Fed-Chef Powell signalisiert Kurswechsel: Kryptowährungen reifen, Regulierung im Umbruch
Die Haltung der US-Notenbank gegenüber Kryptowährungen scheint sich grundlegend zu wandeln. Fed-Chef Jerome Powell signalisierte jüngst seine Offenheit gegenüber digitalen Assets wie Bitcoin, die er als zunehmend ausgereift und verbreitet bezeichnete. Diese Entwicklung deutet auf eine Neuausrichtung der regulatorischen Strategie hin, während auch andere Länder wie Brasilien aktiv an der Integration von Kryptowährungen in das eigene Finanzsystem arbeiten.
Fed-Chef Jerome Powell hat die Reife und Verbreitung von Kryptowährungen wie Bitcoin anerkannt und signalisiert, dass die US-Notenbank ihre bisherige, skeptische Haltung überdenkt.
Die Fed überprüft und zieht derzeit mehrere Krypto-bezogene Richtlinien der Biden-Ära zurück, um sich dem florierenden Krypto-Sektor im eigenen Lande anzupassen.
Parallel dazu arbeitet die brasilianische Zentralbank an einem Regelwerk zur Bilanzierung digitaler Vermögenswerte, um Transparenz und Vergleichbarkeit im Krypto-Markt zu verbessern.
Fed-Chef Jerome Powell spricht Kryptowährungen seine Anerkennung aus
Jerome Powell, Vorstandsitzender der US-Notenbank Fed, hat gestern vor dem Bankenausschuss des Senats erklärt, dass Bitcoin und andere Vermögenswerte ausgereifter und allgemeiner verbreitet seien und dass die Zentralbank ihre politischen Aussagen aus der Biden-Ära fundamental überdenke.
Powells Kommentar war eine Antwort auf die Frage von Senatorin Cynthia Lummis, was sich seit der Fed-Richtlinie von 2023 gemäß Abschnitt 9(13) hinsichtlich der Stablecoin-Risiken geändert habe. Mit ihrer Nachfrage drängte sie Powell dazu, anzugeben, ob die Notenbank beabsichtige, die politische Erklärung zurückzuziehen.
Abschnitt 9(13) gibt dem Federal Reserve Board die Befugnis, die Aktivitäten der staatlich zugelassenen Mitgliedsbanken zu regulieren. Im Januar 2023 veröffentlichte die Fed im Rahmen dieser Befugnis eine formelle Grundsatzerklärung, in der sie klarstellte, wie sie mit „neuartigen Aktivitäten“ umgehen würde, insbesondere mit Kryptowährungen, der Distributed-Ledger-Technologie und Stablecoins.
Trotz Skepsis möchte sich die US-Notenbank dem Kryptosektor öffnen
Der Vorstand vertritt die Auffassung, dass die Ausgabe von Token in offenen, öffentlichen oder dezentralen Netzwerken höchstwahrscheinlich nicht mit sicheren und soliden Bankpraktiken vereinbar sei. Die Bedenken beziehen sich vor allem auf Risiken wie Volatilität, mangelnde Transparenz und regulatorische Unsicherheiten.
Trotzdem äußerte sich Jerome Powell, Vorsitzender der US-Notenbank (Fed), am Mittwoch folgendermaßen: „Die Branche wird erwachsen und unser Verständnis davon verbessert sich. Und in gewisser Weise wird sie immer mehr zum Mainstream.“
Er betonte auch, dass Regulierungsbehörden frühere Entscheidungen aus der Anfangsphase von Kryptowährungen neu bewerten: „Wir alle denken noch einmal über die Dinge nach, die in dieser Ära beschlossen wurden.“
Die Fed überprüft und zieht derzeit mehrere Krypto-bezogene Richtlinien zurück, die während der Biden-Administration erlassen wurden. Dies deutet auf eine Anpassung der Regulierung an die sich weiterentwickelnde Krypto-Landschaft hin.
Abschließend signalisierte Powell seine Zustimmung für Banken, die unter bestimmten Bedingungen Krypto-Dienstleistungen anbieten: „Es ist und war schon immer angemessen, dass Banken ihre Kunden und Geschäfte auswählen, solange diese sicher und solide sind.“
Gleichzeitig verwies er darauf, dass die Grundsatzerklärung zu Abschnitt 9(13) „Teil eines breiteren Regulierungsrahmens sei, der nicht ausschließlich Kryptowährungen betrifft.“
Die brasilianische Zentralbank arbeitet an einem neuen Regelwerk für Krypto
Auch in Brasilien schreitet die Adoption von Kryptowährungen voran. In dem Sinne hat die brasilianische Zentralbank eine wegweisende öffentliche Konsultation zur Bilanzierung digitaler Vermögenswerte initiiert.
Das Ziel besteht darin, die Transparenz und Vergleichbarkeit in der schnell wachsenden Welt der Kryptowährungen zu verbessern.
Indes unterstreicht die Initiative die zunehmende Bedeutung von digitalen Assets wie Bitcoin und Ethereum im nationalen und globalen Finanzsystem. Die Konsultationsphase läuft bis zum 24. August 2025 und lädt Finanzakteure, Experten und die breite Öffentlichkeit ein, Feedback zu einem umfassenden Rahmenwerk zu geben.
Dieser regulatorische Rechtsrahmen soll die buchhalterische Erfassung, Bewertung, Löschung und Offenlegung digitaler Assets standardisieren. Damit reagiert Brasilien proaktiv auf die Herausforderungen und Chancen, die digitale Währungen mit sich bringen.
Dennis Geisler, 25, stammt aus Kiel und lebt seit August in Thailand. Im Jahr 2020 kam er erstmals mit Kryptowährungen in Berührung, als er über Binance XRP im Wert von 100 Euro kaufte. Die starken Kursschwankungen und das Potenzial schneller Gewinne zogen ihn in den Bann und weckten sein Interesse an den Mechanismen hinter den Preisbewegungen – von rationalen Marktkräften bis hin zu psychologischen Mustern.
Heute verbindet er seine journalistische Leidenschaft mit der Krypto-Welt: Für verschiedene Formate verfasst er Nachrichten, Grundlagenartikel und tiefgehende Blockchain-Analysen. Mit BitBlog engagiert er sich zudem in Norddeutschland für die Beratung von Unternehmen und Privatpersonen rund um digitale Währungen.
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