Bitcoin kletterte im Rahmen der jüngsten Krypto-Erholung innerhalb weniger Wochen von unter 65.000 US-Dollar auf über 82.000 US-Dollar. Die Rallye gerät jedoch ins Stocken. Eine Analyse von CryptoQuant ordnet die Marktlage weiterhin als konstruktiv ein, verweist zugleich aber auf technische und On-Chain-basierte Widerstände. Als wichtige Marke nennen die Analysten den einfachen 365-Tage-Durchschnitt bei 81.700 US-Dollar.
Makro- und Markttreiber: Warum die Erholung trotz konstruktiver Lage gedeckelt bleibt
CryptoQuant begründet die zurückhaltende Einordnung vor allem mit technischen Durchschnittslinien und dem On-Chain-Verhalten der Marktteilnehmer. Im Mittelpunkt steht das Angebot in einer Zone nahe des Kursniveaus. Solange dieses Angebot nicht absorbiert ist, sieht der Bericht Hürden für eine schnelle Fortsetzung der Erholung.
Der Bericht konzentriert sich auf diese technischen und On-Chain-basierten Faktoren. Für die weitere Einordnung sind daher insbesondere die genannten Kursbereiche und das Verhalten des Marktes an diesen Marken relevant.
Technische Chartanalyse: 81.700 US-Dollar als Bestätigungstest
Der einfache 365-Tage-Durchschnitt liegt laut CryptoQuant aktuell bei 81.700 US-Dollar. Ein wöchentlicher Schlusskurs oberhalb dieses Niveaus hat nach Angaben der Analyse in der Vergangenheit regelmäßig den offiziellen Beginn neuer Bullenmärkte bestätigt. Die Linie gilt damit als historischer Übergang zwischen einer Seitwärtsphase und einer Trendphase.
Ein Scheitern an der Marke könnte laut CryptoQuant dagegen zu einer längeren Konsolidierung oder zu tieferen Korrekturen führen. Oberhalb des 365-Tage-Durchschnitts folgt bei 83.600 US-Dollar das Metcalfe-Bewertungsband. Diese Marke fungierte bereits im Mai als Barriere und fiel in der historischen Betrachtung mit Zykluswendepunkten zusammen.
Bei 88.700 US-Dollar verläuft zudem das obere Band des realisierten Preises aktiver Trader. In dessen Nähe baute sich laut Bericht in der Vergangenheit häufig Verkaufsdruck auf, weil kurzfristig orientierte Marktteilnehmer Gewinne realisierten.
On-Chain-Daten und Verkaufszonen bremsen den Ausbruch
Das unmittelbarste Hindernis sieht CryptoQuant zwischen 77.100 und 80.200 US-Dollar. Langzeithalter veräußerten dort im Laufe des Jahres rund 539.000 Coins. Dadurch entstand nach Einschätzung des Berichts die größte Verkaufszone im On-Chain-Bereich.
Diese Angebotszone kann eine rasche Fortsetzung der Rallye bremsen, solange die freigesetzten Bestände nicht absorbiert sind. Erst wenn dies gelingt, rücken die höheren Marken bei 81.700, 83.600 und 88.700 US-Dollar stärker in den Blick der Analyse.
CryptoQuant als zentrale Analystenstimme
CryptoQuant fasst die Lage als konstruktiv, aber mehrfach begrenzt zusammen. Für einen nachhaltigen Ausbruch müssten mehrere Marken überwunden werden, vom 365-Tage-Durchschnitt über das Metcalfe-Band bis zum Trader-Realized-Price.
Ergänzend verweist der Bericht auf die Einschätzung des Analysten Willy. Dieser warnte, der eigentliche Bitcoin-Boden könne noch nicht erreicht sein. Der bei 58.000 US-Dollar Anfang Juli ausgebliebene Herdeneffekt könne auf kontrolliertes Akkumulieren hindeuten, möglicherweise durch einen einzelnen Wal. Nach dieser Einschätzung könnte dies das Fundament für eine nachhaltige Rallye infrage stellen.
Fazit und Einordnung
Aus Sicht von CryptoQuant hängt die Bestätigung eines neuen Bullenmarkts an einem Wochenschluss über 81.700 US-Dollar. Darüber folgen weitere Hürden bei 83.600 und 88.700 US-Dollar. Zugleich bleibt die Verkaufszone zwischen 77.100 und 80.200 US-Dollar ein zentraler Faktor, da dort Langzeithalter erhebliche Bestände abgegeben haben.
Die Analyse zeichnet damit ein konstruktives, jedoch von Widerständen geprägtes Bild. Entscheidend ist nach dieser Einordnung, ob Bitcoin das Angebot in der nahen Verkaufszone absorbieren und die genannten technischen Marken überwinden kann.
Risikohinweis und Call-to-Action
Kryptowährungen unterliegen hohen Kursschwankungen. Die genannten Kursmarken beruhen auf der Analyse von CryptoQuant und auf den dort verwendeten technischen sowie On-Chain-basierten Modellen. Wer Bitcoin beobachtet oder handelt, sollte die eigene Risikotragfähigkeit berücksichtigen und die Entwicklung an den genannten Marken fortlaufend prüfen.
Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt.
Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.
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