Hyperliquid Policy Center gegründet, um US-DeFi-Regulierung zu gestalten

Hyperliquid gründet Zentrum für DeFi-Interessenvertretung in den USA

Raphael Adrian von Raphael Adrian Raphael Adrian Editor Raphael Adrian Updated 3 Min. read
Hyperliquid Policy Center gegründet, um US-DeFi-Regulierung zu gestalten

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Gründung des HPC markiert einen Reifepunkt für DeFi-Protokolle, denen es in der Vergangenheit an der organisierten Lobbyarbeit zentralisierter Börsen mangelte.
  • Diese proaktive Haltung spiegelt ähnliche rechtliche Strategien im gesamten Sektor wider, wie etwa die jüngsten Klagen von Polymarket gegen Beschränkungen auf Staatsebene.

Das Hyperliquid Policy Center (HPC), eine unabhängige gemeinnützige Forschungs- und Interessenorganisation, wurde am 18. Februar 2026 in Washington D.C. gegründet. Unter der Leitung des erfahrenen Krypto-Anwalts Jake Chervinsky zielt die Organisation darauf ab, US-Entscheidungsträger aufzuklären und sich für eine praktische, innovationsfreundliche Regulierung von dezentralen Finanzen (DeFi) und Perpetual-Derivatemärkten einzusetzen. Chervinsky hielt zuvor Positionen bei Variant, der Blockchain Association und Compound inne.

Unterstützt durch einen anfänglichen Grant von 1 Million HYPE-Token von der Hyper Foundation (im Wert von ca. 28–29 Mio. USD zum Start), konzentriert sich das HPC darauf, eine Brücke zwischen Gesetzgebern und der Blockchain-Technologie zu schlagen, technische Forschung zu betreiben und sich für klare Regeln einzusetzen, die die Onchain-Finanzinfrastruktur unterstützen und gleichzeitig den Verbraucherschutz berücksichtigen – ohne veraltete, auf Erzwingung ausgerichtete Ansätze.

Hyperliquid Policy Center: Orientierung in der Gesetzgebungslandschaft

Die Gründung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Kryptosektor sein Engagement gegenüber den Bundesbehörden zunehmend formalisiert. Weg von der frühen Strategie der Branche, Aufsicht zu vermeiden, priorisieren große Plattformen nun direkte Interessenvertretung, um anstehende Rahmenbedingungen wie den CLARITY Act zu beeinflussen.

Hyperliquid hat seine Marktpräsenz jüngst durch institutionelle Schritte gestärkt, wie etwa die Integration von Ripple Prime in sein DeFi-Ökosystem. Das Fehlen maßgeschneiderter Regulierungen für dezentrale Protokolle bleibt jedoch ein Hindernis. Analysten gehen davon aus, dass die Lösung dieser politischen Engpässe entscheidend ist, zumal regulatorische Verschiebungen den nächsten Marktzyklus antreiben dürften.

Strategischer Fokus und Führung

Das als unabhängige 501(c)(4) Non-Profit-Organisation agierende HPC wird durch eine Einlage von 1 Million Token der Hyper Foundation unterstützt, die zum Zeitpunkt der Bekanntgabe einen Wert von rund 29 Millionen USD hatten. Jake Chervinsky, ehemals Blockchain Association und Variant Fund, leitet die Initiative zusammen mit dem Rechtsberater Brad Bourque und dem Direktor Salah Ghazzal.

Der Hauptauftrag des Zentrums besteht darin, Gesetzgeber über die Unterschiede zwischen zentralisierten intermediären und autonomen Protokollen aufzuklären. Chervinsky betonte die Notwendigkeit dieser Unterscheidung in einem Statement zur Gründung:

„Diese Technologie schickt sich an, die Basisschicht des globalen Finanzsystems zu werden. Nun müssen die Vereinigten Staaten wählen: Entweder wir verabschieden neue Regeln, die es dieser Innovation ermöglichen, hier bei uns zu gedeihen, oder wir warten ab und sehen zu, wie andere Nationen die Chance ergreifen.“

Die Organisation wird gezielt Richtlinien adressieren, die Perpetual Futures und die Expansion von Hyperliquid in Prognosemarkt-Kontrakte betreffen. Durch technische Unterstützung bei Gesetzesentwürfen beabsichtigt das HPC aufzuzeigen, wie dezentrale Infrastruktur eine Widerstandsfähigkeit bietet, die von herkömmlichen Finanzsystemen unerreicht bleibt.

Das Zentrum plant, sich speziell für einen „klaren, regulierten Weg“ einzusetzen, der auf Blockchain basierende Finanzinfrastrukturen berücksichtigt.

Eine einheitliche Stimme für DeFi?

Die Gründung des HPC markiert einen Reifepunkt für DeFi-Protokolle, denen es in der Vergangenheit an der organisierten Lobbyarbeit zentralisierter Börsen mangelte. Diese proaktive Haltung spiegelt ähnliche rechtliche Strategien im gesamten Sektor wider, wie etwa die jüngsten Klagen von Polymarket gegen Beschränkungen auf Staatsebene.

Da der Kongress in den kommenden Sitzungsperioden neue Rahmenbedingungen für digitale Vermögenswerte prüft, könnte die Verfügbarkeit gut ausgestatteter Interessenvertretungen wie des HPC entscheidend sein. Ihr Input könnte dazu beitragen, sicherzustellen, dass dezentrale Technologien nicht versehentlich durch Regeln erstickt werden, die ursprünglich für traditionelle Vermittler konzipiert wurden.

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Raphael Adrian

Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt. Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.

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