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Das Wichtigste in Kürze
- Autorisierte Broker dürfen künftig kreditwürdigen Kunden Margin-Finanzierungen für BTC und ETH unter strengen Haircuts, Liquiditätsanforderungen und Konzentrationsgrenzen anbieten.
- Perpetual Contracts werden reguliert und ausschließlich professionellen Investoren zugänglich gemacht, inklusive klarer Vorgaben zu Risikomanagement und Marktintegrität.
- Parallel treibt Hongkong Stablecoin-Lizenzen und die Anbindung an OECD-Standards voran, um so ein international kompatibles Krypto-Ökosystem zu schaffen.
Neue Krypto-Regeln in Hongkong: Strategischer Vorstoß für institutionelles Kapital
Hongkong setzt neue Maßstäbe, um sich als führender Krypto-Hub in Asien zu etablieren.
Neue Leitlinien der Finanzaufsicht Securities and Futures Commission (SFC) erlauben lizenzierten Brokern erstmals die Vergabe von Krediten für den Kauf von Kryptowährungen.
Parallel schafft die Behörde einen verbindlichen Rechtsrahmen für regulierte Perpetual Contracts. Ergänzt werden diese Schritte durch eine Stablecoin-Regulierung, deren erste Lizenzen im März erwartet werden.
Die Reformen sind Teil des Programms „ASPIRe“ – kurz für Access, Safeguards, Products, Infrastructure und Relationships. Nachdem der regulatorische Fokus zunächst auf dem Schutz privater Anleger lag, richtet sich die Strategie nun klar an institutionelle Akteure.
Ziel ist der Aufbau eines strukturierten, international kompatiblen Kryptomarktes, der sich an etablierten Finanzstandards orientiert.
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Margin-Handel mit Bitcoin und Ether unter strengen Auflagen
Künftig dürfen autorisierte Broker ausgewählten, kreditwürdigen Kunden Margin-Finanzierungen für den Erwerb von Kryptowährungen anbieten. Als Sicherheiten sind zunächst ausschließlich Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) zugelassen.
Die Beschränkung auf die beiden liquidesten digitalen Vermögenswerte soll das Risiko extremer Kursschwankungen kleinerer Token minimieren und zugleich die Marktstabilität sichern.
Die neuen Regeln lehnen sich eng an bestehende Vorgaben für Wertpapier-Margin-Konten an. Broker müssen sicherstellen, dass hinterlegte Krypto-Assets liquide, transparent bewertet und jederzeit veräußerbar sind.
Zusätzlich schreibt die SFC sogenannte Haircuts vor: Der Beleihungswert der Sicherheiten wird mit deutlichen Abschlägen angesetzt, um plötzliche Preisrückgänge abzufedern.
Konzentrationsgrenzen sollen verhindern, dass einzelne Kunden oder Positionen ein unverhältnismäßiges Risiko im Broker-Portfolio darstellen.
Mit diesem Ansatz integriert Hongkong Krypto-Margin-Geschäfte systematisch in das bestehende Finanzaufsichtsregime.
Der Handel auf Kredit wird ermöglicht, ohne die Stabilität des Finanzsystems zu gefährden. Die klare Ausrichtung auf institutionelle und professionelle Anleger unterstreicht den qualitativen Anspruch der Öffnung.
Noch weiter reicht der regulatorische Schritt bei Perpetual Contracts. Diese unbefristeten Derivate, die den Preis eines Basiswerts kontinuierlich abbilden, zählen weltweit zu den umsatzstärksten Kryptoprodukten.
Bislang wurden sie häufig über Offshore-Plattformen mit begrenzter Aufsicht gehandelt. In Hongkong dürfen regulierte Perpetuals künftig ausschließlich professionellen Investoren angeboten werden.Die SFC verfolgt dabei einen prinzipienbasierten Regulierungsansatz:
Handelsplattformen müssen transparente Produktinformationen bereitstellen und robuste Risikomanagement-Systeme implementieren, einschließlich automatischer Liquidationsmechanismen bei Überschreiten definierter Verlustschwellen.
Zur Sicherung ausreichender Liquidität dürfen verbundene Unternehmen als Market Maker auftreten – jedoch nur unter strikter organisatorischer Trennung und klaren Regeln zur Vermeidung von Interessenkonflikten.
Stablecoins und internationale Standards als strategische Basis
Parallel zum Ausbau von Margin-Handel und Krypto-Derivaten treibt Hongkong die Regulierung von Stablecoins voran. So plant die Monetary Authority, im März erste Stablecoin-Lizenzen zu vergeben.
Regulierte Stablecoins könnten künftig als verlässliche Abwicklungswährung für Margin-Geschäfte und Derivate dienen und so Effizienz sowie Transparenz im digitalen Kapitalmarkt erhöhen.
Darüber hinaus ist für 2026 ein Gesetzesentwurf zu Krypto-Beratungsdiensten vorgesehen.
Zugleich strebt Hongkong die Anpassung an das Crypto-Asset Reporting Framework (CARF) der OECD an, um internationale Steuertransparenz und regulatorische Kooperation sicherzustellen.
Die Kombination aus regulierter Kreditvergabe, überwachten Perpetual Contracts und lizenzierter Stablecoin-Infrastruktur schafft ein Ökosystem, das sich strukturell an traditionellen Börsen orientiert.
Hongkong positioniert sich damit als regulierte Alternative zu Offshore-Krypto-Plattformen und als attraktiver Standort für institutionelles Kapital im globalen Markt für digitale Vermögenswerte.
Dennis Geisler, 25, stammt aus Kiel und lebt seit August in Thailand. Im Jahr 2020 kam er erstmals mit Kryptowährungen in Berührung, als er über Binance XRP im Wert von 100 Euro kaufte. Die starken Kursschwankungen und das Potenzial schneller Gewinne zogen ihn in den Bann und weckten sein Interesse an den Mechanismen hinter den Preisbewegungen – von rationalen Marktkräften bis hin zu psychologischen Mustern. Heute verbindet er seine journalistische Leidenschaft mit der Krypto-Welt: Für verschiedene Formate verfasst er Nachrichten, Grundlagenartikel und tiefgehende Blockchain-Analysen. Mit BitBlog engagiert er sich zudem in Norddeutschland für die Beratung von Unternehmen und Privatpersonen rund um digitale Währungen.