schichten. Und wenn Agenten der nächste große Nutzer des Internets werden, ist Coinbase in der Lage, den Finanzstapel zu besitzen, den sie zum Halten, Weiterleiten und Bezahlen von Geld verwenden. Unsere Meinung: Der Markt unterstützt Coinbase immer noch als Krypto-Börse. Es sollte Coinbase als Finanzinfrastruktur für KI-native Finanzen unterstützen.“

Bitcoin-L2 als neuer AI-Profiteur?

Der AI-Hype könnte langfristig jedoch nicht nur Unternehmen wie Coinbase antreiben, sondern womöglich auch Bitcoin selbst. Bislang spielt Bitcoin im Bereich künstlicher Intelligenz und AI Agents kaum eine Rolle. Das liegt vor allem an den technischen Einschränkungen des Netzwerks: langsame Transaktionen, hohe Gebühren in Spitzenzeiten und kaum native Smart-Contract-Funktionalität. Genau hier setzen jedoch immer mehr Bitcoin-L2-Projekte an.

Die These dahinter: Wenn AI Agents künftig eigenständig Zahlungen, Datenkäufe oder Mikrotransaktionen durchführen, könnte auch Bitcoin als besonders sicheres Basisnetzwerk interessant werden – sofern schnelle und günstige L2-Lösungen existieren.

Gerade AI-Anwendungen benötigen hochskalierbare Infrastruktur. Millionen automatisierter Mikrotransaktionen pro Tag wären auf der Bitcoin-Blockchain selbst kaum effizient umsetzbar. Über moderne Layer-2-Technologien könnte Bitcoin jedoch zusätzliche Funktionen erhalten und gleichzeitig seine Sicherheit behalten. Genau deshalb gewinnt das Narrativ rund um Bitcoin-L2 aktuell deutlich an Aufmerksamkeit. Sollte Bitcoin künftig stärker im Bereich AI-Commerce oder automatisierter Zahlungen genutzt werden, würde dies potenziell auch die Nachfrage nach nativen BTC erhöhen.

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Ein Projekt, das in diesem Zusammenhang zuletzt besonders stark diskutiert wird, ist Bitcoin Hyper. Der Presale zeigt trotz des weiterhin schwierigen Marktumfelds klare relative Stärke und konnte bereits rund 32,5 Millionen US-Dollar einsammeln. Das Projekt verfolgt den Ansatz, die Vorteile von Solana mit der Sicherheit und Liquidität von Bitcoin zu kombinieren. Technologisch setzt Bitcoin Hyper auf eine zk-basierte Bridge zwischen Bitcoin-L1 und der eigenen L2-Infrastruktur. Dadurch sollen schnelle, günstige und skalierbare Anwendungen möglich werden.

hyper

Besonders interessant erscheint das Konzept für AI-Anwendungen, da automatisierte Agenten theoretisch direkt über die Infrastruktur Zahlungen und Smart-Contract-Interaktionen durchführen könnten. Ergänzend lockt Bitcoin Hyper aktuell mit Staking-Renditen von rund 36 Prozent APY, was zusätzlich Kapital anzieht.

Noch befindet sich der Markt für AI Agents zwar in einer frühen Phase. Doch genau diese Verbindung aus künstlicher Intelligenz, Stablecoins und Bitcoin-L2 könnte sich in den kommenden Jahren zu einem der spannendsten neuen Narrative im Kryptomarkt entwickeln.

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Raphael Adrian

Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt. Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.

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