Aave stuft den rsETH-Vorfall offiziell als externes Ereignis ein; Contracts, Oracles und Liquidationsmechaniken hätten wie vorgesehen funktioniert.
Parallel arbeitet die Governance an mehr USDC-Liquidität und hat eine Pause der AAVE-Buybacks auf den Tisch gelegt.
Am Markt bleibt der Druck hoch: Der TVL von Aave liegt aktuell bei rund 14,56 Milliarden US-Dollar, der AAVE-Token verliert auf Sieben-Tage-Sicht 13,1 Prozent.
Bei Aave ist die operative Erstreaktion durch, die politische Aufarbeitung aber längst nicht. Im Governance-Forum kreist die Debatte inzwischen um mögliche Bad Debt, knappe Stablecoin-Liquidität und die Frage, ob der DAO in der Krise ausgerechnet das eigene Buyback-Programm zu teuer wird.
Governance sucht weiter nach Deckung
Aave betont im offiziellen Incident Report, dass der rsETH-Exploit außerhalb des Protokolls stattgefunden habe und auf Aave keine neuen rsETH- oder wrsETH-Positionen mehr aufgebaut werden können. Die Lage ist damit technisch eingedämmt, finanziell aber weiter offen. Zusätzlich empfiehlt der Bericht eine vorsorgliche Pause des WETH-Umbrella-Moduls, bis klar ist, wie die Verluste am Ende verteilt werden.
Zusätzlich verschiebt sich der Fokus inzwischen auf die Liquidität. Im Aave-Forum liegt seit heute ein ARFC vor, der den USDC-Liquiditätspuffer auf Ethereum Core verbessern soll. Ebenfalls neu ist der Vorschlag, die AAVE-Buybacks rückwirkend ab dem 19. April zu pausieren, bis die Lage rund um den rsETH-Vorfall klarer ist.
Update on rsETH incident:@LlamaRisk has published a report outlining the rsETH incident, the immediate actions taken, its impact on Aave, and potential paths forward.
All service providers have been working to assess the two potential bad debt scenarios on the Aave protocol.…
Die Marktdaten sprechen weiter gegen Entwarnung. DefiLlama weist aktuell einen TVL von rund 14,56 Milliarden US-Dollar aus. CoinGecko zeigt den AAVE-Token heute bei 92,20 US-Dollar, nach einem Minus von 1,3 Prozent auf 24-Stunden-Sicht und 13,1 Prozent in den vergangenen sieben Tagen. Das ist kein Beweis für einen dauerhaften Vertrauensbruch, aber sehr wohl ein klares Signal, dass Kapital und Marktstimmung auf die Krise bislang defensiv reagieren.
Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt.
Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.
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