Hedgefonds erhöhen US-Bitcoin-Positionen inmitten von Marktvolatilität

Hedgefonds bauen US-Bitcoin-Positionen trotz Marktabschwung aus

Raphael Adrian von Raphael Adrian Raphael Adrian Editor Raphael Adrian Updated 3 Min. read
Hedgefonds erhöhen US-Bitcoin-Positionen inmitten von Marktvolatilität

Das Wichtigste in Kürze

  • Hätten Hedgefonds proportional zum Preisverfall verkauft, um den Markt vollständig zu verlassen, wäre der Wertverlust wahrscheinlich höher ausgefallen als der Rückgang des Asset-Spot-Preises.
  • Stattdessen impliziert die mathematische Varianz, dass die Fonds Netto-Käufern von ETF-Anteilen zuzuschreiben waren und die Schwäche effektiv nutzten, um ihre Kostenbasis zu senken.

Hedgefonds haben ihr Exposure in US-Spot-Bitcoin-Exchange Traded Funds (ETFs) im vierten Quartal 2025 erhöht. Dies zeugt von einer starken Überzeugung trotz schweren Markteinbruchs.

Nach Daten des von der britischen FCA regulierten Benchmark-Administrators CF Benchmarks sank der aggregierte Dollarwert dieser Bestände bis zum Jahresende zwar um 28 %, dieser Rückgang fiel jedoch deutlich geringer aus als die Preiskorrektur von Bitcoin um fast 50 % gegenüber seinem Oktober-Spitzenwert von über 126.000 USD. Dies deutet auf eine Netto-Akkumulation von Anteilen hin.

Der Rückgang des aggregierten Allokationswerts um 28 % ereignete sich in einer Phase, in der die Volatilität von Bitcoin zunahm und der Preis drastisch einbrach – ein Sturz von fast 50 % gegenüber dem Hoch vom Oktober 2025.

Hätten Hedgefonds proportional zum Preisverfall verkauft, um den Markt vollständig zu verlassen, wäre der Wertverlust wahrscheinlich höher ausgefallen als der Rückgang des Asset-Spot-Preises. Stattdessen impliziert die mathematische Varianz, dass die Fonds Netto-Käufern von ETF-Anteilen zuzuschreiben waren und die Schwäche effektiv nutzten, um ihre Kostenbasis zu senken.

Dieses Verhalten widerspricht den Befürchtungen eines Massenexodus. Während sich Schlagzeilen in roten Wochen häufig auf das nachlassende institutionelle Interesse konzentrieren, offenbaren die vierteljährlichen Berichtszyklen eine besonnenere Hand unter professionellen Managern. Diese sind durch Mandate dazu verpflichtet, Risiken zu verwalten, anstatt Risiko-Assets vollständig zu meiden.

Institutionelle Resilienz in einem Bärenmarkt

Gabe Selby, Forschungsleiter bei CF Benchmarks, schrieb in einer Analyse vom 19. Februar, dass „das dominierende Thema der letzten zwei Quartale das De-Risking von Hedgefonds war“. Die Mechanik der Portfolioanpassungen erzählt jedoch eine weitreichendere Geschichte zur Überzeugung der Anleger.

Die Diskrepanz zwischen der Preisentwicklung des Assets und den institutionellen Haltewerten unterstreicht einen anspruchsvollen Ansatz gegenüber dem jüngsten Krypto-Winter. Als Bitcoin von seinen Rekordhochs zurückwich, schienen professionelle Investoren die Volatilität zu nutzen, um Positionen schrittweise aufzubauen (Average-into), anstatt zu kapitulieren. Dies deckt sich mit breiteren Marktbewegungen, bei denen große Akteure weiterhin Kapital in die Anlageklasse allokiert haben. Berichten zufolge haben sich Teile des institutionellen Kapitals defensiv bewegt, doch Firmen wie Jane Street haben kürzlich ihr Bitcoin-Exposure via IBIT erhöht, was signalisiert, dass das „Smart Money“ aktiv bleibt.

Die Widerstandsfähigkeit dieser Fonds spiegelt ähnliche Aktivitäten im Staatsfonds-Sektor wider, wo Regierungsfonds aus Abu Dhabi Bitcoin kauften. Dies stärkt den Status des Assets als Makro-Hedge trotz kurzfristigen Gegenwinds. Während der breite Retail-Markt mit Vorsicht auf die Volatilität reagierte, deutet das Verhalten spezialisierter Fonds auf eine Divergenz in der Strategie hin, die den 50%igen Drawdown als Liquiditätsereignis betrachtet, das sich zur Akkumulation eignet.

Markt hofft auf potenzielle regulatorische Klarheit

Jüngste On-Chain- und ETF-Flow-Analysen deuten darauf hin, dass Bitcoin-ETF-Halter „Diamond Hands“ haben und sich weigern, signifikante Teile ihrer Portfolios während der Korrektur zu liquidieren. Für Hedgefonds deutet das Beibehalten und Erhöhen der Positionsgrößen auf eine langfristige Perspektive hin, die über die Volatilität des vierten Quartals 2025 hinausreicht.

Da der Markt auf potenzielle regulatorische Klarheit durch die Arbeitsgruppe für digitale Vermögenswerte der neuen US-Regierung blickt, könnte diese stille Akkumulation durch Hedgefonds den notwendigen Angebotsschock liefern, um die Preise zu stabilisieren. Wenn das Smart Money weiterhin Angebote in Schwächephasen absorbiert, könnte der Boden für die Bitcoin-Preise höher liegen, als die Indikatoren für die Privatanleger-Stimmung derzeit vermuten lassen.

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Raphael Adrian

Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt. Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.

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