Ethereum Prognose: ETH Foundation startet Plattform zur strategischen Verzahnung von Layer 1 und Layer 2-Technologien

Die Ethereum Foundation richtet ihre Architektur strategisch neu aus. Mit einem neuen Plattformteam sollen Layer 1 und Layer 2 enger koordiniert und als integrierte Gesamtinfrastruktur positioniert werden. Ziel ist es, Sicherheit, Skalierbarkeit und Nutzerfreundlichkeit systematisch zu verbinden – und Ethereum vom fragmentierten Multi-Layer-System hin zu einer kohärenten Plattformlogik weiterzuentwickeln.

Dennis Geisler von Dennis Geisler Updated 3 Min. read
Ethereum Prognose: ETH Foundation startet Plattform zur strategischen Verzahnung von Layer 1 und Layer 2-Technologien

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Stiftung definiert klare Rollen zwischen L1 als Sicherheitsanker und L2 als Ausführungsebene und priorisiert künftig produktorientierte Protokollentwicklung.
  • Technische Schwerpunkte 2026 sind schnellere Bestätigungen, bessere Wallet-Infrastruktur, höhere Interoperabilität sowie erste Schritte hin zu quantenresistenter Kryptografie.
  • Trotz strategischer Neuausrichtung bleibt das Chartbild kurzfristig angespannt, solange ETH unterhalb der Widerstandszone um 2.200 US-Dollar notiert.

Strategischer Ansatz: Von der Multi-Layer-Struktur zur Plattformlogik

Die Ethereum Foundation hat am 17. Februar 2026 ein neues Plattformteam vorgestellt, das Layer 1 und Layer 2 strategisch enger verzahnen soll.

Ziel ist es, die Sicherheit des Settlement-Layers mit der Skalierbarkeit und Nutzerfreundlichkeit moderner Rollups zu einer integrierten Gesamtarchitektur zusammenzuführen.

Damit reagiert die Stiftung auf wachsende Koordinationsanforderungen innerhalb des zunehmend diversifizierten Ökosystems.

Im Zentrum steht ein plattformweiter Koordinationsansatz mit klar definierten Rollen zwischen L1 als Sicherheits- und Finalitätsanker und L2 als Ausführungs- und Skalierungsebene.

Nutzer, Entwickler und institutionelle Marktteilnehmer sollen Ethereum künftig als kohärente Infrastruktur wahrnehmen und nicht als fragmentiertes Multi-Layer-System mit isolierten Roadmaps.

Die Protokollentwicklung soll künftig stärker produktorientiert priorisiert werden, sodass technische Entscheidungen enger an realen Anwendungsfällen und Nutzerbedürfnissen ausgerichtet sind.

Gleichzeitig soll die Ökosystem-Integration verbessert werden, indem Entwicklerwerkzeuge, Schnittstellen und institutionelle Anbindungsprozesse konsistenter gestaltet werden.

Darüber hinaus werden Strategie- und Monitoring-Strukturen etabliert, die mit transparent definierten Leistungskennzahlen arbeiten und Fortschritte messbar machen.

Die zunehmende architektonische Differenzierung im Rollup-Umfeld – unter anderem durch Abweichungen einzelner Implementierungen vom OP Stack – erhöht den Bedarf an systematischer Abstimmung zusätzlich.

Technische Prioritäten und Erfolgsmessung 2026

Zu den technischen Kernzielen zählen schnellere Transaktionsbestätigungen, leistungsfähigere Wallet-Infrastrukturen sowie eine verbesserte Interoperabilität zwischen verschiedenen Layer-2-Lösungen.

Zusätzlich plant die Stiftung die schrittweise Integration quantenresistenter Kryptografie, um langfristige Sicherheitsrisiken frühzeitig zu adressieren.

Ein konsistent abgestimmtes L1-L2-Design soll die Integrationszeiten für neue Anwendungen verkürzen und gleichzeitig die durchschnittlichen Gebühren durch eine intensivere Nutzung von L2-Strukturen reduzieren.

Zudem soll die endgültige Transaktionssicherheit dauerhaft in der Sicherheitsarchitektur von L1 verankert bleiben. Für die Messung von Erfolgen definiert die Stiftung konkrete Kennzahlen für 2026:

Dazu gehören sinkende durchschnittliche L1-Gasgebühren, verkürzte Onboarding-Latenzen für neue Nutzer, höhere Gaslimits bei stabiler Netzperformance sowie ein steigender Anteil von L2-Transaktionen, die auf L1 finalisiert werden.

Ergänzend sollen eine größere Rollup-Diversität systemische Konzentrationsrisiken reduzieren und eine wachsende Wallet-Adoption sicherere Signaturprozesse etablieren.

Ethereum im Überblick: Erleichterung erst über 2.200 US-Dollar

Zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Artikels notiert der Ethereum-Kurs bei 1.950 US-Dollar, was einem Rückgang von 1,06 Prozent in 24 Stunden und einem Anstieg von 0,17 Prozent entspricht.

Auf dem 4H-Chart dominiert weiterhin ein klar definierter Abwärtstrend, gekennzeichnet durch eine Serie tieferer Hochs und tieferer Tiefs seit dem Bereich oberhalb von 3.300 USD.

Der massive Abverkauf Anfang Februar führte zu einem impulsiven Durchbruch unter die Unterstützungszone um 2.800 USD, wodurch sich die Marktstruktur deutlich eintrübte.

In der Folge etablierte sich eine Bodenbildung knapp oberhalb der markierten Unterstützung bei 1.800 USD, die bislang erfolgreich verteidigt wurde.

Aktuell konsolidiert der Kurs um 1.950 USD unterhalb der fallenden gleitenden Durchschnittslinie, die als dynamischer Widerstand im Bereich um 2.100–2.200 USD fungiert.

Solange ETH unter dieser Zone notiert, bleibt das übergeordnete Chartbild bärisch. Der RSI bewegt sich im neutralen Bereich um 45 Punkte und signalisiert weder überkaufte noch überverkaufte Bedingungen.

Ein nachhaltiger Ausbruch über 2.200 USD würde eine technische Erholung in Richtung 2.400 USD ermöglichen. Ein Bruch unter 1.800 USD hingegen könnte eine beschleunigte Abwärtsdynamik auslösen.

Für das neue Plattformteam steht jedoch nicht die kurzfristige Kursentwicklung im Vordergrund, sondern die operative Umsetzung einer langfristig tragfähigen Multi-Layer-Strategie.


Erfahre hier, wie du Ethereum mit PayPal kaufen kannst!

Altcoin News
Dennis Geisler

Dennis Geisler, 25, stammt aus Kiel und lebt seit August in Thailand. Im Jahr 2020 kam er erstmals mit Kryptowährungen in Berührung, als er über Binance XRP im Wert von 100 Euro kaufte. Die starken Kursschwankungen und das Potenzial schneller Gewinne zogen ihn in den Bann und weckten sein Interesse an den Mechanismen hinter den Preisbewegungen – von rationalen Marktkräften bis hin zu psychologischen Mustern. Heute verbindet er seine journalistische Leidenschaft mit der Krypto-Welt: Für verschiedene Formate verfasst er Nachrichten, Grundlagenartikel und tiefgehende Blockchain-Analysen. Mit BitBlog engagiert er sich zudem in Norddeutschland für die Beratung von Unternehmen und Privatpersonen rund um digitale Währungen.

Dennis Geisler on LinkedIn

Related Articles