Bitcoin-Investoren absorbiert Wal-Verkäufe: On-Chain-Daten signalisieren robuste Nachfrage

Während sogenannte Humpback Whales – also Wallets mit Beständen zwischen 10.000 und 100.000 BTC – kurzfristigen Verkaufsdruck erzeugten und innerhalb weniger Tage rund 50.000 Bitcoin im Gegenwert von etwa 4,44 Milliarden US-Dollar auf den Markt brachten, wurde dieses zusätzliche Angebot von anderen Anlegerkohorten weitgehend absorbiert. Genau diese Angebotsaufnahme erklärt den jüngsten Kursanstieg und deutet auf eine strukturelle Verschiebung der Nachfrage hin: Verkäufe großer Marktteilnehmer treffen zunehmend auf kaufbereites Kapital, statt den Markt nachhaltig zu belasten. 

Dennis Geisler von Dennis Geisler Updated 3 Min. read
Bitcoin-Investoren absorbiert Wal-Verkäufe: On-Chain-Daten signalisieren robuste Nachfrage

Das Wichtigste in Kürze

  • Große Bitcoin-Wale verkauften seit Ende Dezember über 50.000 BTC im Wert von rund 4,5 Milliarden US-Dollar.
  • Trotz dieses Angebotsüberhangs blieb der Kurs stabil, was auf starke Käufe durch Institutionen, ETFs und langfristige Investoren hindeutet.
  • Parallel zeigt die Cost-Basis-Heatmap mehrere relevante Widerstandszonen, deren Überwindung weiteres Aufwärtspotenzial eröffnen könnte.

Kapitalflüsse zu/von Handelsbörsen: Ein Indikator für die Anlegerstimmung

Die Blockchain-Technologie stellt eine zentrale Komponente einer jeden Kryptowährung dar und gibt uns als Anleger die Möglichkeit, Kapitalströme eindeutig nachzuverfolgen.

In dem Sinne schauen viele Analysten immer wieder auf die Angebotsentwicklung zentralisierter Handelsbörsen – diese liefert schließlich wichtige Erkenntnisse über das Anlegerverhalten.

Wenn viele Coins an Börsen gesendet werden, spricht das in aller Regel dafür, dass Anleger ihre Bestände in naher Zukunft verkaufen wollen.

Demgegenüber legen großflächige Mittelabflüsse die Vermutung nahe, dass Investoren optimistisch gestimmt sind und ihre Bestände von Börsen abziehen, um sie längerfristig zu halten – oder aber im Staking und DeFi einzusetzen.

In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Situationen, wo große Marktteilnehmer beachtliche Summen an Börsen transferierten, was zu Panikverkäufen führte und den Preis zügig nach unten drückte. Doch dieser Trend scheint sich nun umzukehren.


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Wale verkaufen großflächig, doch der Rest des Marktes absorbiert das Angebot!

On-Chain-Daten zeigen nämlich, dass große Bitcoin-Wale mit Beständen zwischen 10.000 und 100.000 BTC seit Ende Dezember zunehmend Coins an Börsen transferiert und verkauft haben.

Innerhalb von nur vier Tagen wurden mehr als 50.000 Bitcoin im Wert von rund 4,44 Milliarden US-Dollar auf den Markt „geschmissen“, was die vorsichtige Haltung jener Anlegerkohorte unterstreicht.

Bemerkenswert ist jedoch, dass der Bitcoin-Kurs trotz dieses Verkaufsdrucks weiter zulegen konnte, was bedeutet, dass andere Gruppen – etwa institutionelle Investoren, ETFs oder langfristig orientierte Käufer – das zusätzliche Angebot fleißig absorbieren.

Diese Nachfragekompensation ist ein wichtiges Signal für die aktuelle Marktstruktur: Selbst größere Abgaben durch Wale reichen derzeit nicht aus, um die Aufwärtsdynamik zu brechen.

On-Chain-Metrik offenbart wichtige Unterstützungs- und Widerstandszonen

In der Summe spricht diese Dynamik für eine robuste Nachfragebasis. On-Chain-Daten verdeutlichen diese Stärke:

Eine zentrale Kennzahl ist dabei die sogenannte Cost Basis Distribution Heatmap. Diese zeigt, bei welchen Preisniveaus besonders viele Bitcoin gekauft wurden – und damit auch potenzielle Widerstands- oder Unterstützungszonen.

Aktuell lassen sich drei relevante Widerstandsbereiche identifizieren. Die erste Zone liegt zwischen 88.000 und 88.500 US-Dollar. In diesem Bereich wurden rund 201.000 Bitcoin erworben, was jenen Bereich zu einer starken Angebots- und Nachfrageschwelle macht.

Darüber folgt ein weiterer Widerstand bei etwa 90.500 US-Dollar, wo rund 98.000 Bitcoin gekauft wurden. Sollte der Kurs diesen Bereich überwinden, ohne dass es zu größeren Verkäufen kommt, steigt auch der Spielraum für weitere Kursanstiege deutlich!

Ein drittes wichtiges Niveau liegt bei rund 92.700 US-Dollar, mit einer angesammelten Menge von etwa 171.000 Bitcoin.

Positiv zu werten ist, dass Bitcoin die untere Widerstandszone bereits überwinden konnte. Das spricht für kurzfristige Stärke. Hält sich der Kurs nachhaltig über 88.500 US-Dollar, sinkt das Risiko einer scharfen Korrektur spürbar.

Entscheidend bleibt jedoch, ob Marktteilnehmer auch bei höheren Preisen weiterhin bereit sind, ihre Positionen zu halten – oder ob Gewinnmitnahmen den nächsten Aufwärtsimpuls ausbremsen.

Zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Artikels ist Bitcoin frisch über 90.000 US-Dollar gesprungen, was einem 24-Stunden-Anstieg von 2,36 Prozent und einem Zuwachs von fast 3,3 Prozent in 7 Tagen entspricht.

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Dennis Geisler

Dennis Geisler, 25, stammt aus Kiel und lebt seit August in Thailand. Im Jahr 2020 kam er erstmals mit Kryptowährungen in Berührung, als er über Binance XRP im Wert von 100 Euro kaufte. Die starken Kursschwankungen und das Potenzial schneller Gewinne zogen ihn in den Bann und weckten sein Interesse an den Mechanismen hinter den Preisbewegungen – von rationalen Marktkräften bis hin zu psychologischen Mustern. Heute verbindet er seine journalistische Leidenschaft mit der Krypto-Welt: Für verschiedene Formate verfasst er Nachrichten, Grundlagenartikel und tiefgehende Blockchain-Analysen. Mit BitBlog engagiert er sich zudem in Norddeutschland für die Beratung von Unternehmen und Privatpersonen rund um digitale Währungen.

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