Schiff vs. Saylor: Goldexperte rät MSTR-Aktien zu verkaufen

13 Minuten ago by · 2 Min. read

Peter Schiff nennt die Bitcoin-Bewegung eine „Sucker’s Rallye“ und warnt vor Umschichtungen in ETFs und MSTR. Warum er Mining-Aktien bevorzugt.

Bitcoin hat zur Wochenmitte kräftig zugelegt – und damit einmal mehr den Reflex ausgelöst, der seit Jahren verlässlich ist: Peter Schiff stellt sich quer. Der bekannte Gold-Befürworter bezeichnete den Anstieg am 14. Januar 2026 als „huge sucker’s rally“ und warnte Anleger davor, dem Lauf hinterherzulaufen – vor allem dann, wenn das Geld aus Gold- und Silberminenaktien abgezogen und in Bitcoin-ETFs sowie Strategy (MSTR) umgeschichtet werde.

„Das ist ein großer Fehler“

Bitcoin hatte am 14. Januar zeitweise wieder die Zone um 97.000 US-Dollar getestet (CoinGecko-Close: 97.008 US-Dollar), gab aber direkt am Folgetag leicht nach und notiert aktuell nur noch bei rund 94.500 US-Dollar.

Steigt Bitcoin, argumentiert er häufig mit „Übertreibung“; fällt Bitcoin, sieht er seine Grundthese bestätigt. In seinem X-Post schreibt Schiff, Trader würden Gewinne bei Gold- und Silberminenaktien mitnehmen und das Kapital in Bitcoin-ETFs sowie in MSTR parken. Doch das hält er für einen großen Fehler. Stattdessen befürwortete er den Kauf von Mining-Aktien. Bitcoin und MSTR hingegen soll besser verkauft werden.

Warum Schiff gegen Saylor schlägt

Schiffs Seitenhieb auf Michael Saylor zielt nicht nur auf Bitcoin als Asset, sondern besonders auf den Equity-Hebel. Strategy (MSTR) finanziert Bitcoin-Zukäufe regelmäßig über Kapitalmarktinstrumente. Das bedeutete, dass die Aktie in guten Phasen „turbo-laden“ kann, ist in schlechten Zeiten aber auch überproportional belastet. Erst zuletzt im Dezember 2025, als Bitcoin widererwarten crashte und Saylor mit Fiat-Geld die Notbremse ziehen musste, Coinspeaker berichtete.

Genau darauf spielt Schiff an, wenn er MSTR nicht als „normale Aktie“, sondern als verkappte Bitcoin-Wette behandelt. Je mehr Bitcoin Strategy kaufe, desto eher könne sich – je nach Marktphase und Bewertungslogik – die Frage stellen, ob Aktionäre wirklich profitieren oder ob der Hebel nicht eigentlich gegen sie arbeitet.

Saylor lässt sich davon natürlich nicht beeindrucken und tut, was er immer tut: Weiter Bitcoin kaufen. Zuletzt 10.000 Bitcoin für 1 Milliarde US-Dollar.

Fazit

Peter Schiff macht, was Schiff immer macht. Seine These ist klar: Die Rallye sei kurzfristig, die Rotation aus Minern in Bitcoin-Vehikel ein Timing-Fehler. Ob das mehr ist als ein provokanter Konter, entscheidet sich jetzt an zwei Faktoren: Hält Bitcoin das Momentum – oder kippt die Bewegung in einen riskanten Proxy-Trade? Denn wenn das Sentiment dreht, hat er Recht und es trifft den Hebel zuerst.

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