Dieser Krypto-Trend könnte 2035 719 Billionen Dollar erreichen

Der folgende Krypto-Trend hat im Jahr 2026 den besten Product Market Fit. Doch wie könnten Stablecoins auf 719 Billionen Dollar steigen?

Raphael Adrian von Raphael Adrian Raphael Adrian Editor Raphael Adrian Updated 4 Min. read
Dieser Krypto-Trend könnte 2035 719 Billionen Dollar erreichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Stablecoins könnten in den nächsten 10 Jahren über 700 Billionen Dollar steigen.
  • Starkes Wachstum von Stablecoins, 10 Billionen Dollar pro Monat, USDC dominiert.
  • Insgesamt rund 300 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung, Ethereum bleibt dominante Blockchain.

Stablecoins gelten längst als jener Teil des Kryptomarkts, der den klarsten Produkt-Market-Fit gefunden hat. Während viele Token primär von Spekulation, Narrativen oder technologischen Versprechen leben, erfüllen Stablecoins bereits heute einen konkreten Zweck: schnelle, günstige und global verfügbare Zahlungen in digitalem Dollar-Format.

Genau deshalb wächst die Akzeptanz rasant – nicht nur unter Krypto-Nutzern, sondern zunehmend auch bei Zahlungsdienstleistern, Fintechs, Banken und großen Konzernen. Der Trend wirkt damit strukturell spannender als kurzfristige Kursbewegungen einzelner Coins.

Denn Stablecoins verbinden Blockchain-Infrastruktur mit einem realen Anwendungsfall im Finanzsystem. Nun zeigt eine neue Chainalysis-Prognose, wie gigantisch dieser Markt bis 2035 werden könnte. Die erwarteten Summen deuten darauf hin, dass Stablecoins zu einer der wichtigsten Krypto-Anwendungen überhaupt aufsteigen könnten.

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Stablecoins vor Billionen-Wachstum: Chainalysis sieht 719 Billionen Dollar Volumen

Laut der im Anhang gezeigten Chainalysis-Analyse könnte das bereinigte Stablecoin-Transaktionsvolumen bis 2035 auf rund 719 Billionen US-Dollar steigen. Entscheidend ist dabei, dass Chainalysis offenbar nicht nur spekulative On-Chain-Bewegungen betrachtet, sondern „adjusted volume“ – also ein bereinigtes Transaktionsvolumen, das reale Nutzung besser abbilden soll. Schon 2025 wird in der Grafik ein Volumen von etwa 28 Billionen US-Dollar genannt. Von dort aus rechnet das Modell mit starkem organischem Wachstum, das sich über die kommenden Jahre beschleunigt.

Die Basisprojektion allein führt bis 2035 auf jene 719 Billionen US-Dollar. Hinzu kommen mögliche Zusatzeffekte: ein Vermögenstransfer hin zu jüngeren Generationen ab 2028 sowie eine stärkere Durchdringung klassischer Zahlungsinfrastruktur ab 2032. Mit diesen Makro-Katalysatoren könnte das Volumen laut Darstellung sogar in Richtung 1,5 Billiarden US-Dollar steigen. Besonders bemerkenswert ist der Vergleich mit Visa: Chainalysis sieht die Möglichkeit, dass Stablecoin-Zahlungen im Bereich Crypto Merchant Services bereits um 2032 Visa-Größenordnung erreichen.

Damit wird Stablecoin-Adoption nicht mehr nur als Krypto-Nische eingeordnet. Vielmehr entsteht ein Zahlungsnetzwerk, das globale Überweisungen, Händlerzahlungen, Treasury-Anwendungen und digitale Dollar-Infrastruktur verbinden könnte. Genau deshalb drängen Unternehmen wie Western Union, Fidelity, Meta oder andere große Finanz- und Tech-Akteure in diesen Markt. Stablecoins könnten damit zum ersten Krypto-Sektor werden, der wirklich massentaugliche Zahlungsinfrastruktur liefert.

Stablecoins explodieren bereits heute: 10 Billionen Dollar pro Monat

Der Blick auf die aktuellen Daten zeigt, dass sich die Stablecoin-Adoption nicht nur in Prognosen widerspiegelt, sondern bereits heute massiv beschleunigt. Laut jüngsten Auswertungen liegt das monatliche Transaktionsvolumen im Jahr 2026 bei rund 10 Billionen US-Dollar – ein Anstieg von etwa 93 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2025 lag der monatliche Durchschnitt noch bei rund 5 Billionen US-Dollar, was die Dynamik dieses Marktes eindrucksvoll unterstreicht.

Besonders auffällig ist die Dominanz einzelner Akteure innerhalb des Ökosystems. So entfällt ein Großteil des Volumens aktuell auf USDC, das im laufenden Jahr rund 77,7 Prozent des gesamten Stablecoin-Transaktionsvolumens ausmacht. Gleichzeitig zeigt die Aufschlüsselung nach einzelnen Stablecoins, dass sich die Nutzung deutlich verbreitert. Neben etablierten Größen wie USDT entstehen zunehmend neue Modelle und Varianten, die zusätzliche Anwendungsfälle bedienen.

Die Entwicklung verdeutlicht, dass Stablecoins längst nicht mehr nur als Handelsinstrument auf Krypto-Börsen dienen. Vielmehr werden sie zunehmend für Zahlungen, internationale Transfers und als digitale Dollar-Infrastruktur genutzt. Gerade dieser reale Nutzen treibt das Wachstum an. Das aktuelle Volumen von rund 10 Billionen US-Dollar pro Monat bringt Stablecoins bereits heute in eine Größenordnung, die mit traditionellen Zahlungsnetzwerken konkurrieren kann – und legt die Grundlage für das prognostizierte exponentielle Wachstum in den kommenden Jahren.

Stablecoin-Markt wächst strukturell: Daten zeigen breite Expansion

Auch die aktuellen Daten von rwa.xyz untermauern das strukturelle Wachstum des Stablecoin-Sektors eindrucksvoll. Die gesamte Marktkapitalisierung liegt derzeit bei rund 299 Milliarden US-Dollar und bewegt sich damit nahe historischer Höchststände. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Nutzung weiter zunimmt: Über 55 Millionen monatlich aktive Adressen und rund 246 Millionen Wallets verdeutlichen die stetig wachsende globale Verbreitung.

RWA

Besonders interessant ist der Blick auf die Infrastruktur hinter diesem Wachstum. Ethereum dominiert den Stablecoin-Markt weiterhin klar mit rund 166 Milliarden US-Dollar, gefolgt von TRON mit etwa 86 Milliarden US-Dollar. Dahinter etablieren sich Netzwerke wie Solana, BNB Chain oder Arbitrum, die zunehmend Marktanteile gewinnen. Diese Verteilung zeigt, dass Stablecoins längst ein Multi-Chain-Phänomen sind, bei dem verschiedene Blockchains unterschiedliche Stärken ausspielen – von hoher Liquidität bis hin zu günstigen Transaktionskosten.

Zugleich bleibt das Transaktionsvolumen auf einem extrem hohen Niveau. Mit monatlich über 8 Billionen US-Dollar wird deutlich, dass Stablecoins nicht nur gehalten, sondern aktiv genutzt werden. Diese Kombination aus steigender Adoption, wachsender Infrastruktur und realer Nutzung unterstreicht, warum Stablecoins aktuell als einer der reifsten und am schnellsten wachsenden Bereiche im gesamten Kryptomarkt gelten.

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Raphael Adrian

Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt. Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.

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