Charles Schwab rollt Spot-Handel für Bitcoin und Ether an Privatanleger aus – mit Paxos-Ausführung, Verwahrung bei Schwab und 75 Basispunkten Gebühr.
Charles Schwab rollt in den kommenden Wochen mit „Schwab Crypto“ den direkten Spot-Handel für Bitcoin und Ether an Privatkunden aus. Das ist mehr als nur ein neues Produktmodul. Einer der größten US-Broker legt Krypto damit direkt neben bestehende Brokerage-, Banking- und Tradingangebote.
So funktioniert Schwabs Krypto-Angebot
Der Zugang läuft nicht über ein externes Börsenkonto, sondern über ein separates Schwab-Crypto-Konto, das direkt mit dem bestehenden Brokerage-Konto verknüpft wird. Verwahrt werden die Bestände bei Charles Schwab Premier Bank, während Paxos die Ausführung und Sub-Custody übernimmt.
Zum Start bleibt das Angebot bewusst eng: handelbar sind nur Bitcoin und Ether. Schwab ruft dafür 75 Basispunkte auf den Gegenwert jeder Transaktion auf. Später sollen weitere Kryptowährungen sowie Ein- und Auszahlungen folgen. Wichtig für die Einordnung ist aber auch die Kehrseite: Das Angebot startet gestaffelt, nicht alle Kunden qualifizieren sich sofort, und in New York sowie Louisiana ist Schwab Crypto zunächst nicht verfügbar.
Charles Schwab, the largest brokerage firm in the United States, announced the launch of its spot cryptocurrency trading service, Schwab Crypto, initially supporting direct trading of Bitcoin and Ethereum
Charles Schwab announced the launch of Schwab Crypto, a spot trading…
— Wu Blockchain (@WuBlockchain) April 17, 2026
Warum der Schritt über Schwab hinaus wirkt
Spannend ist der Vorstoß vor allem deshalb, weil er zwei Linien zusammenführt: regulierte Distribution und konzentrierte Krypto-Nachfrage. Schwab selbst erklärt, Kunden hielten bereits rund 20 Prozent der Spot-Krypto-ETPs bei der Firma. Gleichzeitig meldete der Konzern für das erste Quartal 2026 insgesamt 11,77 Billionen US-Dollar an Kundenvermögen und 39,1 Millionen aktive Brokerage-Konten.
Dass institutionelles Kapital und regulierte Vehikel im Markt immer stärker zusammenlaufen, beschreibt Coinspeaker bereits in Bitcoin ETFs als Anker: Wie institutionelles Kapital den Krypto-Markt neu definiert.
Schwab öffnet nicht den gesamten Markt, sondern setzt zuerst auf die beiden mit Abstand etabliertesten Assets. Das passt zur Logik klassischer Brokerhäuser: Erst kommen Bitcoin und Ether, dann vielleicht der Rest. Einen belastbaren Termin für einen vollständigen landesweiten Rollout nennt Schwab bisher nicht. Belegt ist nur der gestaffelte Start „in den kommenden Wochen“.
