Krypto News: 328 Millionen-Dollar-Ponzi – „KI-Trading“ System beraubt Anleger

Wieder einmal ist ein gigantisches Krypto-Ponzi aufgeflogen, dieses Mal in den USA. Die zuständigen Behörden haben den Gründer verhaftet – insgesamt geht es um 328 Millionen US-Dollar.

Raphael Adrian von Raphael Adrian Raphael Adrian Editor Raphael Adrian Updated 3 Min. read
Krypto News: 328 Millionen-Dollar-Ponzi – „KI-Trading“ System beraubt Anleger

Das Wichtigste in Kürze

  • Gigantisches Krypto-Ponzi aufgeflogen, Gründer drohen 30 Jahre Haft.
  • 328 Millionen US-Dollar Umfang laut zuständigen Behörden.
  • Binance nutzt KI um KI-Angriffe abzuwehren.

Am 24. Februar 2026 nahm das US-Justizministerium den 34-jährigen Christopher Alexander Delgado aus Apopka, Florida, fest. Ihm wird vorgeworfen, über seine Firma Goliath Ventures ein massives Ponzi-System im Kryptowährungsbereich betrieben zu haben, bei dem Anleger um mindestens 328 Millionen US-Dollar betrogen wurden.

Delgado soll versprochen haben, Gelder in Krypto-„Liquiditätspools“ zu investieren und monatliche Renditen zu generieren – tatsächlich wurden Einzahlungen aber größtenteils dazu genutzt, frühere Investoren zu bezahlen und ein luxuriöses Leben zu finanzieren.

Krypto-Schock: Wie das Ponzi-System aufgebaut war

Nach offiziellen Angaben von Ermittlern operierte Goliath Ventures von Januar 2023 bis Januar 2026 und sammelte erhebliche Summen von Anlegern ein, die sich von angeblich garantierten Erträgen anlocken ließen. Delgado präsentierte professionell aufgemachte Marketing-Materialien und organisierte luxuriöse Veranstaltungen, die Vertrauen schaffen sollten. In Wirklichkeit habe die Firma nur einen sehr kleinen Teil – etwa 1 Million US-Dollar – überhaupt in externe „Liquiditätspools“ investiert, während der Großteil der Gelder zur Auszahlung früherer Investoren, zu luxuriösen Firmenveranstaltungen und zum Kauf mehrerer teurer Immobilien floss. Unter anderem soll Delgado mehrere Häuser im Wert von mehreren Millionen Dollar erworben haben.

Anleger, die versuchten, ihr Geld zurückzuziehen, hätten im Verlauf von 2025 verzögerte Zahlungen, wechselnde Erklärungen und eingeschränkten Zugang zu Kontoinformationen erlebt, bevor das System letztlich zusammenbrach. Delgado wurde wegen Draht- und Geldwäschebetrugs angeklagt und im Bundesgericht vorgeladen; ihm drohen im Falle einer Verurteilung bis zu 30 Jahre Haft.

In diesem Kontext taucht in Berichten immer wieder das Schlagwort „Künstliche Intelligenz“ auf – nicht weil überprüfbare KI-Algorithmen Gewinne erzielt hätten, sondern weil das Versprechen von automatisierten, daten- und algorithmusbasierten Renditen als Verkaufsargument diente. Dieses Narrativ hat in den letzten Jahren im Kryptosektor stark an Zugkraft gewonnen, auch wenn tatsächliche, transparente Anwendungen von KI im Investment-Kontext selten nachweisbar sind.

Aktuelle Entwicklungen: KI im Krypto-Sektor – Sicherheit & Risiko zugleich

Parallel zu Betrugsfällen wie dem Goliath-Ponzi hat die Branche begonnen, KI nicht nur als Marketingbegriff, sondern auch als Werkzeug zur Sicherheit zu nutzen. Große Plattformen entwickeln und implementieren KI-gestützte Systeme, um Betrugsfälle, Phishing-Angriffe und unlautere Aktivitäten zu erkennen und zu verhindern.

So etwa nutzt die Kryptowährungsbörse Binance umfangreiche KI- und maschinelle Lernverfahren zur Überwachung von Transaktionen und zur Erkennung von Anomalien in Echtzeit, was in der Vergangenheit zur Verhinderung von potenziellen Verlusten in Milliardenhöhe beigetragen haben soll.

Zusätzlich arbeiten Teams innerhalb großer Krypto-Plattformen daran, KI-Modelle in die Risikokontrolle zu integrieren, um verdächtige Aktivitäten wie False-Identity-Versuche oder ungewöhnliche Verhaltensmuster frühzeitig zu identifizieren. Diese Ansätze zeigen, dass KI zunehmend als Verteidigungs- und Sicherheitsinstrument genutzt wird, nicht nur als Schlagwort für Investment-Strategien.

Die Forschung zur Schnittstelle zwischen KI und Blockchain belegt ebenfalls, dass KI-Methoden zur Erkennung und Analyse von betrügerischen Aktivitäten, zur Bewertung von Transaktionsrisiken oder zur Identifikation von Anomalien eingesetzt werden können – und damit zur Stärkung der Infrastruktur beitragen, wenn sie verantwortungsvoll und transparent implementiert werden.

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Raphael Adrian

Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt. Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.

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